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MÄRKTE USA/Börsen auf Erholungskurs - Nahost-Eskalation bleibt aus

DJ MÄRKTE USA/Börsen auf Erholungskurs - Nahost-Eskalation bleibt aus

DOW JONES--Nach den Vortagesverlusten befindet sich die Wall Street am Dienstag auf Erholungskurs. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt - scheint aber aktuell nicht mehr stark zu belasten. Die militärischen Auseinandersetzungen am Vortag schüren zwar Ängste, der Konflikt könnte sich nach Wochen relativer Ruhe wieder verschärfen. Wohlwollend nehmen Händler aber zur Kenntnis, dass US-Präsident Donald Trump bislang darauf verzichtet, Teheran einen Waffenstillstandsbruch vorzuwerfen. Gegen Mittag US-Ostküstenzeit steigt der Dow-Jones-Index um 0,6 Prozent auf 49.226 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,8 bzw. 0,9 Prozent zu.

Derweil hat ein Containerschiff der dänischen Reederei Moller-Maersk die Straße von Hormus mit Hilfe des US-Militärs passiert. Schlagzeilen wie diese schüren Hoffnung, dass die US-Marine Schiffe gegen iranischen Widerstand durch die Meerenge eskortieren könnte. Solange das Weiße Haus und Teheran in Friedensgespräche eingebunden sind, "sollte das ausreichen, um die Risikobereitschaft zu stützen", erläutert Analyst Michael Brown von Pepperstone. Einen Treiber am US-Aktienmarkt stellt nach Aussage von Marktteilnehmern vor allem die Gewinnentwicklung der Unternehmen dar. Für Mike Wilson von Morgan Stanley sind diese derzeit wichtiger als Ölpreis oder Zinstrend.

Für etwas Entspannung sorgen leicht sinkende Renditen am Anleihemarkt, im Zehnjahresbereich geht es um 4 Basispunkte auf 4,41 Prozent nach unten. Am Vortag waren die Renditen stärker gestiegen, angetrieben von Spekulationen über einen steigenden Finanzierungsbedarf im Vorfeld der am Mittwoch anstehenden entsprechenden Mitteilung des US-Finanzministeriums. Hintergrund sind die Kosten des Kriegs gegen den Iran, dazu kommen mögliche Rückforderungen von Trump'schen Importzöllen, die das Oberste US-Gericht inzwischen als rechtswidrig deklariert hat.

Die Konjunkturdaten des Tages sind allesamt etwas schwächer als gedacht ausgefallen, aber eine echte Enttäuschung und damit Störfeuer für den Aktienmarkt liefern sie nicht. Die Geschäftsaktivität in der US-Dienstleistungsbranche hat sich laut S&P Global im April lebhafter als im Vormonat gezeigt, ist jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Aktivität in der US-Dienstleistungsbranche ist im April etwas langsamer gewachsen. Der ISM-Einkaufsmanagerindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich ganz leicht, Ökonomen hatten eine Stagnation vorausgesagt. Das Stimmungsbarometer liegt aber weiter klar im Wachstum anzeigenden Bereich. Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im März indes etwas gesunken.

Die Rohölpreise sinken um rund 4 Prozent, nachdem die USA signalisiert haben, dass eine brüchige Waffenruhe mit dem Iran trotz jüngster Angriffe halte. Die Militäraktionen des Iran seien nicht von einem Ausmaß, das eine Wiederaufnahme des Krieges rechtfertige, sagt General Dan Caine, der Vorsitzende des Generalstabs. Verteidigungsminister Pete Hegseth fügt hinzu, die USA hofften weiterhin, dass der Iran einem Abkommen zustimmen werde. Der Dollar stagniert, Gold verteuert sich mit sinkenden Marktzinsen um 0,9 Prozent.

Auf Unternehmensseite hat Palantir Technologies den Umsatz um 85 Prozent gesteigert. Das ist der größte bisher verzeichnete jährliche Zuwachs und liegt über den Erwartungen der Analysten. Der Nettogewinn vervierfachte sich, dazu hob Palantir die Umsatzprognose an. Für die Aktie geht es dennoch um 7,6 Prozent nach unten. Die hohe Bewertung bleibe trotz starker Umsätze ein Anlass zur Sorge, urteilen die Analysten von Jefferies. Selbst wenn die ehrgeizigen Umsatzziele im Jahr 2027 erreicht würden, sehe die Aktie überbewertet aus.

Intel werden 13,1 Prozent höher gehandelt. Treiber ist ein Bericht, wonach Apple Sondierungsgespräche mit Intel und Samsung Electronics über die Produktion von Hauptprozessoren für ihre Geräte führt. Hintergrund ist laut Informanten das Bestreben von Apple, sich über den langjährigen Partner TSMC hinaus zu diversifizieren. Apple tendieren 1,8 fester.

Der Halbleiterhersteller ON Semiconductor verringerte zwar den Verlust, schrieb aber weiter rote Zahlen. Der Umsatz stieg, angetrieben durch die Nachfrage von Erbauern von KI-Datenzentren. ON sieht die zyklische Talsohle nun hinter sich. Der Kurs fällt um 0,8 Prozent. Marktteilnehmer vermuten Gewinnmitnahmen. Die Aktie liegt seit Jahresbeginn fast 90 Prozent im Plus.

PayPal plant, in den nächsten zwei bis drei Jahren 20 Prozent ihrer Belegschaft abzubauen, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person mitteilte. Der Stellenabbau ist Teil der neuen Pläne von PayPal, die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) zu beschleunigen und Kosten zu senken. Der Kurs sackt um 8,7 Prozent ab.

Pinterest klettern um 8,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen erzielte im ersten Quartal ein zweistelliges prozentuales Erlöswachstum sowie einen Anstieg der monatlichen Nutzerzahlen. Auch die Ergebnisse und der Ausblick des Social-Media- und Bild-Sharing-Unternehmens übertreffen die Schätzungen. Die Medienholding IAC verzeichnete einen geringeren Umsatz, belastet durch Rückgänge im Suchmaschinengeschäft und bei den Printverkäufen von People. Der Kurs fällt um 6,9 Prozent.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.225,64  +0,6  +283,74    48.941,90 
S&P-500     7.258,74  +0,8   +57,99    7.200,75 
NASDAQ Comp  25.302,53  +0,9  +234,73    25.067,80 
NASDAQ 100   27.994,43  +1,2  +342,61    27.651,82 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,93 -0,03    3,96      3,92 
5 Jahre       4,06 -0,03    4,09      4,05 
10 Jahre      4,41 -0,04    4,44      4,40 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1700  +0,1   0,0010     1,1690   1,1695 
EUR/JPY      184,56  +0,4   0,7500     183,81  183,8300 
EUR/CHF      0,9155  -0,1  -0,0010     0,9165   0,9174 
EUR/GBP      0,8624  -0,2  -0,0015     0,8639   0,8636 
USD/JPY      157,72  +0,3   0,5000     157,22  157,1400 
GBP/USD      1,3563  +0,2   0,0032     1,3531   1,3540 
USD/CNY       6,83  +0,0   0,0027     6,8300   6,8300 
USD/CNH      6,8275  -0,0  -0,0029     6,8304   6,8278 
AUS/USD      0,719  +0,3   0,0023     0,7167   0,7176 
Bitcoin/USD  81.416,60  +1,9  1.485,40    79.931,20 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     102,10  -4,1   -4,32     106,42 
Brent/ICE     110,41  -3,5   -4,03     114,44 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.559,17  +0,9   38,77    4.520,40 
Silber       73,07  +0,5    0,35      72,72 
Platin     1.958,20  +0,7   13,28    1.944,92 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

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May 05, 2026 12:44 ET (16:44 GMT)

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Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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