DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
S&P Global: Deutsche Dienstleister im April im roten Bereich
Die Geschäftstätigkeit im deutschen Dienstleistungssektor ist zum Start ins zweite Quartal erstmals seit acht Monaten zurückgegangen. Damit spiegelten sich die sich intensivierende Nachfrageschwäche und der steigende Inflationsdruck sowie die wachsende Unsicherheit angesichts des Krieges im Nahen Osten wider. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel auf 46,9 von 50,9 Punkten, wie aus den finalen Daten für April hervorgeht. Vorläufig war ein Wert von 46,9 ermittelt worden.
VDMA: Kräftiges Auftragsplus im März durch Sondereffekte
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hat im März einen starken Zuwachs beim Auftragseingang verzeichnet. Der Sprung nach oben ist jedoch maßgeblich auf großvolumige Projektgeschäfte zurückzuführen und spiegelt keine breite konjunkturelle Trendwende wider. Die gesamten Bestellungen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 27 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte.
S&P Global: Wirtschaft der Eurozone im April in der Stagflation
Die Eurozone-Privatwirtschaft hat im April Stagflation verzeichnet. Die Wirtschaftsleistung sank erstmals seit Dezember 2024 wieder, während die Verkaufspreise mit der höchsten Rate seit drei Jahren stiegen. Der Sammelindex (PMI) für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, fiel auf 48,8 Zähler von 50,7 im Vormonat, wie S&P Global bei einer zweiten Veröffentlichung berichtete. Beim ersten Ausweis war ein Rückgang auf 48,6 Punkte gemeldet worden.
Eurozone-Erzeugerpreise steigen im März um 3,4 Prozent
Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone sind im März vor dem Hintergrund des Iran-Krieges kräftiger gestiegen als erwartet. Die Preise auf der Erzeugerstufe erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg um 3,1 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise um 2,1 Prozent niedriger. Die Prognose von Volkswirten hatte auf ein Plus von 1,6 Prozent gelautet.
EZB: Lohndruck im Euroraum nimmt ab
Der Lohndruck im Euroraum schwächt sich nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter ab. Wie die EZB auf Basis ihres aktualisierten Wage Trackers mitteilte, dürften die Gehälter nach aktueller Schätzung 2025 um 3,8 (März-Schätzung: 3,9) Prozent gestiegen sein, nachdem sie 2024 um 4,1 (4,2) Prozent zugelegt hatten. Für 2026 werden unverändert 2,6 Prozent erwartet. Für den Jahresverlauf 2026 ergeben sich nach EZB-Angaben Schätzungen von 1,85 (1,89) im ersten, 2,13 (2,10) Prozent im zweiten, 2,55 (2,52) im dritten und 2,60 (2,57) Prozent im vierten Quartal, wobei hier der Einfluss von Sonderzahlungen geglättet wurde.
+++ Konjunkturdaten +++
US/MBA Market Index Woche per 1. Mai -4,4% auf 285,3 (Vorwoche: 298,5)
US/MBA Purchase Index Woche per 1. Mai -3,7% auf 171,1 (Vorwoche: 177,7)
US/MBA Refinance Index Woche per 1. Mai -5,0% auf 928,6 (Vorwoche: 977,9)
DJG/DJN/apo
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May 06, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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