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01.07.26 | 15:52
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MÄRKTE USA/Weiter auf Rekordkurs - AMD vorbörslich mit Kurssprung von 18%

DJ MÄRKTE USA/Weiter auf Rekordkurs - AMD vorbörslich mit Kurssprung von 18%

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nachdem die Indizes an den Börsen in Asien und Europa am Mittwoch teils stark zulegen, zeichnen sich auch für den Start an der Wall Street feste Kurse ab. Der S&P-500 und die Nasdaq-Indizes dürften somit die Rekordstände vom Vortag übertreffen. Dem eng gefassten Dow-Jones-Index fehlen zu seinem Rekordstand noch gut 2 Prozent bzw. rund 1.200 Punkte.

Der Hauptimpuls kommt von stark fallenden Ölpreisen, nachdem US-Präsident Donald Trump wieder einmal Hoffnungen auf eine Beilegung des Nahost-Konflikts geschürt hat. "Es wurden große Fortschritte auf dem Weg zu einer vollständigen und endgültigen Einigung mit Vertretern des Iran erzielt", so Trump. Zugleich teilte er mit, das "Project Freedom" kurz zu unterbrechen, bei dem es darum ging, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu schleusen. Dies hatte zuletzt wieder für Gewaltausbrüche gesorgt.

Brent-Öl verbilligt sich um über 9 Prozent, der Preis fällt unter die 100-Dollar-Marke auf 99,67 Dollar, auch wenn die Straße von Hormus aktuell weiter blockiert ist. Mit den sinkenden Ölpreisen ebben Inflationssorgen ab. Am Anleihemarkt sinken die Renditen deutlich. Im Zehnjahresbereich geht es um 6 Basispunkte auf 4,36 Prozent nach unten.

Die Konjunkturdaten des Tages dürften eher in den Hintergrund treten. Noch vor Handelsbeginn wird die Zahl der neu geschaffenen Stellen in der US-Privatwirtschaft im April berichtet. Im Blick haben die Akteure angesichts der Relevanz für die Marktzinsen die Mitteilung des US-Finanzministeriums über den Finanzbedarf im nächsten Quartal. Die Befürchtung ist, dass dieser deutlich höher ausfallen könnte angesichts der Kriegskosten, aber auch im Hinblick auf mögliche Rückforderungen von Importzöllen durch Unternehmen, nachdem der Oberste Gerichtshof die Zölle als unrechtmäßig bezeichnet hatte.

Am Aktienmarkt deutet sich eine Fortsetzung der Rally bei Chipaktien an. Nachdem zuletzt bereits angesichts weiter hoher Investitionen wieder verstärkte KI-Fantasie für Rückenwind in der Branche sorgte, wartete nun der Chipriese AMD mit starken Geschäftszahlen und einem Umsatzausblick auf, der über den kursierenden Analystenschätzungen liegt. Treiber ist die anhaltend starke KI-Nachfrage in Rechenzentren. Die Aktie schießt vorbörslich um 18 Prozent nach oben. Nvidia liegen 2,6 Prozent höher, Broadcom 2,1 Prozent. Intel, die bereits am Vortag stark gestiegen waren, werden weitere 4,6 Prozent höher gesehen.

Super Micro Computer meldete derweil mehr als eine Verdoppelung des Umsatzes, ebenfalls getrieben durch das boomende Rechenzentrumsgeschäft. Der KI-Server-Hersteller übertraf zugleich die Gewinnerwartungen der Wall Street. Die Aktie ist seit dem Rekordhoch im März 2024 um 77 Prozent gefallen, belastet durch mehrere Skandale, darunter die Anklage der US-Regierung gegen einen Mitbegründer und zwei weitere Personen wegen eines Plans, in den USA montierte Server nach China zu schmuggeln. Für die Aktie geht es um 13 Prozent nach oben.

Arista Networks sacken dagegen um 7,1 Prozent ab. Der Spezialist für Netzwerktechnik berichtete zwar von einem höheren Gewinn und einem Umsatzanstieg, die die Konsensschätzungen übertrafen, allerdings hatten einige Analysten noch mehr erwartet, unter anderem eine Anhebung des Umsatzausblicks. Nach einem Plus von 30 Prozent der Aktie seit Jahresbeginn könnten aber auch Gewinnmitnahmen drücken.

Lucid Group verlieren 4,5 Prozent, nachdem der Elektroautohersteller für das erste Quartal einen unerwartet hohen Verlust meldete. CVS Health legen um 5,4 Prozent zu. Das Gesundheitsunternehmen übertraf mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen und signalisierte eine verbesserte Profitabilität im Versicherungsgeschäft. Uber Technologies machen nach höheren Quartalsumsätzen und Bruttobuchungen einen Sprung um 8,6 Prozent.

Walt Disney reagieren mit einem Plus von 4,2 Prozent auf einen Brief des neuen CEO Josh D'Amaro an die Aktionäre. Demnach ist Disney weiterhin offen für "potenzielle kommerzielle Möglichkeiten mit OpenAI und anderen", nachdem eine zuvor angekündigte Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler gescheitert war.

Deutliche Abgaben zeichnen sich bei Ölaktien ab vor dem Hintergrund der einknickenden Ölpreise. Auf der anderen Seite werden Aktien aus dem Reisesektor, beispielsweise die Papiere der Kreuzfahrtenanbieter Carnival, Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line mit kräftigen Gewinnen indiziert.

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,87 -0,06    3,92      3,84 
5 Jahre       4,00 -0,07    4,05      3,97 
10 Jahre      4,36 -0,06    4,39      4,33 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1763  +0,6   0,0071     1,1692   1,1695 
EUR/JPY      183,72  -0,5  -0,8700     184,59  183,8300 
EUR/CHF      0,9161  +0,1   0,0005     0,9156   0,9174 
EUR/GBP      0,8636  +0,0   0,0003     0,8633   0,8636 
USD/JPY      156,16  -1,1  -1,7100     157,87  157,1400 
GBP/USD      1,3617  +0,6   0,0078     1,3539   1,3540 
USD/CNY      6,811  -0,3  -0,0190     6,8300   6,8300 
USD/CNH      6,8107  -0,2  -0,0160     6,8267   6,8278 
AUS/USD      0,7244  +0,9   0,0062     0,7182   0,7176 
Bitcoin/USD  82.414,58  +1,0   778,47    81.636,11 78.806,24 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     92,84  -9,2   -9,43     102,27 
Brent/ICE     99,67  -9,3   -10,20     109,87 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.685,56  +2,8   129,52    4.556,04 
Silber       76,51  +5,1    3,69      72,82 
Platin     2.019,80  +3,4   66,90    1.952,90 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 06, 2026 08:31 ET (12:31 GMT)

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