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MÄRKTE USA/Weiter auf Rekordkurs - Hoffen auf Nahost-Kriegsende

DJ MÄRKTE USA/Weiter auf Rekordkurs - Hoffen auf Nahost-Kriegsende

DOW JONES--Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges treibt die Wall Street am Mittwoch nach oben. Der Hauptimpuls kommt von stark fallenden Ölpreisen, nachdem US-Präsident Donald Trump wieder einmal Hoffnungen auf eine Beilegung des Nahost-Konflikts geschürt hat. "Es wurden große Fortschritte auf dem Weg zu einer vollständigen und endgültigen Einigung mit Vertretern des Iran erzielt", erklärte Trump. Gestützt werden die Trump-Aussagen auch von Berichten, wonach die USA und Iran laut pakistanischen Vermittlerkreisen kurz vor einer Vereinbarung für ein Kriegsende stehen. Trump stellte auch die Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht. Der Dow-Jones-Index klettert um 1 Prozent auf 49.780 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite um 0,8 bzw. 1,1 Prozent. Die Nasdaq markiert ein weiteres Allzeithoch.

Brent-Öl verbilligt sich um rund 6 Prozent, der Preis fällt auf 103,34 Dollar das Fass - unterschritt temporär sogar die 100-Dollar-Marke, auch wenn die Straße von Hormus weiter blockiert ist. "Die Aussicht auf ein dauerhaftes Friedensabkommen bleibt jedoch höchst ungewiss, und es sieht so aus, als würde Öl weiterhin sehr volatil bleiben. Im Mittelpunkt der Energiemärkte steht die Frage, ob in den nächsten Wochen ein Wendepunkt erreicht wird", sagt ING-Analyst Chris Turner. Mit den sinkenden Ölpreisen ebben Inflationssorgen ab. Am Anleihemarkt sinken die Renditen deutlich. Im Zehnjahresbereich geht es um 6 Basispunkte auf 4,36 Prozent nach unten. Der Dollar verliert als sicherer Hafen an Zuspruch angesichts der Entspannungssignale, der Dollar-Index büßt 0,5 Prozent ein. Sinkende Marktzinsen und Dollar-Schwäche hieven den Goldpreis um 2,8 Prozent nach oben.

Die Konjunkturdaten des Tages treten eher in den Hintergrund, liefern aber durchaus Kaufargumente. Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im April laut Arbeitsmarktdienstleister ADP stärker gestiegen als erwartet. Im Blick haben die Akteure angesichts der Relevanz für die Marktzinsen die Mitteilung des US-Finanzministeriums über den Finanzbedarf im nächsten Quartal. Die Befürchtung ist, dass dieser deutlich höher ausfallen könnte angesichts der Kriegskosten, aber auch im Hinblick auf mögliche Rückforderungen von Importzöllen durch Unternehmen, nachdem der Oberste Gerichtshof die Zölle als unrechtmäßig bezeichnet hatte.

Am Aktienmarkt zeigt sich eine Fortsetzung der Rally bei Chipaktien. Nachdem zuletzt bereits angesichts weiter hoher Investitionen wieder verstärkte KI-Fantasie für Rückenwind in der Branche gesorgt hat, wartete nun der Chipriese AMD mit starken Geschäftszahlen und einem Umsatzausblick auf, der über den kursierenden Analystenschätzungen liegt. Treiber ist die anhaltend starke KI-Nachfrage in Rechenzentren. Die Aktie schießt um knapp 20 Prozent nach oben. Nvidia liegen 2,3 Prozent höher, Broadcom 1,7 Prozent. Intel, die bereits am Vortag stark gestiegen waren, werden weitere 3,5 Prozent höher gehandelt.

Super Micro Computer meldete derweil mehr als eine Verdoppelung des Umsatzes, ebenfalls getrieben durch das boomende Rechenzentrumsgeschäft. Der KI-Server-Hersteller übertraf zugleich die Gewinnerwartungen der Wall Street. Die Aktie ist seit dem Rekordhoch im März 2024 um 77 Prozent gefallen, belastet durch mehrere Skandale. Für die Aktie geht es um 19 Prozent nach oben.

Arista Networks sacken dagegen um 12,9 Prozent ab. Der Spezialist für Netzwerktechnik berichtete zwar von einem höheren Gewinn und einem Umsatzanstieg, die die Konsensschätzungen übertrafen, allerdings hatten einige Analysten noch mehr erwartet, unter anderem eine Anhebung des Umsatzausblicks. Nach einem Plus von 30 Prozent der Aktie seit Jahresbeginn drücken aber auch Gewinnmitnahmen.

Lucid Group verlieren 3 Prozent, nachdem der Elektroautohersteller für das erste Quartal einen unerwartet hohen Verlust gemeldet hat. CVS Health legen um 8,8 Prozent zu. Das Gesundheitsunternehmen übertraf mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen und signalisierte eine verbesserte Profitabilität im Versicherungsgeschäft. Uber Technologies machen nach höheren Quartalsumsätzen und Bruttobuchungen einen Sprung um 5,7 Prozent.

Walt Disney reagieren mit einem Plus von 7,2 Prozent auf einen Brief des neuen CEO Josh D'Amaro an die Aktionäre. Demnach ist Disney weiterhin offen für "potenzielle kommerzielle Möglichkeiten mit OpenAI und anderen", nachdem eine zuvor angekündigte Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler gescheitert war.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     49.780,29  +1,0  +482,04    49.298,25 
S&P-500    7.319,20  +0,8  +59,98    7.259,22 
NASDAQ Comp 25.596,39  +1,1  +270,26    25.326,13 
NASDAQ 100  28.362,27  +1,2  +347,21    28.015,06 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,88 -0,06    3,92      3,84 
5 Jahre       4,01 -0,06    4,05      3,97 
10 Jahre      4,36 -0,06    4,39      4,33 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1750  +0,5   0,0058     1,1692   1,1695 
EUR/JPY      183,61  -0,5  -0,9800     184,59  183,8300 
EUR/CHF      0,9162  +0,1   0,0006     0,9156   0,9174 
EUR/GBP      0,8635  +0,0   0,0002     0,8633   0,8636 
USD/JPY      156,23  -1,0  -1,6400     157,87  157,1400 
GBP/USD      1,3605  +0,5   0,0066     1,3539   1,3540 
USD/CNY      6,811  -0,3  -0,0190     6,8300   6,8300 
USD/CNH      6,8133  -0,2  -0,0134     6,8267   6,8278 
AUS/USD      0,7232  +0,7   0,0050     0,7182   0,7176 
Bitcoin/USD  81.887,04  +0,3   250,93    81.636,11 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     96,40  -5,7   -5,87     102,27 
Brent/ICE     103,34  -5,9   -6,53     109,87 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.684,59  +2,8   128,55    4.556,04 
Silber       76,78  +5,4    3,96      72,82 
Platin     2.005,15  +2,7   52,25    1.952,90 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/hab

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May 06, 2026 10:05 ET (14:05 GMT)

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