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MÄRKTE USA/Allzeithochs dank Hoffnung auf Nahost-Kriegsende

DJ MÄRKTE USA/Allzeithochs dank Hoffnung auf Nahost-Kriegsende

DOW JONES--Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges treibt die Wall Street am Mittwoch auf Allzeithochs. Der Hauptimpuls kommt von stark fallenden Ölpreisen, nachdem US-Präsident Donald Trump wieder einmal Hoffnungen auf eine Beilegung des Nahost-Konflikts geschürt hat. Gestützt werden die Trump-Aussagen auch von Berichten, wonach die USA und Iran kurz vor einer Vereinbarung für ein Kriegsende stehen. Trump stellte auch die Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht. Der Dow-Jones-Index klettert gegen Mittag US-Ostküstenzeit um 1,1 Prozent auf 49.820 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite um 1,1 bzw. 1,5 Prozent. S&P-500 und Nasdaq markieren weitere Rekordhochs.

"Die Märkte haben in den letzten 24 Stunden etwas an Stabilität zurückgewonnen. Dafür gab es mehrere Gründe, aber der wichtigste war das klare Signal, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran trotz einiger jüngster Scharmützel weiterhin Bestand hat", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Brent-Öl verbilligt sich um rund 7 Prozent, unterschritt temporär sogar die 100-Dollar-Marke, auch wenn die Straße von Hormus weiter blockiert ist. Gesunkene US-Rohöllagerbestände spielen wegen der Dominanz der Geopolitik keine Rolle.

Mit den sinkenden Ölpreisen ebben Inflationssorgen ab. Am Anleihemarkt sinken daher die Renditen deutlich. Im Zehnjahresbereich geht es um 7 Basispunkte auf 4,35 Prozent nach unten. Der Dollar verliert als sicherer Hafen an Zuspruch angesichts der Entspannungssignale, der Dollar-Index büßt 0,4 Prozent ein. Sinkende Marktzinsen und Dollar-Schwäche hieven den Goldpreis um 2,8 Prozent nach oben.

Die Konjunkturdaten des Tages treten eher in den Hintergrund, liefern aber durchaus Kaufargumente. Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im April laut Arbeitsmarktdienstleister ADP stärker gestiegen als erwartet. Im Blick haben die Akteure angesichts der Relevanz für die Marktzinsen die Mitteilung des US-Finanzministeriums über den Finanzbedarf im nächsten Quartal. Die Befürchtung war, dass dieser deutlich höher ausfallen könnte angesichts der Kriegskosten, aber auch im Hinblick auf mögliche Rückforderungen von Importzöllen durch Unternehmen, nachdem der Oberste Gerichtshof die Zölle als unrechtmäßig bezeichnet hatte. Doch das US-Finanzministerium gibt Entwarnung: Es wird das Volumen einiger seiner vielbeachteten Anleiheverkäufe "mindestens für die nächsten Quartale" konstant halten.

Am Aktienmarkt zeigt sich eine Fortsetzung der Rally bei Chipaktien. Nachdem zuletzt bereits angesichts weiter hoher Investitionen wieder verstärkte KI-Fantasie für Rückenwind in der Branche gesorgt hat, wartete nun der Chipriese AMD mit starken Geschäftszahlen und einem Umsatzausblick auf, der über den kursierenden Analystenschätzungen liegt. Treiber ist die anhaltend starke KI-Nachfrage in Rechenzentren. Die Aktie schießt um 16,2 Prozent nach oben. Nvidia liegen 4,4 Prozent höher, Intel um weitere 3 Prozent.

Super Micro Computer meldete derweil mehr als eine Verdoppelung des Umsatzes, ebenfalls getrieben durch das boomende Rechenzentrumsgeschäft. Der KI-Server-Hersteller übertraf zugleich die Gewinnerwartungen der Wall Street. Die Aktie ist seit dem Rekordhoch im März 2024 um 77 Prozent gefallen, belastet durch mehrere Skandale. Für die Aktie geht es um 15,3 Prozent nach oben.

Arista Networks sacken dagegen um 16 Prozent ab. Der Spezialist für Netzwerktechnik berichtete zwar von einem höheren Gewinn und einem Umsatzanstieg, die die Konsensschätzungen übertrafen, allerdings hatten einige Analysten noch mehr erwartet, unter anderem eine Anhebung des Umsatzausblicks. Nach einem Plus von 30 Prozent der Aktie seit Jahresbeginn drücken aber auch Gewinnmitnahmen.

Lucid Group verlieren 3,4 Prozent, nachdem der Elektroautohersteller für das erste Quartal einen unerwartet hohen Verlust gemeldet hat. CVS Health legen um 6,8 Prozent zu. Das Gesundheitsunternehmen übertraf mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen und signalisierte eine verbesserte Profitabilität im Versicherungsgeschäft. Uber Technologies machen nach höheren Quartalsumsätzen und Bruttobuchungen einen Sprung um 8,1 Prozent.

Walt Disney reagieren mit einem Plus von 6,8 Prozent auf einen Brief des neuen CEO Josh D'Amaro an die Aktionäre. Demnach ist Disney weiterhin offen für "potenzielle kommerzielle Möglichkeiten mit OpenAI und anderen", nachdem eine zuvor angekündigte Partnerschaft mit dem ChatGPT-Entwickler gescheitert war. Kraft Heinz legen um 1,3 Prozent zu. Der Ketchup-Hersteller überzeugt ergebnisseitig.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.820,18  +1,1  +521,93    49.298,25 
S&P-500     7.341,91  +1,1   +82,69    7.259,22 
NASDAQ Comp  25.714,19  +1,5  +388,07    25.326,13 
NASDAQ 100   28.453,40  +1,6  +438,34    28.015,06 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,87 -0,07    3,92      3,84 
5 Jahre       4,00 -0,07    4,05      3,97 
10 Jahre      4,35 -0,07    4,39      4,33 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1751  +0,5   0,0059     1,1692   1,1695 
EUR/JPY      183,84  -0,4  -0,7500     184,59  183,8300 
EUR/CHF      0,916  +0,0   0,0004     0,9156   0,9174 
EUR/GBP      0,8645  +0,1   0,0012     0,8633   0,8636 
USD/JPY      156,42  -0,9  -1,4500     157,87  157,1400 
GBP/USD      1,359  +0,4   0,0051     1,3539   1,3540 
USD/CNY      6,811  -0,3  -0,0190     6,8300   6,8300 
USD/CNH      6,8122  -0,2  -0,0145     6,8267   6,8278 
AUS/USD      0,7231  +0,7   0,0049     0,7182   0,7176 
Bitcoin/USD  81.550,23  -0,1   -85,88    81.636,11 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     94,97  -7,1   -7,30     102,27 
Brent/ICE     102,3  -6,9   -7,57     109,87 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.683,16  +2,8   127,12    4.556,04 
Silber       77,07  +5,8    4,25      72,82 
Platin     2.055,90  +5,3   103,00    1.952,90 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

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May 06, 2026 12:49 ET (16:49 GMT)

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