DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
ADP: US-Privatsektor schafft im April mehr Stellen als erwartet
Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft ist im April stärker gestiegen als erwartet. Wie der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP) berichtete, entstanden gegenüber dem Vormonat 109.000 Stellen. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten ein Plus von 84.000 Jobs vorausgesagt. Im März waren unter dem Strich 61.000 Arbeitsplätze hinzugekommen, und damit 1.000 weniger als ursprünglich gemeldet.
US-Finanzministerium: Bond-Volumen bleibt die nächsten Quartale konstant
Das US-Finanzministerium wird den Umfang einiger seiner vielbeachteten Anleiheverkäufe nach eigenen Angaben "für mindestens die nächsten paar Quartale" konstant halten. Strategen von Großbanken hatten darauf gewartet, dass das Finanzministerium signalisiert, den Umfang seiner Auktionen für Staatsanleihen mit Laufzeiten von 2 bis 7 Jahren zu erhöhen. Sie rechneten damit, dass damit der erwartete Anstieg des US-Haushaltsdefizits gedeckt werden sollte, der auf die hohen US-Militärausgaben und einen möglichen Rückgang der Zolleinnahmen zurückzuführen ist.
Trump droht Iran mit stärkerer Bombardierung
Die USA würden die Bombardierung des Iran nach Aussage von Präsident Donald Trump mit größerer Härte als vor dem Waffenstillstand wieder aufnehmen, wenn Teheran den zur Diskussion stehenden Bedingungen zur Beendigung des Krieges nicht zustimmt. "Unter der Voraussetzung, dass der Iran dem zustimmt, was vereinbart wurde, was vielleicht eine optimistische Annahme ist, wird das bereits legendäre 'Epic Fury' ein Ende haben, und die hochwirksame Blockade wird es ermöglichen, dass die Straße von Hormus für alle offen ist, einschließlich des Iran", schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social. "Wenn sie nicht zustimmen, beginnt die Bombardierung, und sie wird leider auf einem viel höheren Niveau und mit größerer Intensität stattfinden als zuvor", fügte er hinzu.
Israel greift etwa 25 Stellungen der Hisbollah an
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere Mitglieder der vom Iran unterstützten militanten Hisbollah-Miliz getötet, nachdem es in den vergangenen 24 Stunden rund 25 ihrer Gebäude im Südlibanon angegriffen hatte. Israels Militär fing demnach zudem zwei "verdächtige" Ziele in der Luft in der Nähe israelischer Truppen im Südlibanon ab, wie das Militär des Landes mitteilte. Es fügte hinzu, dass Hisbollah-Kämpfer in den "vergangenen Stunden" israelische Truppen mit "Raketen, Sprengdrohnen und Mörsergranaten" beschossen hätten, wobei keine Verletzten gemeldet wurden.
Wirtschaftliche Folgen des Kriegs verschärfen sich für Golf-Länder
Der Persische Golf steht Analysten zufolge vor seinem größten wirtschaftlichen Einbruch seit der Pandemie. Es wird erwartet, dass einige Länder kurzfristig mit einem noch schlimmeren Rückgang der Wirtschaftsleistung als während des Corona-Virus konfrontiert sein werden. Moody's Analytics prognostiziert für das zweite Quartal drastische Rückgänge der wirtschaftlichen Aktivitäten in der gesamten Region. Die Wirtschaft Katars wird demnach um etwa 16 Prozent einbrechen, während das BIP Kuwaits im gleichen Zeitraum voraussichtlich um rund 12 Prozent sinken soll.
Fed/Musalem: Risiken verlagern sich in Richtung Inflation
Die Risiken im Rahmen des Doppelmandats der US-Notenbank verschieben sich laut dem Präsidenten der Federal Reserve von St. Louis stärker in Richtung Inflation und weg vom Arbeitsmarkt. Es gebe plausible Szenarien, in denen die Wirtschaft die Fed zwingen würde, den Leitzins für einige Zeit auf dem aktuellen Niveau zu belassen, sagte Alberto Musalem in einer Rede bei der Mississippi Bankers Association. Aufgrund des Ausmaßes der wirtschaftlichen Unsicherheit sehe er jedoch auch andere Szenarien, die die Fed dazu veranlassen könnten, die Zinsen zu senken oder zu erhöhen.
US-Rohöllagerbestände gesunken
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 1. Mai verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 2,313 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 2,3 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 6,234 Millionen Barrel reduziert.
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May 06, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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