DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutscher Auftragseingang im März deutlich höher als erwartet
Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im März deutlicher höher als erwartet gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 5,0 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 6,3 (Februar: 3,5) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg um nur 1,0 Prozent prognostiziert.
Deutscher Industrieumsatz steigt im März leicht
Der preisbereinigte Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im März gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte er sich gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent. Der für Februar vorläufig gemeldete monatliche Umsatzrückgang von 0,5 Prozent wurde auf 1,3 Prozent revidiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Umsatz im März kalenderbereinigt um 2,0 Prozent niedriger.
Deutscher Dienstleistungsumsatz steigt im Februar leicht
Der Dienstleistungsumsatz in Deutschland ist im Februar leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich der Umsatz ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ergab sich ein Zuwachs von 2,4 Prozent. Der für den Vormonat vorläufig genannte monatliche Anstieg um 1,7 Prozent wurde auf 1,6 Prozent revidiert.
USA mit wirtschaftlichem und politischem Vorteil gegenüber Iran
Die USA haben durch die Blockade der Straße von Hormus, eine höhere US-Ölförderung und die verschleierte Drohung eines US-Ölexportverbots einen größeren wirtschaftlichen Vorteil - und damit auch einen größeren politischen Vorteil - gegenüber dem Iran geschaffen, schreibt Thierry Wizman von der Macquarie Group in einer Research Note. Sollte die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran in den nächsten Tagen nicht enden, dürfte sie dennoch im zweiten Quartal oder Anfang des dritten Quartals enden, meint der globale Devisen- und Zinsstratege. "Diese relative 'Abschottung' verschafft den USA einen enormen Vorteil bei ihren jüngsten Schattenverhandlungen mit dem Iran," sagt er.
Zentralbanken in Asien-Pazifik dürften wegen Ölschock vorsichtig bleiben
Die Zentralbanken im asiatisch-pazifischen Raum dürften sich angesichts des durch den Nahost-Konflikt verursachten Ölschocks überwiegend vorsichtig zeigen, schreiben die Analysten von Moody's Analytics in einem Bericht. Obwohl ein Anstieg der Inflation erwartet wird, gehen die Analysten davon aus, dass sechs von 14 Zentralbanken im asiatisch-pazifischen Raum den fragilen Nachfragebedingungen Vorrang einräumen, den Ölpreisanstieg als vorübergehend ansehen und ihre Geldpolitik unverändert lassen werden. Fünf Zentralbanken könnten ihre Zinssenkungen auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verschieben, würden aber die geplante Anzahl der Zinssenkungen für 2026 beibehalten, fügen die Analysten hinzu.
Trump sieht Iran zu Verzicht auf Atomwaffen bereit
US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA hätten "gute Gespräche" mit iranischen Unterhändlern geführt und das Land habe zugestimmt, keine Atomwaffen zu besitzen. "Sie dürfen keine Atomwaffen haben", sagte Trump und bekräftigte damit eine von ihm gezogene rote Linie. "Dem haben sie unter anderem zugestimmt." Der Iran behauptet, seine nuklearen Aktivitäten dienten friedlichen Zwecken. "Sie wollen unbedingt einen Deal abschließen, und wir werden sehen, ob wir dahin kommen", sagte Trump im Oval Office vor Journalisten. Trump sagte, die USA hätten den Konflikt gewonnen, da die Führung des Iran getötet worden sei. "Ihre Spitzenpolitiker sind tot, ihre Führungskräfte der zweiten Ebene sind tot, einige ihrer Führungskräfte der dritten Ebene sind tot - das nenne ich Regimewechsel", sagte Trump.
Iran wird bei Trumps China-Besuch eine große Rolle spielen
Die Nachricht, dass die USA und der Iran auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zusteuern, kam während des Besuchs des iranischen Außenministers in Peking und rückte damit die bevorstehende China-Reise von US-Präsident Donald Trump sowie die entscheidende Rolle, die die Beziehungen zwischen den beiden Großmächten in diesem Konflikt spielen könnten, in den Fokus. Trumps Besuch in China ist für den 14. und 15. Mai geplant. "Wegen des Krieges möchte ich hier sein. Ich muss hier sein. Deshalb haben wir darum gebeten, den Besuch um etwa einen Monat zu verschieben", sagte Trump Mitte März gegenüber Reportern im Weißen Haus. Ursprünglich sollte Trump vom 31. März bis zum 2. April nach Peking reisen.
+++ Konjunkturdaten +++
Philippinen BIP 1Q +2,8% gg Vorjahr (PROG +3,5%)
Philippinen BIP 1Q +0,9% gg Vorquartal
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
May 07, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
