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MÄRKTE EUROPA/Börsen konsolidieren Rally - Brent-Öl bei 98 USD

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen konsolidieren Rally - Brent-Öl bei 98 USD

DOW JONES--Wenig verändert zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstagmittag. Nach der Vortagesrally konsolidieren die Märkte das höhere Niveau. Die Anleger setzen auf einen formalen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran. Laut Medienberichten stehen beide Länder vor der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zur Beendigung des Kriegs. Dieses sehe unter anderem eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran vor, im Gegenzug verzichte der Iran auf eine Anreicherung seiner Uran-Bestände. Der DAX fällt um 0,1 Prozent auf 24.892 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewinnt dagegen 0,1 Prozent auf 6.031 Punkte.

Der Ölpreis als das wichtigste Krisenbarometer in dem Konflikt gibt weiter nach und stützt die Stimmung. Der Preis für Brent verliert 3,2 Prozent auf 98 Dollar das Fass.

Eine Normalisierung der Energiemärkte wird lange dauern, selbst für den Fall eines baldigen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran. Dies zeige der Blick auf die Rohstoff-Futures, so QC Partners. Rohöl der Sorte Brent mit Lieferung im September werde aktuell für 93 Dollar gehandelt. Zu Jahresbeginn konnte die September-Lieferung noch für 60 Dollar bestellt werden. "Auch nach einer Friedensvereinbarung wird dieser Krieg noch lange nachwirken und Weltwirtschaft und Unternehmensgewinne belasten."

Rüstungsaktien geben nach. Im Handel ist von einer Stimmungseintrübung für den Sektor angesichts eines möglichen Friedensabkommens zwischen dem Iran und den USA die Rede. Vor allem die breit aufgestellten Firmen fallen, so BAE Systems in London um 2,7 Prozent und Rheinmetall um 2,9 Prozent. Die endgültigen Zahlen von Rheinmetall enthalten nach Einschätzung von Berenberg keine Überraschungen gegenüber den vorläufigen Zahlen.

Daneben gilt es erneut eine Flut von Unternehmensnachrichten zu verarbeiten. Der bisherige Verlauf wird im Handel positiv gewertet: die Bilanzsaison gekoppelt mit der Dividendensaison stelle eine wichtige Stütze für den Markt dar. Mit Blick auf die US-Berichtssaison spricht die Deutsche Bank sogar von einem "spektakulären" Verlauf. Zum ersten Mal seit vier Jahren werde erwartet, dass alle elf Top-Level-Sektoren ein Gewinnwachstum im Vergleich zum Vorjahr ausweisen.

Henkel (+3,5%) hat nach Einschätzung von RBC solide Erstquartalszahlen vorgelegt. Das organische Umsatzwachstum lag mit 1,7 Prozent klar über der Marktprognose von 1,1 Prozent. Sowohl Consumer Brands als auch der Bereich Adhesives Technologies hätten sich besser als erwartet entwickelt. Vonovia verlieren 1,1 Prozent, obgleich Berenberg von soliden Zahlen spricht.

Der Spezialchemiekonzern Lanxess (-7,6%) hat auch im ersten Quartal 2026 spürbar unter dem schwachen konjunkturellen Umfeld gelitten. In den Monaten Januar bis März sackte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 29,3 Prozent auf 94 Millionen Euro ab, die entsprechende Marge verschlechterte sich auf 6,8 von 8,3 Prozent.

Siemens Healthineers verlieren nach Zahlen und einem gesenkten Ausblick 5,7 Prozent. Der Umsatz im abgelaufenen Quartal verfehlte die Prognose deutlich, auch die EBIT-Marge lag darunter. Belastend wirkten Umsatzeinbußen in China, Handelszölle sowie negative Wechselkurseffekte.

Aperol-Hersteller Campari brechen sogar um 12,1 Prozent ein nach einem enttäuschenden Start in das Jahr.

Swiss Re verlieren 3,2 Prozent, obwohl laut RBC im ersten Quartal der Gewinn um 27 Prozent über der Konsensschätzung ausgefallen ist. Allerdings bemängeln die Analysten die Qualität der Zahlen.

Einen Freudenaufschlag gibt es bei Jungheinrich: Trotz lediglich endgültiger Erstquartalszahlen springen die Aktien um 6,4 Prozent nach oben. Grund sehen Händler in der Erleichterung, dass sie keine weiteren negativen Details enthalten. Der überraschende Abgang der Finanzvorständin am Vortag hatte für Bedenken gesorgt.

Knorr-Bremse (+2,5%) hat durchwachsene Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Der Umsatz liegt leicht unter der Erwartung, der Auftragseingang hat diese erfüllt. Besser als prognostiziert ist aber die operative EBIT-Marge von 13,5 Prozent.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  6.031,10  +0,1    3,97    6.027,13    4,1 
Stoxx-50    5.165,59  -0,2   -7,75    5.173,34    5,0 
DAX      24.892,10  -0,1   -26,59    24.918,69    1,6 
MDAX      31.902,45  +0,4   123,04    27.039,42    4,2 
TecDAX     3.806,81  -0,1   -3,64    3.091,28    5,1 
SDAX      18.637,12  +1,6   289,02    13.062,07    8,5 
FTSE      10.380,11  -0,6   -58,55    10.438,66    4,5 
CAC       8.286,19  -0,2   -13,23    8.299,42    1,7 
SMI      13.254,32  -0,2   -28,94    13.283,26    -0,1 
ATX       5.981,34  +0,2   13,54    5.967,80    12,3 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1765  +0,2   0,0018     1,1747   1,1695 
EUR/JPY      183,99  +0,2   0,3100     183,68  183,8300 
EUR/CHF      0,9151  +0,0   0,0002     0,9149   0,9174 
EUR/GBP      0,8641  0,0   0,0000     0,8641   0,8636 
USD/JPY      156,37  -0,0  -0,0200     156,39  157,1400 
GBP/USD      1,3615  +0,2   0,0024     1,3591   1,3540 
USD/CNY      6,8014  -0,1  -0,0096     6,8110   6,8300 
USD/CNH      6,7988  -0,2  -0,0146     6,8134   6,8278 
AUS/USD      0,7256  +0,3   0,0020     0,7236   0,7176 
Bitcoin/USD  80.976,58  -0,5  -436,48    81.413,06 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     91,76  -3,5   -3,32      95,08 
Brent/ICE       98  -3,2   -3,27     101,27 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.735,24  +1,0   46,19    4.689,05 
Silber       80,89  +4,6    3,56      77,33 
Platin     2.079,15  +0,9   18,32    2.060,83 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

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May 07, 2026 07:52 ET (11:52 GMT)

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