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MÄRKTE USA/Durchschnaufen auf Rekordniveau - Arm unter Druck erwartet

DJ MÄRKTE USA/Durchschnaufen auf Rekordniveau - Arm unter Druck erwartet

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Nach den Gewinnen der Vortage und immer neuen Allzeithochs sieht es für den Start am Donnerstag an den US-Börsen nach einer Atempause aus. Daneben dürfte zunächst für Vorsicht sorgen, wie es mit den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran weitergeht. Zwar liegt dem Iran laut US-Präsident Donald Trump ein einseitiges Dokument mit Rahmenvereinbarungen vor, ob der Iran diesem aber auch zustimmt, gilt nicht als sicher, auch wenn Trump behauptet, der Iran sei zu einem Verzicht auf Atomwaffen bereit, einem zentralen Punkt der Bedingungen. Andererseits drohte Trump dem Iran am Vortag auch wieder mit stärkerer Bombardierung für den Fall, dass Teheran den zur Diskussion stehenden Bedingungen zur Beendigung des Krieges nicht zustimme.

Julius Bär warnt, dass die globale Erholungsrally einen verfrühten Optimismus im Hinblick auf den Iran-Krieg widerspiegele und nicht mit einer Lösung verwechselt werden dürfe. Die Märkte preisten Wahrscheinlichkeiten und nicht Ergebnisse ein.

Bei den Ölpreisen hält die Entspannung allerdings an, auch wenn die wichtige Straße von Hormus weiterhin noch nicht wieder passierbar ist. Allerdings berichtete die staatliche saudische Nachrichtenplattform Al Arabiya unter Berufung auf anonyme Quellen, dass die Gespräche zur Schaffung eines Rahmens für die Öffnung der Straße von Hormus fortgesetzt würden. Brent-Öl verbilligt sich aktuell um gut 3 Prozent auf 98 Dollar.

Vor diesem Hintergrund sinken die US-Renditen weiter, was ebenfalls Rückenwind für Aktien bedeutet. Die Zehnjahresrendite fällt um 2 Basispunkte auf 4,33 Prozent. Der Dollar gibt mit den Renditen etwas nach, der Euro geht mit 1,1765 Dollar um.

Am Aktienmarkt steht weiter der Technologie-Sektor im Vordergrund, was besonders für Aktien aus dem Chipsektor gilt. Nach den jüngsten positiven Meldungen aus der Branche und massiven Investitionsplänen für Rechenzentren, wartet nun Arm einerseits mit guten Quartalszahlen auf, andererseits aber auch mit der Nachricht, dass die Nachfrage derart steige, dass man Schwierigkeiten habe, ihr auch nachzukommen. Für die Aktien geht es darauf vorbörslich auf Nasdaq.com um 8,5 Prozent nach unten. Die am Vortag sehr festen AMD und Intel geben um rund 2 Prozent nach, Nvidia tendieren behauptet.

McDonald's legen um gut 3 Prozent zu, nach übertroffenen Umsatz- und Gewinnerwartungen im ersten Quartal. Whirlpool knicken um 17 Prozent ein. Der Hersteller von Kühlschränken und Waschmaschinen hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr etwa halbiert und angekündigt, die Dividende auszusetzen, um sich auf den Schuldenabbau zu konzentrieren.

Snap und Perplexity haben eine Vereinbarung zur direkten Integration der KI-basierten Antwortmaschine des Start-ups Perplexity in die Social-Media-Plattform aufgehoben. Damit entweicht bei Snap die Fantasie einer verbesserten Rentabilität. Der Kurs gibt um 7,5 Prozent nach.

Gut kommen dagegen die Zahlen von Doordash an, die Aktie wird 10 Prozent höher gestellt. Das Lieferunternehmen gewann im Quartal mehr Kunden für seine US-Angebote im Bereich Lebensmittel und Einzelhandel.

Fortinet verteuern sich um 15,5 Prozent. Der Cybersecurity-Anbieter hat die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen und einen starken Ausblick abgegeben. Das mildert laut Marktteilnehmern Befürchtungen über die Auswirkungen von KI auf den Softwaresektor.

=== 
US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre      3,85 -0,02    3,88      3,84 
5 Jahre      3,98 -0,02    4,01      3,97 
10 Jahre     4,33 -0,02    4,36      4,32 
 
DEVISEN    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    Mo, 13:50 
EUR/USD     1,1765  +0,2   0,0018     1,1747      1,1695 
EUR/JPY     184,03  +0,2   0,3500     183,68     183,8300 
EUR/CHF     0,9152  +0,0   0,0003     0,9149      0,9174 
EUR/GBP     0,8641  NULL   0,0000     0,8641      0,8636 
USD/JPY     156,42  +0,0   0,0300     156,39     157,1400 
GBP/USD     1,3611  +0,2   0,0020     1,3591      1,3540 
USD/CNY     6,8014  -0,1  -0,0096     6,8110      6,8300 
USD/CNH     6,798  -0,2  -0,0154     6,8134      6,8278 
AUS/USD     0,7255  +0,3   0,0019     0,7236      0,7176 
Bitcoin/USD 80.882,80  -0,7  -530,26    81.413,06    78.806,24 
 
ROHÖL     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    91,95  -3,3   -3,13      95,08 
Brent/ICE    97,98  -3,3   -3,29     101,27 
 
Metalle    zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.736,08  +1,0   47,03    4.689,05 
Silber      80,89  +4,6    3,56      77,33 
Platin    2.080,80  +1,0   19,97    2.060,83 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

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May 07, 2026 07:57 ET (11:57 GMT)

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Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

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