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MÄRKTE USA/Durchschnaufen nach Rekorden - Ölpreise geben weiter nach

DJ MÄRKTE USA/Durchschnaufen nach Rekorden - Ölpreise geben weiter nach

DOW JONES--Nach den Allzeithochs der vergangenen Tage marschiert die Wall Street am Donnerstag weiter nach oben. Allerdings lässt die Dynamik deutlich nach, Händler sprechen von einer Konsolidierung der jüngsten Aufschläge. Für Vorsicht sorgt zudem die Ungewissheit über den Fortgang der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Zwar liegt dem Iran laut US-Präsident Donald Trump ein einseitiges Dokument mit Rahmenvereinbarungen vor, ob der Iran diesem aber auch zustimmt, gilt nicht als sicher, auch wenn Trump behauptet, der Iran sei zu einem Verzicht auf Atomwaffen bereit, einem zentralen Punkt der Bedingungen. Andererseits drohte Trump dem Iran am Vortag auch wieder mit stärkerer Bombardierung für den Fall, dass Teheran den zur Diskussion stehenden Bedingungen nicht zustimme.

Im frühen Geschäft steigt der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 49.971 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite klettern um 0,1 bzw. 0,2 Prozent. Julius Bär warnt, dass die globale Erholungsrally einen verfrühten Optimismus im Hinblick auf den Iran-Krieg widerspiegele und nicht mit einer Lösung verwechselt werden dürfe. Die Märkte preisten Wahrscheinlichkeiten und nicht Ergebnisse ein. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fielen einen Tick besser als befürchtet aus, spielen aber vor dem offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag kaum eine Rolle. Zudem seien Nahost-Friedensgespräche und mögliche Entspannungen beim Ölpreis von "unendlich größerer Tragweite", sagt ein Händler.

Bei den Ölpreisen hält die Entspannung allerdings an, auch wenn die wichtige Straße von Hormus weiterhin nicht passierbar ist. Allerdings berichtete die staatliche saudische Nachrichtenplattform Al Arabiya unter Berufung auf anonyme Quellen, dass die Gespräche zur Schaffung eines Rahmens für die Öffnung der Straße von Hormus fortgesetzt würden. Brent-Öl verbilligt sich aktuell um gut 4 Prozent auf unter 98 Dollar.

Vor diesem Hintergrund sinken die US-Renditen weiter, was ebenfalls Rückenwind für Aktien bedeutet. Sinkende Ölpreise bremsen die Inflation - die Zehnjahresrendite fällt daher um 2 Basispunkte auf 4,33 Prozent. Der Dollar gibt mit den Renditen etwas nach, der Dollar-Index büßt 0,2 Prozent ein. Der Goldpreis steigt mit fallenden Marktzinsen und schwächelndem Greenback.

Am Aktienmarkt steht weiter der Technologiesektor im Vordergrund, was besonders für Aktien aus dem Chipsektor gilt. Nach den jüngst positiven Meldungen aus der Branche und massiven Investitionsplänen für Rechenzentren wartet nun Arm einerseits mit guten Quartalszahlen auf, andererseits aber auch mit der Nachricht, dass die Nachfrage derart steige, dass man Schwierigkeiten habe, ihr nachzukommen. Für die Aktien geht es darauf um 2,6 Prozent nach unten. Die am Vortag sehr festen AMD und Intel geben um rund 0,5 Prozent nach, Nvidia tendieren 0,4 Prozent leichter.

McDonald's legen um 0,2 Prozent zu - nach übertroffenen Umsatz- und Gewinnerwartungen im ersten Quartal. Whirlpool knicken um 12,8 Prozent ein. Der Hersteller von Kühlschränken und Waschmaschinen hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr etwa halbiert und angekündigt, die Dividende auszusetzen, um sich auf den Schuldenabbau zu konzentrieren.

Snap und Perplexity haben eine Vereinbarung zur direkten Integration der KI-basierten Antwortmaschine des Startups Perplexity in die Social-Media-Plattform aufgehoben. Damit entweicht bei Snap die Fantasie einer verbesserten Rentabilität. Der Kurs gibt um 3,1 Prozent nach.

Gut kommen dagegen die Geschäftszahlen von Doordash an, die Aktie wird 5,3 Prozent höher gehandelt. Das Lieferunternehmen gewann im Quartal mehr Kunden für seine US-Angebote im Bereich Lebensmittel und Einzelhandel. Fortinet schießen um 21,1 Prozent nach oben. Der Anbieter von Cybersicherheit hat die Gewinnerwartungen übertroffen und einen starken Ausblick abgegeben. Das mildert laut Marktteilnehmern Befürchtungen über die Auswirkungen von KI auf den Softwaresektor.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.971,17  +0,1   +60,58    49.910,59 
S&P-500     7.368,52  +0,1   +3,40    7.365,12 
NASDAQ Comp  25.896,05  +0,2   +57,11    25.838,94 
NASDAQ 100   28.641,52  +0,1   +42,35    28.599,17 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,84 -0,03    3,88      3,82 
5 Jahre       3,97 -0,03    4,01      3,95 
10 Jahre      4,33 -0,02    4,36      4,31 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1770  +0,2   0,0023     1,1747   1,1695 
EUR/JPY      184,03  +0,2   0,3500     183,68  183,8300 
EUR/CHF      0,9146  -0,0  -0,0003     0,9149   0,9174 
EUR/GBP      0,8639  -0,0  -0,0002     0,8641   0,8636 
USD/JPY      156,36  -0,0  -0,0300     156,39  157,1400 
GBP/USD      1,362  +0,2   0,0029     1,3591   1,3540 
USD/CNY      6,8014  -0,1  -0,0096     6,8110   6,8300 
USD/CNH      6,7963  -0,3  -0,0171     6,8134   6,8278 
AUS/USD      0,7249  +0,2   0,0013     0,7236   0,7176 
Bitcoin/USD  80.724,52  -0,9  -688,54    81.413,06 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     91,27  -4,0   -3,81      95,08 
Brent/ICE     97,43  -3,8   -3,84     101,27 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.753,89  +1,4   64,84    4.689,05 
Silber       81,13  +4,9    3,80      77,33 
Platin     2.078,40  +0,9   17,57    2.060,83 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

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May 07, 2026 09:57 ET (13:57 GMT)

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