DJ Aktien Schweiz nach Vortagesrally deutlich im Minus
DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt hat am Donnerstag leichter geschlossen. Zunächst passierte nicht viel, doch am Nachmittag rutschten die Indizes europaweit deutlicher ab. Nach der Vortagesrally sprachen einige Händler von Gewinnmitnahmen, weil positive Schlagzeilen zu den Friedenverhandlungen im Nahen Osten ausgeblieben seien. Vielleicht sei man am Vortag zu optimistisch hinsichtlich des möglichen Endes des Iran-Krieges gewesen, hieß es. Als positives Zeichen wurden aber die weiter rückläufigen Ölpreise gewertet. Der SMI verlor 1,1 Prozent auf 13.135 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und fünf -gewinner gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 25,43 (zuvor: 33,7) Millionen Aktien.
Gebremst wurde der eidgenössische Leitindex unter anderem von Swiss Re, die 3,2 Prozent verloren. Die RBC bemängelte trotz einiger Lichtblicke die Qualität der Geschäftszahlen im ersten Quartal. Gegenwind machten die Analysten auch bei den Umsatzzahlen, dem Neugeschäftsvolumen sowie der Preisgestaltung aus. Auch die Geschäftszahlen der Swisscom (-0,3%) überzeugten Anleger nicht, Händler charakterisierten den Geschäftsbericht als durchwachsen. Vontobel erwartete gleichwohl kaum wesentliche Änderungen der Konsensschätzungen.
Roche übernimmt PathAI für bis zu 1,05 Milliarden US-Dollar, um die auf Künstlicher Intelligenz basierten Angebote der Diagnostiksparte zu stärken. Die Titel des Pharmakonzerns gaben 1,1 Prozent nach. Die anderen beiden Schwergewichte Novartis und Nestle gaben mit 2 bzw. 1,4 Prozent noch deutlicher nach. UBS verloren 0,9 Prozent - trotz eines positiven Kommentars der RBC.
Unter den Nebenwerten schossen AMS-Osram um 29,1 Prozent in die Höhe. Der Halbleiterkonzern hatte einen Vertrag im Bereich Künstlicher Intelligenz bekannt geben. Zudem teilte das Unternehmen mit, es sehe einen Weg, im nächsten Jahr ohne den Verkauf von Vermögenswerten wieder eine positive Cash-Generierung zu erreichen. Die Erstquartalszahlen spielten bei der Kursfindung eine untergeordnete Rolle.
Valiant rutschten nach Erstquartalszahlen um 9,1 Prozent ab. Laut Analysten enttäuschte die Gewinnentwicklung. Gleichwohl erhöhte Baader das Kursziel. Avolta kletterten nach Zahlenausweis zur ersten Periode um 3,4 Prozent. Montana Aerospace (+4,1%) legte starke Erstquartalszahlen vor - die Finanzkennziffern schlossen das verkaufte Energie-Segment aus.
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