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MÄRKTE USA/Gewinnmitnahmen nach Rekorden mit Nahost-Verunsicherung

DJ MÄRKTE USA/Gewinnmitnahmen nach Rekorden mit Nahost-Verunsicherung

DOW JONES--Nach den Allzeithochs der vergangenen Tage nehmen Anleger an der Wall Street am Donnerstag Gewinne mit, weil positive Schlagzeilen zu den Friedenverhandlungen im Nahen Osten ausbleiben. Vielleicht sei man am Vortag zu optimistisch hinsichtlich des möglichen Endes des Iran-Krieges gewesen, heißt es. Der Iran hat laut einem Sprecher noch keine Entscheidung über Verhandlungen mit den USA getroffen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, wurde in staatlichen Medien mit den Worten zitiert, Teheran werte die Mitteilungen noch aus und sei "noch zu keinem Schluss gekommen". Dem Iran liegt laut US-Präsident Donald Trump ein einseitiges Dokument mit Rahmenvereinbarungen vor. Trump drohte dem Iran auch wieder mit stärkerer Bombardierung für den Fall, dass Teheran den zur Diskussion stehenden Bedingungen nicht zustimme.

Gegen Mittag verliert der Dow-Jones-Index 0,6 Prozent auf 49.635 Punkte, nach einem Tageshoch über der Marke von 50.000 Zählern. Der S&P-500 verliert 0,3 Prozent, der Nasdaq-Composite stagniert. Julius Bär warnt, dass die globale Erholungsrally einen verfrühten Optimismus im Hinblick auf den Iran-Krieg widerspiegele und nicht mit einer Lösung verwechselt werden dürfe. Die Märkte preisten Wahrscheinlichkeiten und nicht Ergebnisse ein.

Die Ölpreise geben zwar auf Tagessicht leicht nach, machen aber deutlich höhere Tagesabgaben wieder wett - Brent-Öl kostet wieder über 100 Dollar je Fass. Die wichtige Straße von Hormus ist weiterhin nicht passierbar. Allerdings berichtete die staatliche saudische Nachrichtenplattform Al Arabiya, dass die Gespräche zur Schaffung eines Rahmens für die Öffnung der Straße von Hormus fortgesetzt würden.

Wegen der sich erholenden Ölpreise drehen die US-Renditen ins Plus. Sinkende Ölpreise bremsen die Inflation, die Erholung der Ölpreise lässt Inflationssorgen nun weder etwas hochkochen. Die Zehnjahresrendite steigt daher um 2 Basispunkte auf 4,38 Prozent. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten fielen einen Tick besser als befürchtet aus. Die Daten zeigen, dass der US-Arbeitsmarkt weiterhin robust ist, was Zinssenkungen durch die Fed unwahrscheinlicher machen könnte. Der Dollar-Index büßt 0,1 Prozent ein. Der Goldpreis verbilligt sich um ein halbes Prozent und gibt höhere Aufschläge mit dem Dreh der Anleiherenditen wieder ab.

Am Aktienmarkt steht weiter der Technologiesektor im Vordergrund, was besonders für Aktien aus dem Chipsektor gilt. Nach den jüngst positiven Meldungen aus der Branche und massiven Investitionsplänen für Rechenzentren wartet nun Arm einerseits mit guten Quartalszahlen auf, andererseits aber auch mit der Nachricht, dass die Nachfrage derart steige, dass man Schwierigkeiten habe, ihr nachzukommen. Für die Aktien geht es darauf um 9,8 Prozent nach unten. Die am Vortag sehr festen AMD und Intel geben um 3,5 und 1,8 Prozent nach. Apple steigen dagegen um 0,6 Prozent auf Allzeithoch.

McDonald's drehen mit dem Gesamtmarkt 0,3 Prozent ins Minus - trotz übertroffenen Umsatz- und Gewinnerwartungen im ersten Quartal. Whirlpool knicken um 13,5 Prozent ein. Der Hersteller von Kühlschränken und Waschmaschinen hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr etwa halbiert und angekündigt, die Dividende auszusetzen, um sich auf den Schuldenabbau zu konzentrieren.

Snap und Perplexity haben eine Vereinbarung zur direkten Integration der KI-basierten Antwortmaschine des Startups Perplexity in die Social-Media-Plattform aufgehoben. Damit entweicht bei Snap die Fantasie einer verbesserten Rentabilität. Der Kurs gibt um 2 Prozent nach.

Gut kommen zunächst die Geschäftszahlen von Doordash an, die Aktie wird 0,3 Prozent tiefer gehandelt - nach anfänglich deutlichen Aufschlägen. Das Lieferunternehmen gewann im Quartal mehr Kunden für seine US-Angebote im Bereich Lebensmittel und Einzelhandel. Fortinet schießen um 19,7 Prozent nach oben. Der Anbieter von Cybersicherheit hat die Gewinnerwartungen übertroffen und einen starken Ausblick abgegeben. Das mildert laut Marktteilnehmern Befürchtungen über die Auswirkungen von KI auf den Softwaresektor.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     49.635,36  -0,6  -275,23    49.910,59 
S&P-500    7.346,13  -0,3  -18,99    7.365,12 
NASDAQ Comp 25.828,94  -0,0  -10,01    25.838,94 
NASDAQ 100  28.590,77  -0,0   -8,41    28.599,17 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,90 +0,03    3,90      3,82 
5 Jahre       4,03 +0,02    4,03      3,95 
10 Jahre      4,38 +0,02    4,38      4,31 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1761  +0,1   0,0014     1,1747   1,1695 
EUR/JPY      184,2  +0,3   0,5200     183,68  183,8300 
EUR/CHF      0,9149  0,0   0,0000     0,9149   0,9174 
EUR/GBP      0,8647  +0,1   0,0006     0,8641   0,8636 
USD/JPY      156,6  +0,1   0,2100     156,39  157,1400 
GBP/USD      1,3597  +0,0   0,0006     1,3591   1,3540 
USD/CNY      6,8014  -0,1  -0,0096     6,8110   6,8300 
USD/CNH      6,8028  -0,2  -0,0106     6,8134   6,8278 
AUS/USD      0,7236  0,0   0,0000     0,7236   0,7176 
Bitcoin/USD  79.770,73  -2,0 -1.642,33    81.413,06 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     94,86  -0,2   -0,22      95,08 
Brent/ICE     100,07  -1,2   -1,20     101,27 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.713,28  +0,5   24,23    4.689,05 
Silber       79,74  +3,1    2,41      77,33 
Platin     2.043,16  -0,9   -17,67    2.060,83 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/mgo

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May 07, 2026 13:01 ET (17:01 GMT)

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Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

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