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MÄRKTE USA/Aktien freundlich erwartet

DJ MÄRKTE USA/Aktien freundlich erwartet

DOW JONES--Der Aktienterminmarkt zieht in Reaktion auf einen staken Arbeitsmarktbericht am Freitag noch etwas an. Damit dürfte der Kassamarkt freundlich bis fest zum Handelsstart tendieren. Die moderaten Abgaben vom Vortag würden somit wieder wettgemacht und S&P-500 und Nasdaq-Indizes könnten ihren Rekordlauf wieder aufnehmen. Für Zuversicht sorgt, dass die USA offenbar um jeden Preis eine Friedensvereinbarung finden wollen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete wiederholt die Waffenruhe als intakt und nicht gebrochen, obwohl es wieder Scharmützel zwischen den Kriegsparteien gab. Unter anderem soll der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen haben. Die Ölpreise steigen nach den jüngsten Beschlüssen etwas, Rohöl der Nordseesorte Brent kostet weiter über 100 Dollar das Fass.

Positiv auf die Stimmung könnte wirken, dass laut einem US-Bundeshandelsgericht Trump nicht befugt war, neue weltweite Zölle zu erheben, nachdem eine vorherige Zollmaßnahme im Februar vom Obersten Gerichtshof der USA für ungültig erklärt worden war. Folglich sei Trumps Proklamation "ungültig, und die gegen die Kläger verhängten Zölle sind rechtlich unzulässig".

Größere Bewegungen an den Finanzmärkten bleiben in Reaktion auf die Veröffentlichung besserer US-Arbeitsmarktdaten aus. Die US-Wirtschaft hat im April 115.000 neue Stellen geschaffen und damit mehr als die erwarteten 55.000. Die Arbeitslosenquote bleibt konstant bei 4,3 Prozent. Nicht nur stehen die US-Arbeitsmarktdaten derzeit nicht im Rampenlicht, die Lesung löst auch keinen Handlungsbedarf mit Blick auf die US-Notenbank aus. Am Markt wird derzeit erwartet, dass die Fed im laufenden Jahr stillhalten wird.

Am Anleihemarkt sinken die Renditen wieder, im Zehnjahresbereich um 4 Basispunkte auf 4,36 Prozent, der Dollar-Index büßt mit nachgebenden Marktzinsen 0,2 Prozent ein.

Am Aktienmarkt sorgt weiter die Berichtssaison für stärkere Impulse bei Einzelwerten. Coreweave hat den Verlust im ersten Quartal ausgeweitet und mitgeteilt, dass höhere Komponentenpreise die Investitionsausgaben in diesem Jahr erhöhen könnten. Der Cloud-Computing-Anbieter plant Investitionen über 31 bis 35 statt von 30 Milliarden Dollar. Für die Aktie geht es in der Vorbörse um gut 5 Prozent nach unten.

Cloudflare brechen um gut 15 Prozent ein auf Nasdaq.com. Das Cloud-Konnektivitätsunternehmen plant im Rahmen eines von künstlicher Intelligenz getriebenen Restrukturierungsplans rund 1.100 Arbeitsplätze abzubauen und spricht von einer Reaktion darauf, dass KI einen "Paradigmenwechsel" in der Softwarebranche auslöse. Das Unternehmen meldete zudem einen Quartalsgewinn und -umsatz, die besser als von der Wall Street erwartet ausfielen, und hob die Jahresprognose an.

Block hat die Jahresgewinnprognose angehoben, nachdem der Bruttogewinn im ersten Quartal gesteigert wurde. Die Aktie des Fintech-Unternehmens wird gut 7 Prozent höher gesehen. Akamai Technologies gab bekannt, im Rahmen einer siebenjährigen Vereinbarung im Wert von 1,8 Milliarden Dollar Cloud-Infrastruktur-Dienste für ein führendes KI-Labor bereitzustellen. Die Reaktion ist ein Kursfeuerwerk um 26 Prozent,

Auch Upwork baut im Rahmen eines Restrukturierungsplans Arbeitsplätze ab, konkret fast ein Viertel. Auch die Marktplattform für freie Mitarbeiter verweist auf eine sich verändernde "Natur der Arbeit" durch den Fortschritt der KI-Technologie. Das Unternehmen senkte zudem seine Umsatzprognose. Die Aktie sackt um 22 Prozent ab.

Trade Desk stürzen um 15 Prozent ab. Das Werbetechnologieunternehmen meldete für das erste Quartal schwächere als erwartete Gewinne und gab eine schwache Umsatzprognose ab.

=== 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,88 -0,04    3,95      3,88 
5 Jahre       4,00 -0,04    4,06      4,00 
10 Jahre      4,36 -0,04    4,39      4,36 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD      1,1777  +0,4   0,0052     1,1725   1,1695 
EUR/JPY      184,36  +0,2   0,3900     183,97  183,8300 
EUR/CHF      0,9152  +0,0   0,0003     0,9149   0,9174 
EUR/GBP      0,8645  -0,1  -0,0005      0,865   0,8636 
USD/JPY      156,55  -0,2  -0,3600     156,91  157,1400 
GBP/USD      1,3619  +0,5   0,0068     1,3551   1,3540 
USD/CNY      6,8008  -0,0  -0,0006     6,8014   6,8300 
USD/CNH      6,7975  -0,2  -0,0104     6,8079   6,8278 
AUS/USD      0,7242  +0,5   0,0033     0,7209   0,7176 
Bitcoin/USD  80.127,93  +0,3   258,65    79.869,28 78.806,24 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     95,04  +0,2    0,23      94,81 
Brent/ICE     100,33  +0,3    0,27     100,06 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.729,27  +0,9   44,09    4.685,18 
Silber       81,41  +3,7    2,94      78,48 
Platin     2.050,35  +1,4   28,35    2.022,00 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/flf

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May 08, 2026 09:08 ET (13:08 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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