DJ Aktien Schweiz vor dem Wochenende leicht im Minus
DOW JONES--Der schweizerische Aktienmarkt hat sich mit leichten Abgaben ins Wochenende verabschiedet. Dabei hielt sich die eidgenössische Börse besser als viele ihrer europäischen Pendants. Zwar ließen Berichte darauf schließen, dass die Bemühungen zur Beendigung des Iran-Krieges weiterliefen, zugleich mehrten sich aber auch Meldungen über militärische Auseinandersetzung zwischen iranischem und US-Militär. Laut US-Präsident Donald Trump ist der Waffenstillstand mit dem Iran aber weiterhin in Kraft. Doch scheint er zumindest brüchig zu sein. Die Märkte reagierten darauf mit einer gewissen Risikoscheu - gerade vor dem Wochenende.
Ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag geriet angesichts der Dominanz der Geopolitik etwas aus dem Fokus. Der SMI verlor 0,3 Prozent auf 13.101 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und sechs -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 17,93 (zuvor: 25,44) Millionen Aktien. Swiss Life verloren mit minus 2,7 Prozent recht deutlich. Die UBS hatte das Papier auf "Verkaufen" abgestuft. Swiss Re sanken nach einem negativen Kommentar der RBC um 0,7 Prozent.
Die Geschäftszahlen von Lonza zum ersten Quartal und der bestätigte Ausblick hätten bei Anlegern angesichts der jüngsten Sorgen über wirtschaftliche Unsicherheit und Zölle gut ankommen sollen, urteilte Analyst Charles Weston von RBC. Der Kurs verlor jedoch 0,7 Prozent. Der Auftragshersteller erklärte, dass große Pharmaunternehmen angesichts geplanter umfangreicher Investitionen in den USA möglicherweise länger für Outsourcing-Entscheidungen benötigten. Bei Kühne+Nagel "belastete" rein optisch die Dividendenausschüttung.
Unter den Nebenwerten verbilligten sich Clariant um 2,9 Prozent nach Vorlage von Geschäftszahlen. Das Chemieunternehmen habe wie erwartet aufgrund des schwierigen Marktumfelds schwache Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt, urteilte Vontobel. Bei Landis+Gyr wurden Ausblick und Dividende bemängelt, der Kurs sackte nach Geschäftsausweis um 15,6 Prozent ab. Jungfraubahnen sanken nach Zahlenvorlage um 3,1 Prozent. Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/flf/cbr
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May 08, 2026 11:42 ET (15:42 GMT)
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