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MÄRKTE EUROPA/Schwach - Grundoptimismus bleibt aber

DJ MÄRKTE EUROPA/Schwach - Grundoptimismus bleibt aber

DOW JONES--Die europäischen Börsen haben am Freitag unter Abgabedruck gestanden. Mit gestiegenen Ölpreisen nahmen die Indizes am Nachmittag etwas Fahrt nach unten auf. Nach der Euphorie zur Wochenmitte wegen laufender Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran kam erneut zu Kampfhandlungen. Die Märkte reagierten darauf mit einer gewissen Risikoscheu. Der DAX fiel um 1,3 Prozent auf 24.339 Punkte, der Euro-Stoxx-50 reduzierte sich um 1 Prozent auf 5.912 Punkte.

Laut US-Präsident Donald Trump ist der Waffenstillstand mit dem Iran weiterhin in Kraft; er bezeichnete die jüngsten US-Angriffe auf das Land als "liebevollen Klaps". Der anhaltende Abverkauf von Rüstungsaktien sprach dafür, dass Anleger weiterhin von einem baldigen Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran ausgingen. Rheinmetall gaben mit 9,2 Prozent deutlich zurück und belasteten als Schwergewicht auch den DAX. Leonardo gaben 3,2 Prozent nach oder BAE Systems um 2,9 Prozent.

Sehr starke US-Arbeitsmarktdaten setzten derweil kaum Akzente. Die US-Wirtschaft hatte im April sehr viel mehr neue Stellen geschaffen, als Ökonomen ihr zugetraut hatten. Nicht nur standen die US-Arbeitsmarktdaten derzeit nicht im Rampenlicht, die Lesung löste auch keinen Handlungsbedarf mit Blick auf die US-Notenbank aus. Am Markt wird derzeit erwartet, dass die Fed im laufenden Jahr stillhalten wird.

Gute Nachrichten gab es zu den neuen US-Strafzöllen: Das US-Handelsgericht hatte den globalen Zehn-Prozent-Zoll von US-Präsident Donald Trump für unrechtmäßig erklärt. Die USA werden die Zölle auf europäische Autos und Lkw laut Trump zudem diese Woche nicht erhöhen. Die Frist läuft nun bis zum 4. Juli.

Commerzbank verloren nach Zahlenvorlage 3,9 Prozent, allerdings fiel auch der europäische Finanzsektor im Stoxx-50 um 1,3 Prozent zurück. Die Zahlen vom normalen Bankgeschäft bis zu den Zinseinnahmen seien besser gewesen, hieß es. Daher erhöhte die Bank auch das Gewinnziel für 2026 auf "mindestens 3,4" nach "mehr als 3,2" Milliarden Euro.

Die Aktien von British-Airways-Mutter IAG fielen um 2,8 Prozent. Hier zeigten sich die Blessuren der Explosion bei den Treibstoffpreisen. Die Airline hatte zwar ein starkes Quartal abgeschlossen, muss wegen der Kerosionkosten aber die Jahresprognose senken. Lufthansa gaben um 2,8 Prozent nach, Air France-KLM 3,9 Prozent.

In der zweiten Reihe wartete Evonik mit durchwachsenen Geschäftszahlen auf. Der Umsatz lag leicht unter Erwartung, jedoch war die Profitabilität deutlich höher. Der Markt honorierte das mit 1,4 Prozent Plus. Bei Getränkemaschinenhersteller Krones wurden die Zahlen als ordentlich bezeichnet, die Aktien sanken in dem negativen Gesamtmarkt um 1,1 Prozent. Die Aufträge legten im ersten Quartal um 5,3 Prozent zu, die EBITDA-Marge kletterte auf 10,8 nach 10,6 Prozent.

Als überraschend gut werten Händler die Geschäftszahlen von Bechtle. Diese entkräfteten Sorgen vor Investitionszurückhaltung auf Unternehmensseite, denn die Auftragslage bewegte sich auf Rekordniveau. Die Aktien kletterten um 2,9 Prozent.

Dazu bewegen Umstufungen: Dazu bewegten Umstufungen: So entzog die UBS Hellofresh die Kaufempfehlung, die Aktien schlossen 4,7 Prozent tiefer. Bei Infineon ging es gegen den Markt um 3,6 Prozent nach oben, da Goldman Sachs das Kursziel deutlich erhöht hatte.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.912       -1,0          3,13 
Stoxx-50       5.071       -0,9          3,98 
Stoxx-600        612       -0,7          4,09 
DAX         24.339       -1,3          0,71 
FTSE-100 London   10.277       -0,4          3,48 
CAC-40 Paris     8.202       -1,1          0,65 
AEX Amsterdam     1.019       -0,2          7,16 
ATHEX-20 Athen    5.861       -1,2          9,52 
BEL-20 Brüssel    5.470       -0,1          7,71 
BUX Budapest    135.139       -0,4         21,71 
OMXH-25 Helsinki   6.285       -0,7         10,19 
OMXC-20 Kopenhagen  1.531       -1,0         -4,81 
PSI 20 Lissabon    9.134       -0,7         10,54 
IBEX-35 Madrid    18.061       -1,0          4,35 
FTSE-MIB Mailand   49.291        0,0          9,67 
OBX Oslo       1.920       -0,5         20,15 
PX Prag        2.527        0,3         -5,92 
OMXS-30 Stockholm   3.111       -1,2          7,92 
WIG-20 Warschau   130.226       -1,6         12,85 
ATX Wien       5.941       -1,0         11,55 
SMI Zürich      13.135       -0,3         -1,00 
 
DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 13:50 
EUR/USD     1,1773  +0,4  0,0048     1,1725   1,1695 
EUR/JPY     184,45  +0,3  0,4800     183,97  183,8300 
EUR/CHF     0,9159  +0,1  0,0010     0,9149   0,9174 
EUR/GBP     0,864  -0,1  -0,0010      0,865   0,8636 
USD/JPY     156,66  -0,2  -0,2500     156,91  157,1400 
GBP/USD     1,3623  +0,5  0,0072     1,3551   1,3540 
USD/CNY     6,8011  0,0  -0,0003     6,8014   6,8300 
USD/CNH     6,7965  -0,2  -0,0114     6,8079   6,8278 
AUS/USD     0,724  +0,4  0,0031     0,7209   0,7176 
Bitcoin/USD 79.962,92  +0,1   93,64    79.869,28 78.806,24 
 
ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    95,98  +1,2   1,17      94,81 
Brent/ICE    101,57  +1,5   1,51     100,06 
 
Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.709,77  +0,5   24,59    4.685,18 
Silber      80,06  +2,0   1,59      78,48 
Platin    2.035,27  +0,7   13,27    2.022,00 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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May 08, 2026 12:18 ET (16:18 GMT)

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