DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo-Umfrage: Jedes zwölfte Unternehmen sieht Existenz gefährdet
Die wirtschaftliche Anspannung in Deutschland nimmt weiter zu. Laut der aktuellen Ifo-Konjunkturumfrage vom April befürchten 8,1 Prozent der Unternehmen - also etwa jedes zwölfte - den Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenz. Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, begründete die düsteren Aussichten mit der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit und rechnet für die kommenden Monate mit einer weiterhin hohen Zahl an Insolvenzen.
Beherbergungsbetriebe verbuchen im März mehr Übernachtungen
Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im März 33,6 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste verbucht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren das 3,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland nahm im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,8 Prozent auf 28,3 Millionen zu. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland sank leicht um 0,4 Prozent auf 5,2 Millionen.
Chinesische Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet
Die Erzeugerpreise sind in China im April wegen der weltweit hohen Energiepreise den zweiten Monat in Folge gestiegen. Wie das Nationale Statistikamt mitteilte, kletterte der Erzeugerpreisindex (PPI) im April im Jahresvergleich um 2,8 Prozent und damit stärker als von Volkswirten mit 1,7 Prozent erwartet wurde. Auf Monatsbasis stieg der chinesische Erzeugerpreisindex im April um 1,7 Prozent, das war das schnellste Tempo seit über vier Jahren.
Chinas Exporte wachsen stark - Kaum Grund für politische Anpassung
Chinas jüngste Exportdaten signalisieren, dass Peking in naher Zukunft wahrscheinlich keine wesentlichen politischen Anpassungen vornehmen werde, schreiben die Ökonomen der Citi in einer Research Note. Die Handelsdaten für April haben Stärke in Sektoren wie Technologiegütern und Autos gezeigt, was darauf hindeute, dass die Exporte ein wichtiger Wachstumstreiber blieben, meinen sie. Die Citi erwartet, dass Chinas ungleiche "K-förmige" wirtschaftliche Erholung in naher Zukunft ohne wesentliche politische Änderungen anhalten wird.
Trump: Antwort des Iran auf US-Vorschlag "völlig inakzeptabel"
Die Antwort des Iran auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump inakzeptabel. "Ich habe gerade die Antwort der sogenannten 'Vertreter' des Iran gelesen. Sie gefällt mir nicht - Völlig inakzeptabel!", schrieb er am Sonntag in den sozialen Medien. Der Iran hat dem Vermittler Pakistan formell eine Antwort auf den jüngsten US-Vorschlag übermittelt, die keine Zusagen bezüglich des Teheraner Atomprogramms enthielt.
Öl-Futures bauen Gewinne aus - Hoffnung auf US-Iran-Abkommen schwindet
Die Öl-Futures bauen ihre Gewinne im asiatischen Nachmittagshandel angesichts schwindender Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran aus. Die Ölpreise "steigen stark an, nachdem Präsident Trump den jüngsten Friedensplanvorschlag des Iran abgelehnt habe", schreibt das Rohstoffstrategie-Team von ING in einem Research-Bericht. "Die Ölpreise reagieren weiterhin äußerst sensibel auf Störgeräusche im Zusammenhang mit dem Iran, was die Bedeutung der anhaltenden Lieferunterbrechungen im Persischen Golf unterstreiche", fügt das Team hinzu.
Märkte warten auf Treffen von Trump und Xi Jinping diese Woche
Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im weiteren Verlauf dieser Woche wird im Fokus der globalen Märkte stehen. "Neben Zöllen, Technologie, Seltenen Erden und Agrarkäufen werde auch der Krieg im Iran auf der Tagesordnung stehen, wenn Trump am Donnerstag und Freitag in Peking mit Xi Jinping zusammentreffen werde, obwohl wir an keiner Front größere 'Deals' erwarten", schreibt August Hyldgaard von der Danske Bank in einer Research Note. Unterdessen haben die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar am Wochenende Drohnenangriffe gemeldet, was den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran brüchig macht.
Fed-Präsident Goolsbee warnt: KI-Boom könnte zu Stagflation führen
Der erwartete Produktivitätsboom durch Künstliche Intelligenz (KI) könnte zu Stagflation führen, sollte er hinter den Erwartungen zurückbleiben - und zu höheren Zinsen, sollte er die Erwartungen erfüllen, sagte Austan Goolsbee, Präsident der Federal Reserve Bank von Chicago. Diese Äußerungen stellen die Argumente für günstigere Kreditkosten infrage. Diese wurden von Kevin Warsh und der Regierung von Präsident Donald Trump vorgebracht.
US-Arbeitsmarktdaten erlauben Fed Fokus auf Inflations-Aufwärtsrisiken
Die US-Arbeitsmarktdaten für April stützen die Ansicht der US-Notenbank Federal Reserve, dass der Arbeitsmarkt stabil ist und sich die Fed vorerst auf die Aufwärtsrisiken für die Inflation konzentrieren kann, schreiben Elisabet Kopelman und Olle Holmgren von SEB in einer Research Note. Das Beschäftigungswachstum habe die Erwartungen übertroffen, die Arbeitslosenquote sei stabil geblieben und das Lohnwachstum sei gedämpft ausgefallen, schreiben sie. "Steigende Energiepreise könnten künftig zu einer größeren Herausforderung für den Arbeitsmarkt werden, aber vorerst untermauerten die Daten das Bild einer widerstandsfähigen US-Wirtschaft", schreiben die US-Ökonomin und Fed-Beobachterin Kopelman und der Chefstratege für Schweden Holmgren.
+++ Konjunkturdaten +++
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern Apr +0,7% gg Vm
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern Apr +3,2% gg Vj
Norwegen Verbraucherpreise Apr +0,4% gg Vm, +3,4% gg Vj
DJG/DJN/apo
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May 11, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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