DJ MARKT USA/Leichtes Minus - Im Iran-Krieg zeichnet sich keine Lösung ab
Die Rekordjagd an der Wall Street dürfte zu Wochenbeginn zunächst beendet sein. Nachdem US-Präsident Donald Trump die Antwort des Iran auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "inakzeptabel" bezeichnet hat, sinken die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges. Damit bleibt auch die wichtige Straße von Hormus weiter geschlossen. Ablesen läßt sich das an wieder steigenden Ölpreisen. Ein Barrel der Sorte Brent verteuert sich um 2,5 Prozent auf knapp 104 Us-Dollar. Der Future auf den S&P-500 gibt um 0,1 Prozent nach.
"Man sollte erwarten, dass der Markt von der Flut der Schlagzeilen und dem Hin und Her zunehmend ermüdet", merken die Analysten von ING an. "Die Ölpreise bleiben jedoch sehr empfindlich für Störgeräusche im Zusammenhang mit dem Iran, was die Bedeutung der anhaltenden Lieferunterbrechungen im Persischen Golf unterstreicht." Die Märkte konzentrieren sich nun auf das Treffen von Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im weiteren Verlauf dieser Woche, wobei die Hoffnung besteht, dass die Gespräche Fortschritte in der Iran-Frage bringen könnten. Xi will ein Ende des Iran-Krieges, da die Instabilität im Nahen Osten die Ölversorgung Chinas bedroht und die Nachfrage nach chinesischen Exporten schwächt.
Die Agenda bei den US-Konjunkturdaten ist zu Wochenbeginn weitgehend leer. Es werden nur die Verkäufe bestehender Häuser für den April bekannt gegeben. Mit Spannung wird schon auf die Inflationsdaten für den April am Dienstag gewartet. Hier dürfte sich der starke Anstieg der Ölpreise seit dem Beginn des Iran-Krieges deutlich bemerkbar machen, so die Erwartung der Marktteilnehmer.
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May 11, 2026 05:41 ET (09:41 GMT)
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