DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Chinas Erzeugerpreise dürften 2026 weiter steigen
Die chinesischen Erzeugerpreise dürften im Jahr 2026 weiter steigen, schreibt Ho Woei Chen von UOB in einem Kommentar. Chinas Verbraucher- und Erzeugerpreise seien im April stärker als erwartet gestiegen, meint die Ökonomin. Die Preisentwicklung deute darauf hin, dass die Erzeugerpreise für das Gesamtjahr die Prognose von UOB wahrscheinlich übertreffen werden, da höhere Energiepreise und Rohstoffkosten in den folgenden Monaten anhalten dürften, so die Ökonomin. Insbesondere dürften die Ölpreise erhöht bleiben, bis die Störung auf dem physischen Markt nachlasse, was Monate dauern könnte, fügt sie hinzu.
Chinas starke Exporte dürften anhalten - Binnennachfrage bleibt schwach
Chinas zweigeteilte Konjunktur - starke Exporte gegenüber einer schwachen Binnennachfrage - dürfte in diesem Jahr anhalten, schreiben die Ökonomen von Barclays in einem Kommentar. Die Exporte dürften ein entscheidender Wachstumstreiber bleiben, gestützt durch Greentech- und KI-bezogene Produkte, wobei die Nettoexporte in diesem Jahr etwa 30 Prozent zum BIP-Wachstum beitragen dürften, so die Ökonomen. Hochfrequente Schifffahrtsdaten zeigten für Mai weiterhin starke Exporte, merken sie an. Im Gegensatz dazu dürfte der Beitrag des Binnenkonsums angesichts eines sich verschlechternden Arbeitsmarktes und geringerer konsumfördernder Subventionen unter 50 Prozent fallen, so die Ökonomen.
Chinas Exporte und Importe dürften sich kurzfristig behaupten
Chinas Exporte und Importe dürften sich kurzfristig behaupten, nachdem eine technologiegestützte Widerstandsfähigkeit die Handelsdaten des Landes für April angehoben hat, schreiben die Ökonomen von BofA Securities in einer Research Note. Der anhaltende Boom bei den Investitionsausgaben für künstliche Intelligenz dürfte für zyklische Unterstützung sorgen, schreiben sie. Allerdings merken sie an, dass die in den Handelsdaten zu sehende Stärke größtenteils von den Preisen herrühre, da die Volumina relativ stabil geblieben seien.
Iran will über Atomprogramm später verhandeln
Der Iran hat erklärt, seine mehrseitige Antwort auf den Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges sei ein "großzügiges und verantwortungsbewusstes" Gegenangebot, dessen Schwerpunkt auf der Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus liege. Entscheidungen über das Atomprogramm würden auf den "richtigen Zeitpunkt" verschoben. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, sagte, der Iran wolle sich mit "dem Dringenden" befassen, nämlich "einem Ende des Krieges in all seinen Formen, einschließlich im Libanon". Er fügte hinzu, dass Teherans Antwort laut dem staatlichen Sender IRIB die Freigabe der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte beinhalte. "Wir werden zu gegebener Zeit darüber beraten, welche Entscheidung hinsichtlich des iranischen Atomprogramms und der Materialien zu treffen ist."
Iran dürfte dringendstes Thema bei Trump-Xi-Gipfel sein
Der Iran dürfte das dringendste Thema des bevorstehenden Treffens zwischen Trump und Xi sein, meint Charu Chanana, Chefanlagestrategin der Saxo Bank. Das wahrscheinlichste Ergebnis sei möglicherweise kein dramatisches, öffentliches Abkommen, sondern ein subtileres Signal, dass beide Seiten sich über die Notwendigkeit einig seien, eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu vermeiden und die Schifffahrtswege offen zu halten, um einen diplomatischen Weg zu unterstützen. Das wäre für die Märkte dennoch von Bedeutung, merkt sie an. Wenn davon ausgegangen werde, dass China dazu beitrage, die Ölströme aufrechtzuerhalten, könnte der Rohölpreis einen Teil seiner Kriegsprämie einbüßen, fügt sie hinzu.
DJG/DJN/apo
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May 11, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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