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MÄRKTE USA/Etwas fester - Noch keine Lösung im Iran-Krieg in Sicht

DJ MÄRKTE USA/Etwas fester - Noch keine Lösung im Iran-Krieg in Sicht

DOW JONES--Die Rekordjagd an der Wall Street setzt sich zu Wochenbeginn fort, wenn auch in kleinen Schritten. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs sind geschwunden, nachdem US-Präsident Donald Trump die Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "inakzeptabel" bezeichnet hat. Damit bleibt auch die wichtige Straße von Hormus vorerst geschlossen. Ablesen lässt sich das an den wieder steigenden Ölpreisen. Ein Barrel der Sorte Brent legt um 2,6 Prozent zu auf 103,95 US-Dollar, hatte im Verlauf aber auch schon deutlicher im Plus gelegen. Trump sagte dem Sender Fox News, er erwäge die Wiederaufnahme des Project Freedom genannten Geleitschutzes für Handelsschiffe auf der Route durch die Straße von Hormus.

Der Dow-Jones-Index notiert gegen Mittag (Ortszeit New York) kaum verändert bei 49.606 Punkten. Der S&P-500 steigt um 0,3 Prozent und für den Nasdaq-Composite geht es um 0,4 Prozent nach oben.

"Man sollte erwarten, dass der Markt von der Flut der Schlagzeilen und dem Hin und Her zunehmend ermüdet", merken die Analysten von ING an. "Die Ölpreise bleiben jedoch sehr empfindlich für Störgeräusche im Zusammenhang mit dem Iran, was die Bedeutung der andauernden Lieferunterbrechungen im Persischen Golf unterstreicht." Die Märkte konzentrieren sich nun auf das Treffen von Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im weiteren Verlauf dieser Woche, wobei die Hoffnung besteht, dass die Gespräche Fortschritte in der Iran-Frage bringen könnten. Xi will ein Ende des Iran-Krieges, da die Instabilität im Nahen Osten die Ölversorgung Chinas bedroht und die Nachfrage nach chinesischen Exporten schwächt.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist zu Wochenbeginn weitgehend leer. Es wurden nur die Verkäufe bestehender Häuser für den April bekannt gegeben. Sie stiegen etwas weniger stark als angenommen. Mit Spannung wird auf die Inflationsdaten für April am Dienstag gewartet. Hier dürfte sich der starke Anstieg der Ölpreise seit dem Beginn des Iran-Krieges deutlich bemerkbar machen, so die Erwartung der Marktteilnehmer.

Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen, da die Chancen auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran schwinden, was die Ölpreise hochhält. "Die Märkte konzentrierten sich weiterhin auf den mangelnden Fortschritt bei den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran, nachdem US-Präsident Trump den jüngsten Vorschlag des Irans abgelehnt hatte", schreibt Devisen-Analyst Fadi Al Kurdi von FFA Kings. Die diplomatische Sackgasse habe die Sorgen über Störungen der Energieversorgung hochgehalten, was höhere Ölpreise stütze und die Inflationserwartungen verstärke, merkt er an. Für die Rendite zehnjähriger Papiere geht es um 3,0 Basispunkte auf 4,39 Prozent nach oben. Der Dollar-Index gibt die leichten Gewinne aus dem Verlauf wieder ab und zeigt sich wenig verändert.

Der Goldpreis erholt sich von zwischenzeitlichen Verlusten und dreht ins Plus. Die Feinunze erhöht sich um 0,4 Prozent auf 4.732 Dollar.

Bei den Einzelwerten geht es für die Chip-Werte Intel und Micron weiter aufwärts. Micron (+6,7%) könnte von möglichen Störungen beim südkoreanischen Konkurrenten Samsung Electronics profitieren, falls die Gespräche zur Abwendung eines Streiks scheitern. Für die Intel-Aktie geht es um weitere 2,1 Prozent nach oben. Intel und Apple haben offenbar eine vorläufige Vereinbarung getroffen, nach der Intel einen Teil der Chips für Apple-Geräte herstellen soll, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen zum Wochenausklang erklärten. Dies hatte die Intel-Aktie am Freitag um knapp 14 Prozent nach oben katapultiert.

Die Aktien von Moderna steigen um 0,8 Prozent. Das Pharma-Unternehmen hatte gegenüber Medien mitgeteilt, dass es bereits vor dem jüngsten Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff an Impfstoffen zum Schutz vor Hanta-Viren geforscht habe.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.605,52  -0,0   -3,64    49.609,16 
S&P-500     7.423,34  +0,3   +24,41    7.398,93 
NASDAQ Comp  26.344,39  +0,4   +97,32    26.247,08 
NASDAQ 100   29.361,25  +0,4  +126,26    29.234,99 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,92 +0,03    3,93      3,91 
5 Jahre       4,04 +0,03    4,05      4,03 
10 Jahre      4,39 +0,03    4,40      4,38 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:16 
EUR/USD      1,1779  -0,0  -0,0005     1,1784   1,1775 
EUR/JPY      184,97  +0,2   0,3400     184,63  184,4700 
EUR/CHF      0,9156  +0,1   0,0006     0,9150   0,9150 
EUR/GBP      0,863  -0,2  -0,0013     0,8643   0,8641 
USD/JPY      157,02  +0,2   0,3700     156,65  156,6400 
GBP/USD      1,3646  +0,1   0,0014     1,3632   1,3623 
USD/CNY      6,7948  -0,1  -0,0057     6,8005   6,8011 
USD/CNH      6,7915  -0,1  -0,0035     6,7950   6,7965 
AUS/USD      0,7256  +0,2   0,0012     0,7244   0,7241 
Bitcoin/USD  81.331,53  +0,8   652,22    80.679,31 79.944,80 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     97,98  +2,7    2,56      95,42 
Brent/ICE     103,95  +2,6    2,66     101,29 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.732,30  +0,4   17,89    4.714,41 
Silber       85,93  +7,0    5,60      80,32 
Platin     2.122,66  +3,3   67,31    2.055,35 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

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May 11, 2026 12:11 ET (16:11 GMT)

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