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MÄRKTE USA/Gut behauptet - Iran-Krieg und Warten auf Inflationsdaten bremsen

DJ MÄRKTE USA/Gut behauptet - Iran-Krieg und Warten auf Inflationsdaten bremsen

DOW JONES--Die Rekordjagd an der Wall Street hat sich zu Wochenbeginn fortgesetzt, wenn auch in kleinen Schritten. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs haben einen Dämpfer erhalten, sind aber nicht ganz verschwunden, nachdem US-Präsident Donald Trump die Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "inakzeptabel" bezeichnet hat. Damit bleibt auch die wichtige Straße von Hormus vorerst geschlossen. Ablesen ließ sich das an den wieder steigenden Ölpreisen. Ein Barrel der Sorte Brente legt um 2,9 Prozent zu auf 104,21 US-Dollar, hatte im Verlauf aber auch schon deutlicher im Plus gelegen. Trump sagte dem Sender Fox News, er erwäge die Wiederaufnahme des Project Freedom genannten Geleitschutzes für Handelsschiffe auf der Route durch die Straße von Hormus.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,2 höher bei 49.704 Punkten. Der S&P-500 stieg um 0,2 Prozent und für den Nasdaq-Composite ging es um 0,1 Prozent nach oben. Beide Indizes erreichten im Verlauf neue Rekordstände. An der Nyse wurden 1.109 (Freitag: 1.589) Kursgewinner gesehen, denen 1.650 (1.138) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert gingen 58 (94) Titel aus dem Handel.

"Man sollte erwarten, dass der Markt von der Flut der Schlagzeilen und dem Hin und Her zunehmend ermüdet", merkten die Analysten von ING an. "Die Ölpreise bleiben jedoch sehr empfindlich für Störgeräusche im Zusammenhang mit dem Iran, was die Bedeutung der andauernden Lieferunterbrechungen im Persischen Golf unterstreicht." Die Märkte konzentrieren sich nun auf das Treffen von Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im weiteren Verlauf dieser Woche, wobei die Hoffnung besteht, dass die Gespräche Fortschritte in der Iran-Frage bringen könnten. Xi will ein Ende des Iran-Krieges, da die Instabilität im Nahen Osten die Ölversorgung Chinas bedroht und die Nachfrage nach chinesischen Exporten schwächt.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten war zu Wochenbeginn weitgehend leer. Es wurden nur die Verkäufe bestehender Häuser für den April bekannt gegeben. Sie stiegen etwas weniger stark als angenommen. Mit Spannung wird auf die Inflationsdaten für April am Dienstag gewartet. Hier dürfte sich der starke Anstieg der Ölpreise seit dem Beginn des Iran-Krieges deutlich bemerkbar machen, so die Erwartung der Marktteilnehmer.

Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen, da die Chancen auf ein baldiges Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran schwinden, was die Ölpreise hochhält. "Die Märkte konzentrierten sich weiterhin auf den mangelnden Fortschritt bei den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran, nachdem US-Präsident Trump den jüngsten Vorschlag des Irans abgelehnt hatte", schrieb Devisen-Analyst Fadi Al Kurdi von FFA Kings. Die diplomatische Sackgasse habe die Sorgen über Störungen der Energieversorgung hochgehalten, was höhere Ölpreise stütze und die Inflationserwartungen verstärke, merkte er an. Für die Rendite zehnjähriger Papiere ging es um 5 Basispunkte auf 4,41 Prozent nach oben. Der Dollar-Index zeigte sich behauptet.

Der Goldpreis erholt sich von zwischenzeitlichen Verlusten und dreht knapp ins Plus. Die Feinunze erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 4.736 Dollar.

Bei den Einzelwerten ging es für die Chip-Werte Intel und Micron weiter aufwärts. Micron (+6,5%) könnte von möglichen Produktionsstörungen beim südkoreanischen Konkurrenten Samsung Electronics profitieren, falls die Gespräche zur Abwendung eines Streiks scheitern. Für die Intel-Aktie ging es um weitere 3,6 Prozent nach oben. Intel und Apple haben offenbar eine vorläufige Vereinbarung getroffen, nach der Intel einen Teil der Chips für Apple-Geräte herstellen soll, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen zum Wochenausklang erklärten. Dies hatte die Intel-Aktie am Freitag um knapp 14 Prozent nach oben katapultiert. Einem Medienbericht zufolge spricht Intel überdies mit der südkoreanischen SK Hynix über die Bereitstellung von Chip-Packaging-Technik. Mit Seagate (+6,6%) und Western Digital (+7,5%) waren zwei weitere Chipaktien gesucht. Beobachter sprachen von ungebrochener KI-Begeisterung.

Die Aktien von Moderna (-2,7%) profitierten nicht nachhaltig von den Forschungen des Pharma-Unternehmens zu Impfstoffen zum Schutz vor Hantaviren. Nachdem das Virus bei mehreren Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff festgestellt worden war, hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO schon am Freitag darauf hingewiesen, dass der Hantavirusausbruch nicht die Dimension der Covid-Pandemie erreichen werde.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.704,47  +0,2   +95,31    49.609,16 
S&P-500     7.412,84  +0,2   +13,91    7.398,93 
NASDAQ Comp  26.274,13  +0,1   +27,05    26.247,08 
NASDAQ 100   29.320,66  +0,3   +85,66    29.234,99 
 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,95 +0,06    3,95      3,91 
5 Jahre       4,07 +0,06    4,07      4,03 
10 Jahre      4,41 +0,05    4,41      4,38 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:16 
EUR/USD      1,1776  -0,1  -0,0008     1,1784   1,1775 
EUR/JPY      185,16  +0,3   0,5300     184,63  184,4700 
EUR/CHF      0,9163  +0,1   0,0013     0,9150   0,9150 
EUR/GBP      0,8646  +0,0   0,0003     0,8643   0,8641 
USD/JPY      157,21  +0,4   0,5600     156,65  156,6400 
GBP/USD      1,3616  -0,1  -0,0016     1,3632   1,3623 
USD/CNY      6,7948  -0,1  -0,0057     6,8005   6,8011 
USD/CNH      6,793  -0,0  -0,0020     6,7950   6,7965 
AUS/USD      0,7247  +0,0   0,0003     0,7244   0,7241 
Bitcoin/USD  82.005,87  +1,6  1.326,56    80.679,31 79.944,80 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     98,25  +3,0    2,83      95,42 
Brent/ICE     104,21  +2,9    2,92     101,29 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.736,18  +0,5   21,77    4.714,41 
Silber       86,04  +7,1    5,72      80,32 
Platin     2.132,68  +3,8   77,33    2.055,35 
 
 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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