DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
TAGESTHEMA
Der US-Senat hat einen weiteren Verfahrensschritt zur Bestätigung von Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve unternommen und seine Nominierung zur endgültigen Abstimmung über die Aufnahme in den Board der Fed weitergeleitet. Der Senat stimmte mit 49 zu 44 Stimmen dafür, die Debatte über Warshs Nominierung für den Board zu beenden - ein Verfahren, das es dem Senat ermöglicht, zur endgültigen Abstimmung über die Angelegenheit überzugehen. Das Abstimmungsergebnis folgte weitgehend den Parteigrenzen. John Fetterman aus Pennsylvania und Chris Coons aus Delaware waren die einzigen Demokraten, die für die Weiterleitung der Nominierung stimmten. Die Opposition der Demokraten konzentrierte sich auf Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed angesichts der intensiven Kampagne von Präsident Donald Trump gegen die Zentralbank unter dem Vorsitz von Jerome Powell.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
06:30 JP/Mazda Motor Corp, Jahresergebnis
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
14:30 Realeinkommen April
14:30 Verbraucherpreise April
PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+3,7% gg Vj
zuvor: +0,9% gg Vm/+3,3% gg Vj
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+2,7% gg Vj
zuvor: +0,2% gg Vm/+2,6% gg Vj
ÜBERSICHT INDIZES
Index zuletzt +/- % E-Mini-Future S&P-500 7.422,25 -0,2 E-Mini-Future Nasdaq-100 29.291,50 -0,5 S&P/ASX 200 (Sydney) 8.668,60 -0,4 Topix-500 (Tokio) 3.870,98 +0,8 Kospi (Seoul) 5.093,54 -2,7 Shanghai-Composite 4.209,43 -0,4 Hang-Seng-Index (Hongkong) 26.435,98 +0,1
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
An den Aktienmärkten setzt sich im späten Geschäft kein klarer Trend durch. Allerdings zeigen einige Börsen wie jene in Südkorea eine starke Volatilität auf. Insgesamt lässt sich in der Region beobachten, dass die von Halbleiterwerten getriebene Rally an Schwung verliert. Dazu rückt der Iran-Krieg wieder stärker ins Bewusstsein, dessen Ende nicht absehbar ist. Die Risiken im Nahen Osten blieben hoch, urteilt NAB-Devisenstratege Rodrigo Catril. Nach einem erneuten Allzeithoch und Aufschlägen von rund 1,7 Prozent dreht der südkoreanische Kospi nach unten ab - zwischenzeitlich waren es knapp 4 Prozent. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen, insbesondere im heiß gelaufenen Halbleitersektor. Samsung Electronics büßen 2,7 Prozent ein, SK Hynix verzeichnen starke Kursschwankungen und halten sich 0,3 Prozent im Plus. Samsung droht ab 21. Mai ein Streik, sollte mit den Gewerkschaften keine Einigung erzielt werden. In Japan steigen die Kurse dagegen. Hier trägt die Begeisterung für Künstliche Intelligenz vor allem Chiptitel weiter nach oben - auch Metallwerte sind erneut gefragt. Renesas Electronics legen um 7,9 Prozent zu. Mitsubishi Heavy Industries verlieren nach Zahlenvorlage 1,2 Prozent, Mazda steigen nach starken Zahlen um 6,4. In China finden die Börsen keinen einheitlich Trend. Im Fokus steht das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping am Donnerstagmorgen. Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sind nach Einschätzung von Julius Bär derzeit keine treibende Kraft für chinesische Aktien. Das australische Geschäftsklima hat im April in der Flaute verharrt, erläutert die Citi. Die Kurse zeigen sich knapp behauptet.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 49.704,47 +0,2 +95,31 49.609,16
S&P-500 7.412,84 +0,2 +13,91 7.398,93
NASDAQ Comp 26.274,13 +0,1 +27,05 26.247,08
NASDAQ 100 29.320,66 +0,3 +85,66 29.234,99
Montag Freitag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,34 Mrd 1,25 Mrd
Gewinner 1.098 1.589
Verlierer 1.661 1.138
Unverändert 74 94
Gut behauptet - S&P-500 und Nasdaq-Composite erreichten neue Rekordhochs. Die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs erhielten zwar einen Dämpfer, leben aber weiter, nachdem US-Präsident Donald Trump die Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "inakzeptabel" bezeichnet hatte. Viele Anleger dürften sich in Erwartung der US-Verbraucherpreisdaten für April am Dienstag zurückgehalten haben, hieß es. Beobachter erwarten, dass die hohen Ölpreise die Inflation weiter nach oben getrieben haben, was entsprechende Spekulationen über die weitere Geldpolitik hervorrufen dürfte. Für die Chipwerte Intel und Micron ging es weiter aufwärts. Micron könnte von möglichen Produktionsstörungen beim südkoreanischen Konkurrenten Samsung Electronics profitieren, falls die Gespräche zur Abwendung eines Streiks scheitern sollten, hieß es. Der Kurs gewann 6,5 Prozent, Intel stiegen um 3,6 Prozent. Einem Medienbericht zufolge spricht Intel mit der südkoreanischen SK Hynix über die Bereitstellung von Chip-Packaging-Technik. Mit Seagate (+6,6%) und Western Digital (+7,5%) waren weitere Chipaktien gesucht. Marktteilnehmer sprachen von ungebrochener KI-Begeisterung. Moderna gaben um 2,7 Prozent nach und profitierten nicht von Forschungen zu Impfstoffen zum Schutz vor Hantaviren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte schon am Freitag betont, dass der jüngste Hantavirusausbruch nicht die Dimension der Covid-Pandemie erreichen werde.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,95 +0,06 3,95 3,91 5 Jahre 4,07 +0,06 4,07 4,03 10 Jahre 4,41 +0,05 4,41 4,38
Der Anstieg der Ölpreise nährte Inflationssorgen und damit auch die Befürchtung länger auf hohem Niveau verharrender Zinsen. Daraufhin zogen die US-Anleiherenditen an; die Zehnjahresrendite stieg um 5 Basispunkte auf 4,41 Prozent.
DEVISENMARKT
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 09:41 % YTD EUR/USD 1,1754 -0,2 1,1782 1,1771 +0,1 EUR/JPY 185,37 +0,1 185,25 184,87 +0,8 EUR/GBP 0,8657 +0,0 0,8654 0,8653 -0,7 USD/JPY 157,69 +0,3 157,16 157,06 +0,7 USD/KRW 1.484,80 +0,7 1.473,98 1.471,92 +3,1 USD/CNY 6,7930 -0,0 6,7948 6,7951 -2,9 USD/CNH 6,7911 0,0 6,7911 6,7917 -2,6 USD/HKD 7,8284 0,0 7,8284 7,8283 +0,6 AUD/USD 0,7228 -0,3 0,7247 0,7240 +8,3 NZD/USD 0,5954 -0,2 0,5963 0,5947 +3,4 BTC/USD 81.271,17 -0,7 81.803,17 80.733,65 -7,3
Wenig Bewegung gab es beim Dollar, der weder von seiner Eigenschaft als Fluchtwährung in Krisenzeiten, noch von den steigenden Anleiherenditen profitierte. Die Anleger hätten sich vor den US-Verbraucherpreisen am Dienstag zurückgehalten, hieß es.
ROHSTOFFE
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.719,03 -0,3 -15,06 4.734,09 Silber 86,09 +0,0 0,00 86,09 Platin 2.095,19 -1,7 -36,19 2.131,38 Angaben ohne Gewähr
Der Goldpreis erholte sich von zwischenzeitlichen Verluste und drehte knapp ins Plus. Die gestiegenen Marktzinsen hätten allerdings zugleich den Anstieg des zinslos gehaltenen Edelmetalls gebremst, hieß es. Der Preis für die Feinunze stieg um 0,2 Prozent auf 4.725 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 98,87 +0,8 0,80 98,07 Brent/ICE 104,89 +0,7 0,68 104,21
Die gedämpften Aussichten auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs trieben die Ölpreise nach oben. Der Preis für Brentöl erhöhte sich um 2,9 Prozent auf 104,21 Dollar.
MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR
IRAN-KRIEG
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben laut mit den Vorgängen vertrauten Personen Militärschläge gegen den Iran ausgeführt. Dies macht die Golfmonarchie zu einer aktiven Kriegspartei in einem Konflikt, in dem sie bislang das wichtigste Ziel iranischer Angriffe war. Ihr Militär ist gut mit im Westen hergestellten Kampfflugzeugen und Überwachungsnetzwerken ausgestattet. Die Angriffe deuten darauf hin, dass das Land nun eher bereit ist, diese einzusetzen, um seine Wirtschaftskraft und seinen wachsenden Einfluss im Nahen Osten zu schützen.
KI-BEDROHUNG JAPAN
Japan verstärkt seine Bemühungen zur Abwehr neuer Bedrohungen durch Künstliche Intelligenz. Premierministerin Sanae Takaichi wies ihren Digitalminister und andere zuständige Beamte an, Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur vor hochmodernen KI-Modellen zu entwickeln und Cybersicherheitslücken zu identifizieren. Zuletzt hatten Regierungsvertreter vor neuen Modellen wie Mythos von Anthropic gewarnt.
WECHSELKURSE YEN - DOLLAR
Die USA und Japan haben ihr Bekenntnis bekräftigt, eng zusammenzuarbeiten, um den Devisenmarkt zu überwachen, wie Japans Finanzministerin nach einem Treffen mit dem US-Finanzminister Scott Bessent sagte. Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, dass bei ihrem Treffen mit Bessent beide Seiten bekräftigt hätten, dass sie im Einklang mit einer gemeinsamen Erklärung handelten, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde und ausdrücklich die Option von Währungsinterventionen erwähnt.
INFLATION CHINA
Die Zentralbank hat vor importierten Inflationsrisiken durch höhere weltweite Öl- und Rohstoffpreise gewarnt. Sie sagte gleichzeitig zu, eine "moderat lockere" Geldpolitik beizubehalten, um das Wirtschaftswachstum zu stützen. In ihrem geldpolitischen Bericht für das erste Quartal erklärte die People's Bank of China (PBoC), dass die Risiken einer importierten Inflation "genau überwacht" werden müssten.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
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May 12, 2026 01:38 ET (05:38 GMT)
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