DJ ZEW-Index steigt im Mai wider Erwarten
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Die Stimmung von Finanzanalysten aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen hat sich im Mai wider Erwarten aufgehellt. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen stieg auf minus 10,2 Punkte von minus 17,2 Punkten im Vormonat, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen mit einem Rückgang auf minus 20,5 Punkte gerechnet.
Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage gab nach, und zwar auf minus 77,8 Punkte nach minus 73,7 Zählern im Vormonat. Ökonomen hatten einen Rückgang auf minus 78,0 Punkte erwartet.
"Die Erwartungen hellen sich auf, verbleiben aber im negativen Bereich. Die Expertinnen und Experten hoffen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die schwache Industrieproduktion, steigende Energiepreise und eine Inflationsrate oberhalb der 2-Prozent-Marke belasten die deutsche Wirtschaft jedoch weiterhin."
Für die zweite Jahreshälfte 2026 zeichne sich ein vorsichtiges Erholungspotenzial ab, sofern der Nahost-Konflikt abklinge und die staatlichen Konjunkturimpulse ihre Wirkung entfalteten, fügte Wambach hinzu.
Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich im Mai. Der entsprechende Indikator stieg um 11,3 Punkte gegenüber dem Vormonat auf minus 9,1. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum erhöhte sich um 1,6 auf minus 41,4 Zähler.
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May 12, 2026 05:17 ET (09:17 GMT)
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