DJ MARKT USA/Leichter - Zwischen Iran-Krieg und US-Inflationsdaten
Mit moderaten Abschlägen dürfte die Wall Street am Dienstag in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 fällt um 0,4 Prozent. Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran wirkt brüchig, die Anzeichen mehren sich, dass sich der Nahost-Konflikt und damit die Sperrung der Straße von Hormus hinzieht. US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, der Waffenstillstand werde "künstlich am Leben erhalten" und er werde nicht von seinen Forderungen abrücken, dass der Iran sein Atomprogramm aufgibt. Der Iran ist im Gegenzug bereit, "eine wohlverdiente Antwort auf jede Aggression zu geben."
Die wieder zunehmende Unsicherheit zeigt sich in weiter steigenden Ölpreisen. Ein Fass der Sorte Brent verteuert sich um 2,9 Prozent auf 107,27 Dollar. Für den Dollar geht es nach oben, der Euro fällt auf 1,1746 Dollar. Die US-Währung dürfte dabei auch wieder Zulauf als sicherer Hafen erfahren.
Für einen wesentlichen Impuls könnten aber die noch vor der Startglocke anstehenden US-Inflationsdaten für April sorgen, in denen sich der starke Ölpreisanstieg seit dem Beginn des Iran-Krieges niederschlagern dürfte. "Es geht weiter nach oben, nicht nur mit dem Verbraucherpreisindex, sondern auch mit der Inflationsrate. Diese wird nochmals spürbar zulegen und in Richtung der Marke von 4 Prozent steigen", heißt es von der Helaba. Weil die US-Notenbank ein Niveau von 2 Prozent anstrebt, dürfte ein unerwartet hohe Inflationsrate schnell wieder Sorgen vor Zinserhöhungen anheizen - und umgekehrt.
Am US-Anleihemarkt geht es nach dem Anstieg der Renditen am Vortag noch ruhig zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 1,0 Basispunkt auf 4,43 Prozent.
Bei den Einzelwerten fallen Hims & Hers vorbörslich um knapp 15 Prozent. Die Telemedizin-Plattform hat mit dem Quartalsergebnis die Erwartungen klar verfehlt.
Bristol Myers steigen um 0,3 Prozent. Der US-Pharmakonzern hat eine strategische Partnerschaft und ein Lizenzabkommen mit dem chinesischen Arzneimittelhersteller Hengrui Pharmaceuticals geschlossen. Das Geschäft könnte mehr als 15 Milliarden Dollar wert sein. Die Unternehmen kündigten eine Zusammenarbeit an, um 13 in einem frühen Stadium befindliche Medikamentenprogramme voranzutreiben.
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