DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
ZEW-Index steigt im Mai wider Erwarten
Die Stimmung von Finanzanalysten aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen hat sich im Mai wider Erwarten aufgehellt. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen stieg auf minus 10,2 Punkte von minus 17,2 Punkten im Vormonat, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten dagegen mit einem Rückgang auf minus 20,5 Punkte gerechnet. "Die Erwartungen hellen sich auf, verbleiben aber im negativen Bereich. Die Expertinnen und Experten hoffen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.
Trump unterstützt Aussetzung der Benzinsteuer
US-Präsident Donald Trump unterstützt die Aussetzung der bundesweiten Benzinsteuer. Er reagierte damit auf einen Anstieg der Kraftstoffpreise, der durch den Krieg im Iran ausgelöst wurde. "Ich werde es tun", sagte er zu Reportern im Oval Office. Er argumentierte, dass die Benzinpreise "wie ein Stein fallen" werden, sobald der Krieg abklingt. Auf die Frage, wie lange die Steuer ausgesetzt werden solle, sagte Trump: "Bis es angemessen ist". Er fügte hinzu, dass die Steuer einen relativ kleinen Anteil an den Benzinkosten ausmache, "aber es ist immer noch Geld".
Iran signalisiert Kampfbereitschaft und Friedensabsicht
Der Iran hat erklärt, er habe den "Finger am Abzug", während er auf den Ausgang der Verhandlungen mit den USA warte, betonte jedoch, sein Hauptaugenmerk liege auf einem dauerhaften Frieden. Fatemeh Mohajerani, eine Sprecherin der iranischen Regierung, sagte, der Iran sei nach einem "40-tägigen Krieg gegen die größte Militärmacht der Welt" weiterhin "bereit zum Handeln". US-Präsident Donald Trump hatte gewarnt, dass der Waffenstillstand mit dem Iran "künstlich am Leben erhalten" werde, nachdem Teheran seine Antwort auf den jüngsten US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges übermittelt hatte, den Trump in den sozialen Medien als "völlig inakzeptabel" zurückwies.
Bruch britischer Fiskalregeln bei Starmer-Ablösung nicht ausgemacht
Die britischen Fiskalregeln würden nicht zwangsläufig gebrochen, wenn Premierminister Keir Starmer im Falle eines Rücktritts durch einen stärker links orientierten Labour-Vorsitzenden ersetzt würde, schreiben die Analysten der Bank of America in einer Research Note. "Die potenzielle negative Marktreaktion auf jeden Hinweis auf eine lockere Fiskalpolitik deutet für uns darauf hin, dass ein Bruch der Fiskalregeln keine ausgemachte Sache ist."
Australische Regierung erwartet trotz Ausgabenkürzungen moderate Haushaltsdefizite
Die australische Regierung prognostiziert auf lange Sicht Haushaltsdefizite, die aber nicht groß ausfallen werden. Mit durchschnittlich rund 1,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den kommenden Jahren ist der Haushalt zwar nicht in perfektem Zustand, hängt aber auch nicht am Tropf. Zudem wurden erhebliche Ausgabenkürzungen angekündigt, während die Hilfen für die Haushalte zum Ausgleich der steigenden Lebenshaltungskosten bescheiden ausfallen. Der Haushalt hat auch den Grundstein für ein größeres Wirtschaftsreformprogramm gelegt, das zu einer konzertierteren Steuerreform heranwachsen könnte.
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
May 12, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
