DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Senat wählt Kevin Warsh in Board der US-Notenbank
Der US-Senat hat Kevin Warsh in den Gouverneursrat der Federal Reserve berufen, womit er auf dem besten Weg ist, nach dem Ende der Amtszeit von Jerome Powell am Freitag Vorsitzender der US-Notenbank zu werden. Die Abstimmung mit 51 zu 45 Stimmen verlief fast entlang der Parteilinien, wobei nur ein Demokrat, John Fetterman, für Warsh stimmte. In einer Anhörung zur Bestätigung im vergangenen Monat hatten die Demokraten Warsh intensiv dazu befragt, ob er dem Einfluss des Weißen Hauses auf die Fed widerstehen werde. Warsh hatte erklärt, dass er das Amt unabhängig ausüben werde.
Nvidia-CEO Huang begleitet Trump nicht auf China-Reise - Agentur
Nvidia-CEO Jensen Huang wird offenbar nicht zu den Teilnehmern der Wirtschaftsdelegation gehören, die US-Präsident Donald Trump bei seinem Besuch in China in dieser Woche begleitet. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Weißen Hauses berichtet, wurde Huang nicht eingeladen, Trump zu begleiten - im Gegensatz zu den CEOs anderer großer Technologieunternehmen wie Tim Cook von Apple und Elon Musk von Tesla. Das könnte die Hoffnungen auf einen groß angelegten Absatz von Nvidias H200-Chips in China dämpfen.
Deutscher Einzelhandelsumsatz für März nach oben revidiert
Die Umsätze des deutschen Einzelhandels sind im März nicht so stark zurückgegangen wie zunächst angenommen. Wie die Bundesbank mitteilte, sanken die Umsätze gegenüber dem Vormonat preisbereinigt um 0,8 Prozent. Vorläufig war vom Statistischen Bundesamt (Destatis) ein Rückgang von 2,0 Prozent gemeldet worden. Auf Jahressicht lagen die Umsätze der Revision zufolge um 0,8 Prozent niedriger.
US-Inflation steigt im April auf 3,8 Prozent
Der Inflationsdruck in den USA hat sich im April verstärkt, primär getrieben durch die kriegsbedingt gestiegenen Energiekosten infolge des Konflikts mit dem Iran. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und lagen um 3,8 (Vormonat: 3,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisanstieg von 0,6 Prozent und einer Jahresteuerung von 3,8 Prozent gerechnet.
US-Realeinkommen sinken im April
Die Realeinkommen in den USA sind im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, war im März ein Rückgang um 0,9 Prozent zu verzeichnen. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug den Angaben der Behörde zufolge im April saison- und inflationsbereinigt 386,02 US-Dollar nach 386,74 Dollar im Vormonat.
Abu Dhabi erwartet volle Gasproduktion erst 2027
Das staatliche Gasunternehmen von Abu Dhabi rechnet nach eigenen Angaben damit, dass es bis 2027 dauern werde, bis die Produktion in seiner wichtigsten Erdgasaufbereitungsanlage, die im April angegriffen wurde, wieder vollständig aufgenommen werden könne. Das unterstreicht die langwierigen Folgen des Konflikts, selbst wenn ein Friedensabkommen zustande kommt. Adnoc Gas gab bekannt, man hoffe, bis Ende dieses Jahres 80 Prozent der Verarbeitungskapazität in Habshan, einem der weltweit größten Gasaufbereitungskomplexe, wiederherzustellen. Adnoc hatte den Betrieb der Anlage Anfang April eingestellt, nachdem durch einen Angriff einen Brand ausgelöst worden war.
Pentagon schätzt Kosten für Iran-Krieg auf 29 Mrd USD
Ein hochrangiger Vertreter des Pentagon hat die Kosten des Iran-Kriegs auf aktuell rund 29 Milliarden Dollar geschätzt, das sind etwa 4 Milliarden Dollar mehr als bei der letzten Schätzung vor weniger als zwei Wochen. Jules Hurst, der amtierende Rechnungsprüfer des Pentagons, erklärte vor einem Unterausschuss des Repräsentantenhauses für Haushaltsfragen, dass die Kosten nun "eher bei 29 [Milliarden] Dollar" lägen, was auf zusätzliche Einsatzkosten für den Verbleib der US-Streitkräfte im Nahen Osten sowie aktualisierte Kosten für die Reparatur und den Ersatz von Ausrüstung zurückzuführen sei. Hurst deutete an, dass diese Summe weiter steigen könne.
Iran sendet den USA vor Trumps Besuch in Peking eine Botschaft
Einen Tag vor der geplanten Ankunft von US-Präsident Donald Trump in Peking zu Gesprächen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping spielt der Iran seine China-Karte aus. Der iranische Botschafter in China erklärte laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur, Peking verschaffe dem Iran diplomatische Tiefe, während er versuchte, den USA über den chinesischen Verbündeten seines Landes eine Botschaft zu übermitteln. "Die Botschaft des Iran ist klar: ein dauerhafter Waffenstillstand, die Schaffung eines nachhaltigen Friedens, die Aufhebung der Blockade und die Achtung der legitimen Rechte des Iran", sagte Reza Rahmani Fazli.
Mexiko Industrieproduktion März -1,3% (PROG: -1,0%) gg Vj
Mexiko Industrieproduktion März -0,6% gg Vormonat
US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste Woche Mai +9,6% gg Vorjahr
Brasilien Verbraucherpreise Apr +0,67% (März: +0,88%)
Brasilien Verbraucherpreise 12-Monats-Rate Apr +4,39% (März: +4,14%)
DJG/DJN/apo/sha
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May 12, 2026 13:01 ET (17:01 GMT)
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