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MÄRKTE USA/Inflationsdaten und Iran-Krieg belasten Wall Street

DJ MÄRKTE USA/Inflationsdaten und Iran-Krieg belasten Wall Street

DOW JONES--Die jüngste Rekordserie der US-Börsen hat am Dienstag ein vorläufiges Ende gefunden. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent höher bei 49.761 Punkten. Der S&P-500 büßte jedoch 0,2 Prozent ein und für den Nasdaq-Composite ging es um 0,7 Prozent nach unten. Beide Indizes hatten zu Wochenbeginn noch neue Rekordstände markiert. Den 1.101 (Montag: 1.098) Kursgewinnern standen 1.635 (1.661) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 77 (74) Titel.

Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran wirkt brüchig, die Anzeichen mehren sich, dass sich der Nahost-Konflikt und damit die Sperrung der Straße von Hormus hinzieht. US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, der Waffenstillstand werde "künstlich am Leben erhalten" und er werde nicht von seiner Forderung abrücken, dass der Iran sein Atomprogramm aufgibt. Der Iran ist im Gegenzug bereit, "eine wohlverdiente Antwort auf jede Aggression zu geben." Die wieder zunehmende Unsicherheit zeigte sich in weiter steigenden Ölpreisen. Ein Fass der Sorte Brent verteuerte sich um 3,4 Prozent auf 107,79 Dollar.

Derweil hat sich der Inflationsdruck in den USA im April verstärkt, primär getrieben durch die kriegsbedingt gestiegenen Energiekosten infolge des Konflikts mit dem Iran. So stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und lagen um 3,8 (Vormonat: 3,3) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit wurden die Erwartungen genau erfüllt.

Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,4 Prozent auf Monats- und um 2,8 (Vormonat: 2,6) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,3 Prozent und eine Jahresrate von 2,7 Prozent erwartet. Da die US-Notenbank ein Niveau von 2 Prozent anstrebt, dürfte die hohe Inflationsrate wieder Zinserhöhungssorgen anheizen, hieß es.

Die Realeinkommen in den USA sind im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken. Im Vormonat wurde noch ein Rückgang um 0,9 Prozent verzeichnet.

Für den Dollar ging es nach oben, der Euro fiel auf rund 1,1740 Dollar. Die US-Währung dürfte dabei auch wieder Zulauf als sicherer Hafen erfahren haben. Die Inflationsdaten gaben dem Devisenmarkt Beobachtern zufolge keinen zusätzlichen Impuls. Dies galt auch für den US-Anleihemarkt, wo die Renditen nach dem Anstieg am Vortag erneut kräftig zulegten. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um 5,0 Basispunkte auf 4,46 Prozent. Der Goldpreis gab nach. Die Feinunze reduzierte sich um 0,4 Prozent auf 4.714 Dollar. Teilnehmer verwiesen hier auf den stärkeren Dollar.

Am Aktienmarkt trennten sich Anleger vor allem von den zuletzt kräftig gestiegenen Chipaktien, die ihre Verluste im Verlauf aber wieder verringerten. Micron, Seagate und Western Digital verbilligten sich um bis zu 5,3 Prozent. Intel und AMD verloren 0,4 und 2,3 Prozent. Nvidia (+0,6%) hielten sich besser als der restliche Sektor und markierten im Verlauf sogar ein neues Rekordhoch. Sie könnten von einigen optimistischen Analystenkommentaren profitiert haben, die mit einer positiven Überraschung rechnen, wenn der Konzern in der kommenden Woche Zahlen vorlegt.

Ebay lehnt Übernahme durch Gamestop ab

Ebay will sich nicht von Gamestop übernehmen lassen. Wie der Betreiber des gleichnamigen Online-Marktplatzes mitteilte, hat das Board die Offerte im Volumen von 56 Milliarden US-Dollar abgelehnt. Weiter hieß es, der Konzern sei zuversichtlich, dass sein derzeitiges Managementteam gut aufgestellt sei, um das Geschäft weiterhin zu führen und das Wachstum voranzutreiben. Die Ebay-Aktie schloss 2,1 Prozent höher, Gamestop fielen um 3,3 Prozent.

Mit Enttäuschung wurden Zahlen und Ausblick von Under Armour aufgenommen. Die Aktie des Sportartikelherstellers sackte um fast 17 Prozent ab.

Die Papiere von Hims & Hers knickten um gut 14 Prozent ein. Die Telemedizin-Plattform hat mit dem Quartalsergebnis die Erwartungen klar verfehlt. Zudem wurde mitgeteilt, dass die Umstrukturierung der Angebote zur Gewichtsreduktion die Kosten in die Höhe getrieben hat.

Bristol Myers stiegen um 1,4 Prozent. Der US-Pharmakonzern hat eine strategische Partnerschaft und ein Lizenzabkommen mit dem chinesischen Arzneimittelhersteller Hengrui Pharmaceuticals geschlossen. Das Geschäft könnte mehr als 15 Milliarden Dollar wert sein. Die Unternehmen kündigten eine Zusammenarbeit an, um 13 in einem frühen Stadium befindliche Medikamentenprogramme voranzutreiben.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.760,56  +0,1   +56,09    49.704,47 
S&P-500     7.400,97  -0,2   -11,87    7.412,84 
NASDAQ Comp  26.088,20  -0,7  -185,92    26.274,13 
NASDAQ 100   29.064,80  -0,9  -255,86    29.320,66 
 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       3,99 +0,04    4,00      3,96 
5 Jahre       4,12 +0,05    4,13      4,08 
10 Jahre      4,46 +0,05    4,47      4,41 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:01 
EUR/USD      1,1740  -0,4  -0,0042     1,1782   1,1780 
EUR/JPY      185,02  -0,1  -0,2300     185,25  184,9600 
EUR/CHF      0,9164  -0,0  -0,0002     0,9166   0,9154 
EUR/GBP      0,8669  +0,2   0,0015     0,8654   0,8634 
USD/JPY      157,59  +0,3   0,4300     157,16  157,0000 
GBP/USD      1,3539  -0,5  -0,0068     1,3607   1,3638 
USD/CNY      6,792  -0,0  -0,0028     6,7948   6,7948 
USD/CNH      6,7909  0,0  -0,0002     6,7911   6,7908 
AUS/USD      0,7237  -0,1  -0,0010     0,7247   0,7252 
Bitcoin/USD  80.799,96  -1,2 -1.003,21    81.803,17 80.857,28 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     102,38  +4,4    4,31      98,07 
Brent/ICE     107,79  +3,4    3,58     104,21 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.714,49  -0,4   -19,60    4.734,09 
Silber       86,66  +0,7    0,58      86,09 
Platin     2.128,58  -0,1   -2,80    2.131,38 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 12, 2026 16:11 ET (20:11 GMT)

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