DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
GRÜNER WASSERSTOFF - Die EU-Kommission will die Regeln für die Herstellung von grünem Wasserstoff erleichtern. Bis Ende Juni werde man eine Überarbeitung der Produktionskriterien vorschlagen, sagte eine Behördensprecherin. Die komplizierten Regeln gelten als Hauptgrund dafür, dass der Wasserstoffhochlauf stockt. Kirsten Westphal, Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats, sagte dem Handelsblatt, die Vorgaben wirkten wie ein Bremsklotz. Die Zahl der Projekte war in Deutschland zuletzt sogar rückläufig. Dass die Kommission die Vorschriften nun lockern will, stößt in der Wirtschaft auf Zustimmung. (Handelsblatt)
KI - Im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) entscheidet nicht mehr nur das beste Modell - mittlerweile geht es vor allem um den Zugang zu Rechenleistung. "Es gibt mehr Nachfrage als Angebot", sagt Matt Garman, Chef des Cloud-Weltmarktführers Amazon Web Services (AWS), im Gespräch mit dem Handelsblatt. "Und ich glaube, dass das Angebot weiter beschränkt bleiben wird", wahrscheinlich sogar "für die kommenden Jahre". Hintergrund ist der Mangel an Strom, Transistoren, Speicherchips und weiteren Komponenten, die zum Bau und Betrieb von KI-Rechenzentren nötig sind. "Es ist nicht so, dass nicht genug bestellt worden wäre", sagt Garman. "Es gibt einfach nur so viel, wie die Welt im Moment liefern kann." (Handelsblatt)
CYBERSICHERHEIT - Die Cyberbedrohung durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz ruft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) auf den Plan. Die Finanzbranche könne sich auf häufigere, oftmals aber kompaktere IT-Prüfungen einstellen, machte Bafin-Präsident Mark Branson auf der Jahrespressekonferenz deutlich. "Unser größter Beitrag zur Cybersicherheit ist, mehr zu prüfen, mehr in die Fläche zu gehen", sagte er angesichts des Aufkommens neuer, äußerst leistungsfähiger KI-Modelle, die IT-Schwachstellen binnen kürzester Zeit ausfindig machen und ausnutzen können. So hat das US-Unternehmen Anthropic jüngst erklärt, sein KI-Modell Claude Mythos sei zu riskant zur Veröffentlichung. Die Bafin antwortet auf zweierlei Weise: Zum einen verlagert sie intern Personal und investiert in Bereiche wie IT- und Cybersicherheit sowie Geldwäscheprävention. Zum anderen hat sie ein Team aufgestellt, das zielgerichtet IT-Prüfungen vornimmt. (Börsen-Zeitung)
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May 13, 2026 00:19 ET (04:19 GMT)
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