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MÄRKTE USA/Wall Street kaum verändert vor Treffen Trump-Xi erwartet

DJ MÄRKTE USA/Wall Street kaum verändert vor Treffen Trump-Xi erwartet

DOW JONES--Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte die Wall Street zur Wochenmitte in den Handel starten. Die Blicke sind vor allem auf das bevorstehende Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping gerichtet. Daneben wird Cisco nachbörslich die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt geben, die Auswirkungen auf den Technologie-Sektor haben könnten. Nach den Verbraucherpreisen am Vortag haben auch die Erzeugerpreise in den USA im April deutlich zugelegt, angetrieben durch die gestiegenen Energiekosten infolge des Iran-Krieges. Damit verfestigen sich die Zinserhöhungsspekulationen.

Aber vor allem das Treffen zwischen Trump und Xi steht im Fokus. Hinsichtlich des Irans laute das Narrativ, dass von China erwartet werde, Druck auf den Iran auszuüben, die Straße von Hormus zu öffnen, im Gegenzug für eine Deeskalation seitens der USA, so Analyst Jack Janasiewicz von Natixis Investment Managers. Trump habe weder die Anreize noch die Mittel, um China unter Druck zu setzen, da sein Fokus weiterhin auf dem Iran-Krieg und einem Gerichtsurteil liege, das seine Zölle einschränke, so die Volkswirte der Danske Bank. Für China habe die Aufrechterhaltung stabiler Beziehungen oberste Priorität, insbesondere in der Taiwan-Frage.

Die Produzentenpreise stiegen um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 6,0 (Vormonat: 4,0) Prozent über dem Vorjahresmonat. Volkswirte hatten nur einen monatlichen Anstieg von 0,5 Prozent prognostiziert. Die Kernerzeugerpreise ohne die volatilen Preise von Nahrungsmitteln und Energie kletterten um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat und erhöhten sich auf Jahressicht um 5,2 (3,8) Prozent. Ökonomen hatten einen monatlichen Anstieg von 0,4 Prozent prognostiziert.

Die Renditen am US-Anleihemarkt legen mit den Erzeugerpreisen erneut zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere erhöht sich um 1,0 Basispunkte auf 4,48 Prozent.

Dagegen legt der Dollar aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der anhaltenden Unsicherheit im Nahen Osten weiter zu. Der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent. Die Inflationsdaten am Vortag hätten die Erwartungen "bestärkt, dass die Federal Reserve eine vorsichtige Haltung in der Geldpolitik beibehalten wird", meint Bas Kooijman von DHF Capital S.A.

Die Ölpreise zeigen sich wenig verändert. Ein Barrel Brent notiert bei 107,70 Dollar. Der Markt bewege sich zwischen den Entwicklungen rund um die Straße von Hormus und dem Treffen zwischen Trump und Xi, heißt es.

Für den Goldpreis geht es erneut nach unten. Eine zwischenzeitliche leichte Erholung konnte nicht behauptet werden. Die Feinunze reduziert sich um 0,7 Prozent auf 4.682 Dollar. "Die Märkte preisen jetzt eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 40 Prozent für eine Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende ein, was die Renditen von US-Anleihen in die Höhe treibt und das zinslose Gold belastet", sagte Soojin Kim von MUFG bereits vor der Veröffentlichung der Erzeugerpreise.

Bei den Einzelwerten zeigen sich Halbleiter und KI-Werte mit Aufschlägen. Für die Aktien von Intel, Qualcomm, Micron und Nvidia geht es um bis zu 4,7 Prozent nach oben. Damit dürfte sich die jüngste Rally nach dem Rücksetzer am Vortag fortsetzen, heißt es. Ein Teil des zurückkehrenden Optimismus könnte auf die Hoffnung zurückzuführen sein, dass der Besuch von US-Präsident Trump in China dazu beitragen wird, den Verkauf auf dem großen und wachsenden chinesischen Markt zu ermöglichen. Die CEO von Qualcomm, Micron und Nvidia gehören zur Trump-Delegation.

Zudem stehen bei Samsung Electronics die Zeichen auf Streik. Die Gespräche des weltgrößte Speicherchip-Herstellers mit den Gewerkschaften über die Verteilung der massiven Gewinne des Unternehmens sind gescheitert. Die gewerkschaftlich organisierten Samsung-Mitarbeiter in Südkorea planen einen Streik vom 21. Mai bis zum 7. Juni.

Die Titel von Nebius legen um 16 Prozent zu, nachdem der Cloud-Anbieter für das erste Quartal einen Gewinn bekannt gab, der die Erwartungen übertraf. Obwohl sich der bereinigte Verlust des Unternehmens vergrößerte, fiel der Wert geringer aus, als von Analysten erwartet.

Die Papiere von Nextpower steigen um 12,8 Prozent. Obwohl das Energietechnologieunternehmen im letzten Quartal einen geringeren Umsatz und Gewinn verzeichnete, hob es die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr an. EchoStar verbessern sich um 4,1 Prozent. Die Federal Communications Commission hat den Verkauf von EchoStar-Mobilfunkfrequenzen an AT&T und SpaceX genehmigt.

=== 
US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,00 +0,01    4,02      3,98 
5 Jahre       4,14 +0,02    4,15      4,11 
10 Jahre      4,48 +0,01    4,49      4,46 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:05 
EUR/USD      1,1705  -0,3  -0,0032     1,1737   1,1733 
EUR/JPY      184,77  -0,1  -0,2300       185  184,9500 
EUR/CHF      0,9156  -0,1  -0,0007     0,9163   0,9168 
EUR/GBP      0,8674  +0,1   0,0005     0,8669   0,8676 
USD/JPY      157,83  +0,1   0,2200     157,61  157,6200 
GBP/USD      1,3491  -0,3  -0,0045     1,3536   1,3520 
USD/CNY      6,7908  -0,0  -0,0012     6,7920   6,7920 
USD/CNH      6,7885  -0,0  -0,0009     6,7894   6,7946 
AUS/USD      0,7242  +0,0   0,0003     0,7239   0,7227 
Bitcoin/USD  79.982,18  -0,9  -690,71    80.672,89 80.451,74 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     102,58  +0,4    0,40     102,18 
Brent/ICE     107,7  -0,1   -0,07     107,77 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.681,65  -0,7   -32,00    4.713,65 
Silber       86,23  -0,4   -0,31      86,54 
Platin     2.124,74  -0,1   -1,56    2.126,30 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 13, 2026 08:56 ET (12:56 GMT)

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