DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Erzeugerpreise schießen im April in die Höhe
Die Erzeugerpreise in den USA sind im April viel stärker gestiegen als erwartet, primär getrieben durch die kriegsbedingt gestiegenen Energiekosten infolge des Konflikts mit dem Iran. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, schnellten die Produzentenpreise um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat in die Höhe und lagen um 6,0 (Vormonat: 4,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten nur einen monatlichen Preisanstieg von 0,5 Prozent prognostiziert.
Fed/Collins: Straffere Geldpolitik könnte notwendig werden
Die Präsidentin der Federal Reserve von Boston, Susan Collins, stellt sich nach eigener Aussage auf eine längere Phase stabiler Zinssätze ein. Sie hoffe, dass die Inflation zurückgehen werde, was es der Fed ermöglichen könnte, die Zinssätze im Laufe dieses Jahres weiter zu senken. Aber wenn sich der Iran-Konflikt hinziehe und die Preise weiter stiegen, "könnte ich mir ein Szenario vorstellen, in dem eine gewisse geldpolitische Straffung erforderlich ist, um sicherzustellen, dass die Inflation zeitnah und dauerhaft auf 2 Prozent zurückkehrt", sagte sie in einer Rede in Boston laut veröffentlichtem Redetext.
EZB: Eurozone braucht Migration für weiteres Wachstum
Das längere Erwerbsleben trägt aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) dazu bei, das Wachstum in der Eurozone trotz der alternden Bevölkerung zu stützen, doch ist die Einwanderung unerlässlich, wenn die Wirtschaft in den kommenden Jahren weiter wachsen soll. In einem Bericht über die Erwerbsbevölkerung berechneten Ökonomen der EZB, dass die steigende Beschäftigung für etwa die Hälfte des in der Eurozone seit dem dritten Quartal 2023 verzeichneten Wachstums verantwortlich sei. Die Zuwächse bei der Produktion pro Arbeitnehmer seien hingegen bescheiden ausgefallen.
Opec-Förderung fällt wegen Hormus-Blockade
Die Rohölförderung der Opec ist im April weiter gesunken. Die beinahe vollständige Schließung der Straße von Hormus zwang große Golfproduzenten dazu, ihre Produktion zu drosseln und Exporte umzuleiten. Dies veranlasste das Kartell, seine Nachfrageprognose zu senken. Die Rohölproduktion fiel im April um 1,73 Millionen Barrel pro Tag auf 18,98 Millionen Barrel pro Tag. Die Fördermenge der breiteren Allianz der Organisation Erdöl exportierender Länder Plus (Opec+) ging um 1,74 Millionen Barrel pro Tag auf 33,19 Millionen Barrel pro Tag zurück.
US-Rohöllagerbestände stärker als erwartet gesunken
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 8. Mai verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 4,306 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 2,3 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 2,313 Millionen Barrel reduziert.
Trump trifft in Peking ein
US-Präsident Donald Trump ist in Peking gelandet, im Vorfeld seines zweitägigen Gipfeltreffens mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping - dem ersten Treffen dieser Art seit fast neun Jahren. Trump wird Xi am Donnerstag gegen 10.00 Uhr Ortszeit zu einer Begrüßungszeremonie treffen; dies bildet den Auftakt zum einzigen ganzen Tag mit Treffen und Veranstaltungen.
+++ Konjunkturdaten +++
Brasilien Einzelhandelsumsatz März +0,5% gg Vm; +4,0% gg Vj
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/apo/mgo
(END) Dow Jones Newswires
May 13, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
