DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
FEIERTAGSHINWEIS
DONNERSTAG: In Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark und der Schweiz bleiben die Börsen wegen Christi Himmelfahrt geschlossen.
FREITAG: In Dänemark findet aufgrund eines Feiertages kein Handel statt.
TAGESTHEMA
Die USA haben nach den Worten von Außenminister Marco Rubio gegenüber der chinesischen Führung argumentiert, dass es in ihrem besten Interesse sei, bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu helfen. "Ich hoffe, es ist überzeugend", sagte er in einem Interview mit Fox News. China habe Schiffe, die im Golf festsitzen, und sei bei der Energieversorgung auf die Region angewiesen. "Wir hoffen, sie davon zu überzeugen, eine aktivere Rolle dabei zu spielen, den Iran von seinem derzeitigen Handeln abzubringen", sagte Rubio. Der Iran hatte zuletzt signalisiert, seine Kontrolle über die Straße von Hormus auszuweiten. Die wichtige Wasserstraße ist seit Beginn des Konflikts für die weltweite Schifffahrt faktisch gesperrt.
Derweil hat der chinesische Staatschef Xi Jinping am Donnerstag beim Treffen mit US-Präsident Donald Trump die Taiwan-Frage angesprochen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua bezeichnete Xi Taiwan als das wichtigste Thema in den US-chinesischen Beziehungen. Der Umgang mit diesem Thema entscheide darüber, ob die bilateralen Beziehungen stabil blieben oder in eine Konfrontation abglitten.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
07:00 JP/Suzuki Motor Corp, Jahresergebnis
07:30 ES/Telefonica SA, Ergebnis 1Q
08:00 GB/Burberry Group plc, vorläufiges Jahresergebnis
08:00 JP/Honda Motor Co Ltd, Jahresergebnis
08:30 TW/Foxconn Technology Group , Ergebnis 1Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Aixtron 0,15 EUR BMW Stämme 4,40 EUR BMW Vorzüge 4,42 EUR Deutsche Börse 4,20 EUR Deutz 0,18 EUR DMG Mori 1,03 EUR Freenet 2,07 EUR Heidelberg Materials 3,60 EUR Lechwerke 2,80 EUR Philips 0,85 EUR Uzin Utz 1,90 EUR Wacker Neuson 0,70 EUR Wüstenrot & Württembergische 0,65 EUR
AUSBLICK KONJUNKTUR
-GB
08:00 BIP (1. Veröffentlichung) 1Q
PROGNOSE: +0,6% gg Vq/+0,9% gg Vj
zuvor: +0,1% gg Vq/+1,0% gg Vj
BIP Monat März
zuvor: +0,5% gg Vq/+1,0% gg Vj
Drei-Monats-Rate
zuvor: +0,5% gg Vq/+0,8% gg Vj
Handelsbilanz März
zuvor: -14,4 Mrd GBP
Industrieproduktion März
zuvor: +0,5% gg Vm/-0,4% gg Vj
-US
14:30 Einzelhandelsumsatz April
PROGNOSE: +0,5% gg Vm
zuvor: +1,7% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,8% gg Vm
zuvor: +1,9% gg Vm
Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 205.000
zuvor: 200.000
Import- und Exportpreise April
Importpreise
PROGNOSE: +0,9% gg Vm
zuvor: +0,8% gg Vm
ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES
Aktuell:
zuletzt +/- %
DAX Futures 24.271,00 +0,5
E-Mini-Future S&P-500 7.477,00 +0,1
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.571,25 +0,3
Topix (Tokio) 3.886,93 -0,8
Hang-Seng (Hongk.) 26.473,94 +0,3
Shanghai-Comp. 4.215,92 -0,6
Mittwoch:
INDEX zuletzt +/- %
DAX 24.136,81 +0,8
DAX-Future 24.268,00 +1,0
XDAX 24.211,98 +0,3
MDAX 31.400,41 +1,3
TecDAX 3.762,34 +1,4
SDAX 18.221,16 +0,7
Euro-Stoxx-50 5.861,07 +0,9
Stoxx-50 5.082,32 +0,9
Dow-Jones 49.693,20 -0,1
S&P-500 7.444,25 +0,6
Nasdaq Composite 26.402,34 +1,2
FINANZMÄRKTE
EUROPA
Ausblick: Die europäischen Aktienmärkte werden zum Start an Christi Himmelfahrt leicht im Plus erwartet. An der Wall Street gehörten am Mittwoch Technologiewerte - allen voran aus dem Chipsektor - einmal mehr zu den Gewinnern. Dazu erhöhte Cisco Systems nachbörslich seine Umsatz- und Gewinnprognose, worauf der Kurs auf Nasdaq.com um fast 20 Prozent nach oben schoss. Für vorsichtigen Optimismus sorgt das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping. Die Erwartungen bzw. Hoffnungen gehen vor allem in Richtung verbesserter Handelsbeziehungen der beiden größten Volkswirtschaften. Zugleich gibt es aber auch Sorgen, dass die EU zwischen den beiden Supermächten zerrieben wird, beispielsweise beim Thema Seltene Erden. Die USA haben unterdessen nach den Worten von Außenminister Marco Rubio gegenüber der chinesischen Führung argumentiert, dass es in ihrem besten Interesse sei, bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu helfen.
Rückblick: Fester - Nach dem kräftigen Rücksetzer am Vortag erholten sich die Börsen etwas. Stützend wirkte eine Flut an Quartalsberichten, die überwiegend gut ausfielen. Für Hoffnung auf Entspannung in den Handelsstreitigkeiten beider Länder sorgte, dass die Chefs von US-Technologieriesen wie Qualcomm, Micron und Nvidia die Trump-Delegation zum US-chinesischen Gipfel in Peking ab Donnerstag begleiten. Der Sektor der europäischen Technologiewerte legte um 2,9 Prozent zu. Hier gab es aber eine Zweiteilung: Chipaktien wie Infineon (+10,7%) waren stark gesucht, während Softwaretitel wie SAP (-4,3%) verkauft wurden - belastet von Sorgen über disruptive Wirkungen von KI-Anwendungen. Mit einem Kurseinbruch von 16,7 Prozent reagierten Adecco auf enttäuschende Zahlen zum ersten Quartal. Zurich Insurance sieht sich auf Kurs, die bis 2027 gesetzten Ziele zu erreichen oder zu übertreffen und erwartet keine wesentlichen Auswirkungen der Nahost-Spannungen. Der Kurs stieg um 4,1 Prozent. ABN Amro machten einen Satz um 8,7 Prozent. Die Bank verdiente im ersten Quartal nicht nur mehr als erwartet, sondern erwartet auch für das gesamte Jahr geringere Kosten.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Fester - Nach stark ausgefallenen Quartalszahlen und einer Prognoseerhöhung waren Merck KGaA mit einem Plus von 7,2 Prozent Tagesgewinner im DAX. Siemens reagierten mit einem Plus von 0,8 Prozent auf insgesamt als durchwachsen bezeichnete Quartalszahlen. Stützend wirkte ein Aktienrückkaufprogramm. Dass die Deutsche Telekom ihren Wachstumskurs im ersten Quartal fortsetzte und die Jahresprognose leicht anhob, wurde mit einem Gewinn von gut 1 Prozent quittiert. Allianz verbesserten sich um 1,1 Prozent. Der Versicherer verbuchte wegen Veräußerungsgewinnen einen Gewinnsprung, jedoch wurde der Ausblick für 2026 nur bestätigt. Brenntag verzeichnete sowohl bei Umsatz als auch Ergebnis Rückgänge. Die Aktie büßte 2,3 Prozent ein. Auto1 setzte den Wachstumskurs auch im ersten Quartal fort und bekräftigte die Prognose für das laufende Jahr, worauf der Kurs einen Satz um 12,9 Prozent machte. Mit der Begebung einer Wandelanleihe ging es für Evotec um 10,6 Prozent nach unten. Nach dem jüngsten Rücksetzer überraschte Verbio mit extrem starken Zahlen und einer gestärkten Bilanz positiv. Der Kurs schnellte um über 15 Prozent nach oben.
XETRA-NACHBÖRSE
BMW-Stamm- und Vorzugsaktien tendierten kaum verändert, nachdem die Hauptversammlung des Automobilkonzerns die Umwandlung von Vorzugs- in Stammaktien genehmigt hatte. Vossloh zeigten sich ebenfalls kaum bewegt von einer Übernahme. Für etwa 33 Millionen Euro will Vossloh Cordel, einen britischen Anbieter von Hard- und Software für die globale Bahnindustrie, kaufen. Northern Data wurden 1,5 Prozent höher getaxt. Das Unternehmen hatte Finanzkennzahlen zum ersten Quartal veröffentlicht, die über den im April genannten "vorläufigen Bandbreiten" lagen.
USA - AKTIEN
Fester - Optimistische Erwartungen an den US-chinesischen Gipfel hievten die US-Indizes auf Rekordstände. t. Anleger setzten darauf, dass beim Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping Fortschritte sowohl im Handelsstreit der beiden Staaten als auch bei der Beilegung des Nahostkonflikts erzielt werden. Kräftig gestiegene Erzeugerpreise belasteten nur vorübergehend, auch wenn sie Zinserhöhungserwartungen schürten, nachdem am Vortag berits deutlicher als erwartet gestiegene Verbraucherpreise gemeldet worden waren. Bei den Einzelwerten zeigten sich Halbleiter- und KI-Werte mit Aufschlägen. Für Qualcomm, Micron und Nvidia ging es um bis zu 4,8 Prozent nach oben. Der Besuch von Trump in China könne beitragen, den Verkauf von Chips auf dem großen und wachsenden chinesischen Markt zu ermöglichen, hieß es. Die Chefs der drei Unternehmen gehörten zudem zur Delegation des US-Präsidenten. Cisco gewannen im Vorfeld der Zahlenvorlage 2,6 Prozent.
USA - ANLEIHEN
Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,98 -0,02 4,02 3,98 5 Jahre 4,12 -0,01 4,16 4,11 10 Jahre 4,47 -0,00 4,50 4,46
Die Renditen am US-Anleihemarkt stiegen nach den Inflationsdaten nur vorübergehend. Die Rendite zehnjähriger Papiere stand zuletzt wieder wenig verändert bei 4,47 Prozent. Konjunktursorgen hätten die Kurse der Anleihen gestützt, hieß es. So werde mit Blick auf die für Donnerstag angekündigten Wirtschaftsdaten erwartet, dass sich das Wachstum der Einzelhandelsumsätze im April abgeschwächt habe und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche gestiegen sei.
DEVISENMARKT
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:05 EUR/USD 1,1712 +0,0 0,0002 1,1710 1,1709 EUR/JPY 184,98 +0,0 0,0600 184,9200 184,8400 EUR/CHF 0,9157 0,0 0,0000 0,9157 0,9161 EUR/GBP 0,8663 +0,1 0,0005 0,8658 0,8662 USD/JPY 157,92 +0,0 0,0700 157,8500 157,8600 GBP/USD 1,3515 -0,1 -0,0007 1,3522 1,3514 USD/CNY 6,786 -0,1 -0,0048 6,7908 6,7908 USD/CNH 6,7851 -0,0 -0,0007 6,7858 6,7876 AUS/USD 0,7254 -0,1 -0,0004 0,7258 0,7256 Bitcoin/USD 79.538,96 -0,2 -129,24 79.668,20 79.780,76
Der Dollar weitete seine Gewinne nach den höher als erwartet ausgefallenen US-Erzeugerpreisen im April aus. Der Dollarindex stieg um 0,3 Prozent. Die Daten hätten die Chancen auf eine Zinssenkung durch die US-Notenbank zunichte gemacht, kommentierte Naeem Aslam, Analyst bei Zaye Capital Markets.
ROHSTOFFE
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.693,11 +0,1 5,68 4.687,44 Silber 86,93 -1,2 -1,04 87,98 Platin 2.133,78 -0,2 -3,62 2.137,40
Für den Goldpreis ging es erneut nach unten. Die Feinunze reduzierte sich um 0,6 Prozent auf 4.685 Dollar.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 101,59 +0,6 0,57 101,02 Brent/ICE 106,17 +0,5 0,54 105,63
Am Ölmarkt sorgte die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs für leicht nachgebende Preise. Brent-Öl ermäßigte sich um 2 Prozent auf 105,63 Dollar. In der Vorwoche überraschend deutlich gesunkenen Ölvorräte der USA stützten nicht. Auch die Warnung der Internationalen Energieagentur vor einer Angebotsverknappung verpuffte.
MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR
USA - Geldpolitik
Der US-Senat hat Kevin Warsh als 17. Vorsitzenden der US-Notenbank in einer weitgehend parteiübergreifenden Abstimmung bestätigt. Für Warsh, der von Präsident Trump nominiert wurde, stimmten 54 Senatoren bei 45 Gegenstimmen. Der amtierende Vorsitzende Jerome Powell, dessen Amtszeit am Freitag endet, hatte bei den Senatsbestätigungen für jede seiner beiden Amtszeiten mindestens 80 Stimmen erhalten. Bei einer Anhörung im Senatsausschuss zur Bestätigung im vergangenen Monat war Warsh von den Demokraten intensiv befragt worden, wie er die Unabhängigkeit der Fed gegenüber einem Präsidenten wahren wolle, der persönliche Loyalität priorisiere. Warsh erklärte, er werde die geldpolitische Unabhängigkeit der Zentralbank bewahren und habe Trump keine Versprechen bezüglich politischer Entscheidungen gemacht. Powell plant, angesichts der politischen Angriffe auf die Institution, weiterhin im Direktorium der Fed zu bleiben und widersetzt sich damit Trumps Forderung, zurückzutreten.
Die Präsidentin der Fed von Boston, Susan Collins, stellt sich auf eine längere Phase stabiler Zinssätze ein. Sie hoffe, dass die Inflation zurückgehen werde, was es der Fed ermöglichen könnte, die Zinssätze im Laufe dieses Jahres weiter zu senken, sagte sie. Aber wenn sich der Iran-Konflikt hinziehe und die Preise weiter stiegen, "könnte ich mir ein Szenario vorstellen, in dem eine gewisse geldpolitische Straffung erforderlich ist, um sicherzustellen, dass die Inflation zeitnah und dauerhaft auf 2 Prozent zurückkehrt".
BMW
Die Hauptversammlung hat die Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien genehmigt. Die Umwandlung wird mit Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister wirksam. Den genauen Zeitpunkt wird BMW mitteilen.
VW / XPENG
Der chinesische Elektroautohersteller Xpeng führt nach eigener Aussage Gespräche mit VW und anderen Autoherstellern über den Kauf eines Werks in Europa. "Wir ... diskutieren mit (Volkswagen), um zu sehen, ob es eine Möglichkeit gibt, einen Standort hier in Europa zu finden", sagte Elvis Cheng, Xpengs Managing Director für Nordosteuropa, auf dem "Future of the Car"-Gipfel der Financial Times.VW investierte 2023 für eine Beteiligung von 5 Prozent an Xpeng 700 Millionen Dollar. VW hatte zuletzt erklärt, als Reaktion auf die schwächere Nachfrage und den zunehmenden Wettbewerb überschüssige Produktionskapazitäten in Europa abbauen zu müssen. Xpeng baut seine Fahrzeuge in der Region im Werk des Auftragsfertigers Magna Steyr in Österreich. Cheng sagte jedoch, dass die Produktionslinie an ihre Kapazitätsgrenzen stoße.
VINCI
hat einen Großauftrag aus Großbritannien erhalten über Anlagen für eine Hochgeschwindigkeitsbahnlinie, die West London mit Birmingham verbinden soll. Das Volumen des Vertrags, den das mit Aureos Rail paritätisch betriebene Joint Venture Taylor Woodrow erhalten hat, beträgt 856 Millionen Pfund.
CISCO
hat nach einem überraschend guten dritten Geschäftsquartal die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Im Rahmen der Neuausrichtung auf wachstumsstarke Geschäftsbereiche, einschließlich der KI-Infrastruktur, kündigte der Netzwerkausrüster überdies den Abbau von Stellen an, was Kosten von bis zu 1 Milliarde Dollar umfasst.
HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/cln/gos
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May 14, 2026 01:33 ET (05:33 GMT)
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