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MÄRKTE ASIEN/Hoffen und Bangen wegen Trump-Xi-Gipfels

DJ MÄRKTE ASIEN/Hoffen und Bangen wegen Trump-Xi-Gipfels

DOW JONES--Die asiatischen Aktienmärkte sind am Donnerstag zum Teil deutlich auseinandergelaufen. Deutliche Aufschläge in Südkorea standen ebenso deutlichen Verlusten im chinesischen Kernland gegenüber - die übrigen Börsen reihten sich dazwischen ein - neigten aber meist zur Schwäche. Vor allem in Südkorea lief die KI-getriebene Rally im Technologiesektor weiter - diesmal gestützt durch Cisco Systems. Das US-Unternehmen streicht Tausende Stellen und setzt voll auf Künstliche Intelligenz. Vor allem aber kam die besser als erwartet ausgefallene Umsatzprognose gut an - die Aktie haussierte nachbörslich in den USA um über 20 Prozent.

Der Kospi schloss 1,8 Prozent fester auf Rekordhoch. Finanz- und Einzelhandelstitel führten das Feld der Gewinner an. Aber auch das Chip- und Elektronikschwergewicht Samsung Electronics gewann weitere 4,2 Prozent.

Im Zentrum des Anlegerinteresses stand das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking. Die beiden Politiker wollen eine Reihe wichtiger Themen besprechen, darunter Handelszölle, Taiwan und Künstliche Intelligenz. Am Markt hoffte man auf Verbesserungen der Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt und Handelserleichterungen, allerdings gab es auch ein hohes Enttäuschungsrisiko. Laut Berichten soll das Thema Taiwan zu ersten Missstimmungen geführt haben, was am Markt nicht gut ankam.

Eine stärker multipolare Welt, die von den USA und China als Supermächte angeführt werde, stelle die handelsabhängigen asiatischen Volkswirtschaften vor große Herausforderungen, warnten die HSBC-Ökonomen Frederic Neumann und Justin Feng. Asiatische Länder seien zunehmend vom Handel mit China und bei ausländischen Direktinvestitionen abhängig. "Unabhängig vom Ergebnis dieses Gipfels bleibt der strategische Wettbewerb zwischen den USA und China die bestimmende geopolitische Geschichte dieser Ära", ergänzte Chefmarktstratege Michael Strobaek von Lombard Odier.

In Japan sank der Nikkei-225 mit den Taiwan-Schlagzeilen um 1 Prozent auf 62.654 Punkte. Honda Motor stiegen nach Vorlage von Jahreszahlen um 3,8 Prozent. Der Automobilhersteller hatte zwar zum ersten Mal seit der Börsennotierung im Jahr 1957 einen Nettojahresverlust gemeldet. Für das neue Geschäftsjahr stellte der Konzern aber eine Rückkehr in die Gewinnzone in Aussicht. Honda hatte im März mitgeteilt, dass sich die Aufwendungen und Verluste im Zusammenhang mit der Neubewertung seiner Elektrofahrzeugstrategie für das im März beendete Jahr und die Folgejahre auf bis zu 2,5 Billionen Yen belaufen könnten. Auch Suzuki Motor hatte Jahresergebnisse vorgelegt, der Kurs stieg nach einem gestiegenen Nettoergebnis um 6,2 Prozent.

Chinesische Aktien hinkten ihren regionalen Pendants hinterher: Der Shanghai-Composite verlor 1,5 Prozent, der internationaler gehandelte HSI in Hongkong folgte eher den positiven US-Vorgaben und stieg um 0,2 Prozent im späten Geschäft. Der Composite hatte Anfang der Woche ein Mehrjahreshoch markiert und wurde nun von Gewinnmitnahmen gedrückt. Chinesische Aktien waren im Vorfeld des Gipfels Trump-Xi bereits stark gestiegen. In Taiwan zogen Foxconn Technology nach Erstquartalszahlen um 1,5 Prozent an - dank eines starken KI-Hardware-Geschäfts.

Der australische S&P/ASX-200 gewann 0,1 Prozent - der Leitindex beendete damit eine viertägige Durststrecke. Er hat in 14 der vergangenen 18 Sitzungen angesichts der Sorgen über die Auswirkungen höherer Zinsen und der durch den Nahostkonflikt verursachten Inflation im Minus geschlossen. Die Ausgaben der australischen Haushalte waren im April gegenüber März um 1,2 Prozent gefallen. Der Kurs des Buchhaltungssoftware-Anbieters Xero stürzte nach Zahlenausweis um über 9 Prozent ab. GrainCorp meldete einen starken Rückgang des Halbjahresnettogewinns - der Kurs brach um 13,6 Prozent ein.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.640,70  +0,1    -0,8      08:00 
Nikkei-225        62.654,05  -1,0    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.028,73  -1,1   +13,9      08:00 
Kospi (Seoul)       7.981,41  +1,8   +89,4      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   26.438,60  +0,2    +3,1      10:00 
Shanghai-Composite     4.177,92  -1,5    +5,3      09:00 
Straits-Times (Singapur)  4.986,76  -0,3    +7,3      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.723,32  -2,0   -22,2      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.743,92  -0,1    +3,8      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00    Mi, 09:34 % YTD 
EUR/USD           1,1710  0,0   1,1710     1,1715  -0,3 
EUR/JPY           184,92  0,0   184,92     184,76  +0,5 
EUR/GBP           0,8664  +0,1   0,8658     0,8657  -0,6 
USD/JPY           157,90  +0,0   157,85     157,70  +0,8 
USD/KRW          1.488,47  -0,1  1.489,56    1.487,57  +3,3 
USD/CNY           6,7864  -0,1   6,7908     6,7909  -3,0 
USD/CNH           6,7853  -0,0   6,7858     6,7899  -2,7 
USD/HKD           7,8329  +0,0   7,8300     7,8304  +0,7 
AUD/USD           0,7254  -0,1   0,7258     0,7237  +8,7 
NZD/USD           0,5935  0,0   0,5935     0,5938  +3,1 
BTC/USD          79.715,09  +0,1 79.668,20    80.900,48  -9,1 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex          101,29  +0,3    0,27     101,02 
Brent/ICE          105,95  +0,3    0,32     105,63 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.699,98  +0,3   12,54    4.687,44 
Silber            87,04  -1,1   -0,93      87,98 
Platin           2.122,51  -0,7   -14,89    2.137,40 
Angaben ohne Gewähr 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 14, 2026 04:46 ET (08:46 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

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