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MÄRKTE EUROPA/Fest - Erste positive Signale aus Peking stützen

DJ MÄRKTE EUROPA/Fest - Erste positive Signale aus Peking stützen

DOW JONES--Nach den Gewinnen am Vortag geht es an den europäischen Aktienmärkten am Donnerstag weiter nach oben. Während in Deutschland und an den meisten anderen Börsen gehandelt wird, bleiben in Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und der Schweiz die Börsen wegen des Christi Himmelfahrt-Feiertags allerdings geschlossen.

Der DAX legt bei vergleichsweise dünnen Umsätzen am Mittag um 1,4 Prozent auf 24.463 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 hinkt etwas hinterher, er handelt 1,0 Prozent höher, der Stoxx-50 kommt um 0,7 Prozent voran. Diverse Aktien werden am Berichtstag ex Dividende gehandelt, unter anderem Aixtron, BMW, Deutsche Börse, Deutz, Freenet, Heidelberg Materials und in London BP, GSK und HSBC. Während Dividendenabschläge im DAX berücksichtigt werden, ist dies beim Euro-Stoxx-50 nicht der Fall.

Technologiewerte gehören zu den Tagesfavoriten, der Subindex steigt um 1,4 Prozent. An der Wall Street hatten am Mittwoch Technologiewerte - allen voran aus dem Chipsektor - einmal mehr zu den Gewinnern gehört. Für weiteren Rückenwind sorgt Cisco Systems. Der Netzwerkausrüster hat seine Umsatz- und Gewinnprognose nach starken Zahlen angehoben. Das Unternehmen will nun Stellen abbauen und mehr Geld in KI-Investitionen stecken.

Klar im Fokus der Börsianer steht das Treffen der Präsidenten der USA und Chinas in Peking. Der Markt setzt auf verbesserte Wirtschaftsbeziehungen und eine Ausweitung des Handels zwischen den beiden Supermächten. Vom chinesischen Außenministerium hieß es in einer ersten Stellungnahme, die USA und China hätten sich darauf geeinigt, eine "konstruktive, strategische Stabilität" zu etablieren. Derweil haben die rund zehn chinesischen Unternehmen den Kauf von Nvidias H200-Chips genehmigt, was am Markt als positives Zeichen ankommt.

Eine weitere Frage ist, ob US-Präsident Donald Trump bei seinem Pendant Xi Jinping Unterstützung findet im Hinblick auf die gesperrte Straße von Hormus. Die USA haben laut Außenminister Marco Rubio argumentiert, dass es in Chinas besten Interesse sei, bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu helfen. China hat unterdessen seinerseits signalisiert, dass die Taiwan-Frage das wichtigste Thema sei. Bei den Ölpreisen tut sich wenig. Brent-Öl kostet 105,45 Dollar, etwas weniger als am Vortag.

Am europäischen Anleihemarkt geht es nach dem leichten Anstieg der Renditen am Vortag nach unten. Die Strategen der Commerzbank weisen darauf hin, dass der US-Senat in der Nacht Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank bestätigt hat. Er trete sein Amt unter politischem Druck an, die Kreditkosten zu senken. Warsh war von Präsident Trump nominiert worden, der immer wieder niedrigere Zinsen von der Notenbank fordert. Der Euro verharrt auf dem zuletzt ermäßigten Niveau und kostet 1,1708 Dollar.

Im Technologiesegment gewinnen STMicro, Infineon, Aixtron oder BE Semiconductor zwischen 2,7 und 4,0 Prozent.

Stark unter Druck steht in London die Burberry-Aktie. Sie verliert 6,5 Prozent, trotz besser als erwartet ausgefallener Quartalszahlen. Der Luxuswarenhersteller warnte aber auch, dass der Krieg eine Bedrohung für die erwartete Erholung darstelle. Sowohl Touristen aus dem Nahen Osten als auch aus Asien seien zurückhaltender beim Reisen geworden.

Telefonica verteuern sich in Madrid um 6,8 Prozent. Das Unternehmen ist auf Kurs seine Erwartungen für das Gesamtjahr zu erfüllen. Umsatz und operatives Ergebnis übertrafen jeweils die Erwartungen knapp. Den Ausblick hat der spanische Telekommunikationskonzern bestätigt.

Im DAX legen Siemens um 3,3 Prozent. Der Industriekonzern verstärkt sein Bahntechnologieportfolio durch die Übernahme mehrerer Kerngeschäfte der italienischen Bahntechnikfirma Mermec. Siemens erhofft sich Synergieeffekte. Rückenwind kommt aber vor allem von höheren Kurszielen nach den zuletzt vorgelegten Quartalszahlen inklusive eine Aktienrückkaufprogramms.

Rheinmetall erholen sich nach der jüngsten Schwächephase um 1,5 Prozent zu. Ein Händler verweist auf ein Research von Bernstein. Die Analysten hätten zwar das Kursziel auf 1.900 Euro gesenkt, was allerdings deutlich über dem aktuellen Kurs von 1.138 Euro liege.

SMA Solar haussieren nach dem Rücksetzer am Vortag um 13,5 Prozent. Jefferies sieht die jüngste Kursschwäche als eine attraktive Einstiegsmöglichkeit. Das Bestellmomentum habe sich verbessert.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.919,39  +1,0   58,32    5.861,07       2,2 
Stoxx-50    5.117,64  +0,7   35,32    5.082,32       4,1 
DAX      24.462,65  +1,4   325,84    24.136,81       -0,1 
MDAX      31.754,30  +1,1   353,89    27.039,42       3,7 
TecDAX     3.819,12  +1,5   56,78    3.091,28       5,4 
SDAX      18.481,77  +1,4   260,61    13.062,07       7,6 
FTSE      10.371,59  +0,5   46,24    10.325,35       4,4 
CAC       8.071,98  +0,8   64,01    8.007,97       -1,0 
SMI      13.212,96  +0,7   93,43    13.119,53       -0,4 
ATX       5.929,83  +0,7   43,29    5.886,54       11,3 
 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag    Di, 17:05 
EUR/USD      1,1703  -0,1  -0,0007     1,1710      1,1733 
EUR/JPY      184,84  -0,0  -0,0800     184,92     184,9500 
EUR/CHF      0,9151  -0,1  -0,0006     0,9157      0,9168 
EUR/GBP      0,866  +0,0   0,0002     0,8658      0,8676 
USD/JPY      157,92  +0,0   0,0700     157,85     157,6200 
GBP/USD      1,3512  -0,1  -0,0010     1,3522      1,3520 
USD/CNY      6,7851  -0,1  -0,0057     6,7908      6,7920 
USD/CNH      6,7838  -0,0  -0,0020     6,7858      6,7946 
AUS/USD      0,724  -0,3  -0,0018     0,7258      0,7227 
Bitcoin/USD  79.265,97  -0,5  -402,23    79.668,20    80.451,74 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     100,87  -0,2   -0,15     101,02 
Brent/ICE     105,61  -0,0   -0,02     105,63 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.693,39  +0,1    5,95    4.687,44 
Silber       86,66  -1,5   -1,32      87,98 
Platin     2.104,00  -1,6   -33,40    2.137,40 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 14, 2026 07:38 ET (11:38 GMT)

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