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MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Applied Materials erwartet für ihr Geschäft mit Halbleiterausrüstung in diesem Jahr höhere Umsätze als bisher prognostiziert, weil die Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz (KI) weiter stark steigt. Der Prognoseanhebung gingen besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen voraus. Applied Materials prognostiziert nun, dass ihr Geschäft mit Halbleiterausrüstung in diesem Kalenderjahr um mehr als 30 Prozent wachsen wird. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum von mehr als 20 Prozent prognostiziert. Im zweiten Geschäftsquartal belief sich der Gewinn auf 2,81 (2,14) Milliarden Dollar oder bereinigt und je Aktie auf 2,86 Dollar verglichen mit Schätzungen von 2,68 Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 7,91 Milliarden Dollar - verglichen mit Analystenschätzungen von 7,68 Milliarden Dollar.

TAGESTHEMA

Der von US-Präsident Donald Trump für das Amt nominierte Kevin Warsh übernimmt am Freitag den Chefposten bei der US-Notenbank. Warsh löst Jerome Powell ab, der ins Board der US-Notenbank wechselt, was ein eher ungewöhnlicher Schritt für einen scheidenden Fed-Chef ist. Hintergrund sind frühere Attacken von Präsident Trump gegen Powell, der den immer wieder von Trump vorgebrachten Forderungen nach niedrigeren Zinsen nicht nachkam. Trump hatte darauf neben anderen Attacken Richtung Powell auch die Unabhängigkeit der Notenbank zum Thema gemacht. Als letzter Schritt der Neuordnung an der Spitze trat nun Stephen Miran aus dem Gouverneursrat der US-Notenbank zurück und hat damit einen Sitz in dem siebenköpfigen Gremium für Kevin Warsh freigemacht. Miran, ehemaliger Wirtschaftsberater der Trump-Regierung, war der Fed am 16. September beigetreten und füllte die letzten Monate einer Amtszeit aus, die durch den Rücktritt einer anderen Gouverneurin vakant geworden war. In der ersten Phase seiner Amtszeit ließ sich Miran von seiner Funktion im Weißen Haus beurlauben, anstatt zurückzutreten. Das unkonventionelle Arrangement hatte Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed geweckt angesichts der Kampagne des Weißen Hauses zur Beeinflussung der Geldpolitik.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
  14:30 Empire State Manufacturing Index Mai 
     PROGNOSE:   +7,0 
     zuvor:    +11,0 
 
  15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung April 
     Industrieproduktion 
     PROGNOSE:   +0,2% gg Vm 
     zuvor:    -0,5% gg Vm 
     Kapazitätsauslastung 
     PROGNOSE:   75,8% 
     zuvor:    75,7% 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.467,25  -0,8 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.289,00  -1,3 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.624,20  -0,2 
Topix-500 (Tokio)      3.832,35  -1,2 
Kospi (Seoul)        5.093,54  -7,1 
Shanghai-Composite      4.139,99  -0,9 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.912,31  -1,8 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Ernüchterung über den US-chinesischen Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Gegenpart Xi Jinping lassen die Aktien nach unten abdrehen. Im Verlauf schon gesehene Aufschläge gehen wieder verloren - in Japan und Südkorea haben die Indizes deutlich ins Minus gedreht. In Seoul sackt der stark technologielastige Kospi nach anfänglich neuen Rekorden regelrecht ab, wobei Gewinnmitnahmen die Hauptrolle spielen dürften. Die extreme Volatilität an der südkoreanischen Börse führte dabei erneut zu Handelsunterbrechungen. Die Kurse der beiden Technologieschwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix rutschen je um über 6 Prozent ab. US-Vertreter erklärten, dass sich die Gespräche mit China nicht auf Exportkontrollen für Halbleiter konzentrierten. Diese Aussagen dämpfen Hoffnungen auf höhere Chipverkäufe in die Volksrepublik. Bislang scheine der Gipfel in vielen Fragen keine bedeutenden Durchbrüche erzielt zu haben. Zu bedenken sei außerdem, dass viele Ankündigungen früherer Treffen nie umgesetzt worden seien, daher vertraue der Markt mündlichen Verlautbarungen kaum. Auch in China reagieren die Börsen mit Ernüchterung auf den bisherigen Gipfelverlauf. Der australische S&P/ASX-200 steuert auf seinen vierten Wochenverlust in den vergangenen fünf Wochen zu.

WALL STREET

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      50.063,46  +0,8  +370,26    49.693,20 
S&P-500     7.501,24  +0,8   +56,99    7.444,25 
NASDAQ Comp  26.635,22  +0,9  +232,88    26.402,34 
NASDAQ 100   29.580,30  +0,7  +213,36    29.366,94 
 
Umsatzdaten 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,22 Mrd  1,30 Mrd 
Gewinner         1.647   1.064 
Verlierer        1.098   1.683 
Unverändert        93     89 
 

Fester - Positive Signale vom US-chinesischen Gipfeltreffen hievten die US-Börsen auf neue Rekordstände. Neben der Geopolitik mussten Konjunkturdaten verarbeitet werden. Die US-Einzelhandelsumsätze blieben stabil und deuteten trotz höherer Benzinpreise auf eine weiterhin robuste US-Konsumnachfrage hin. Am Aktienmarkt bewegte weiter KI-Fantasie: Cisco sprangen um 13,4 Prozent nach oben, nachdem der Netzwerkausrüster mit Umsatz und Ergebnis die Erwartungen übertroffen und die Prognosen erhöht hatte. Dazu kündigte Cisco an, Tausende von Arbeitsplätzen abzubauen, um mehr Raum für KI zu schaffen. Ein fulminantes Börsendebüt feierte die Aktie des KI-Chipherstellers Cerebras. Der erste Kurs war mit 350 Dollar fast doppelt so hoch wie der Ausgabekurs, der mit 185 Dollar schon deutlich über den Erwartungen des Markts gelegen hatte. Zum Handelsschluss notierte die Aktie 69 Prozent höher bei 312,66 Dollar. Nvidia stiegen um 4,4 Prozent auf ein neues Rekordniveau. Stützend wirkte, dass die USA rund zehn chinesischen Unternehmen den Kauf von H200-Chips genehmigen. Doximity knickten um 23 Prozent ein. Die digitale Plattform für US-Gesundheitsfachkräfte verzeichnete einen geringeren Gewinn und verfehlte auch die Erwartungen. StubHub erzielte im ersten Quartal bei einem höheren Umsatz einen Gewinn, der Kurs schnellte um 13,5 Prozent nach oben.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,01 +0,02    4,02      3,95 
5 Jahre       4,14 +0,01    4,15      4,08 
10 Jahre      4,48 +0,00    4,48      4,44 
 

Die US-Marktzinsen zeigten sich nach ihrem jüngsten Anstieg wenig verändert. Höher ausgefallene Importpreise, die für eine straffe Geldpolitik der US-Notenbank sprachen, bewegten nicht. Derweil wurde Trump-Kandidat Kevin Warsh vom Senat als neuer Vorsitzender der Fed bestätigt. Warsh sprach sich zuletzt tendenziell für niedrigere Zinsen aus. Er übernimmt das Amt vom scheidenden Fed-Chef Jerome Powell, der im Board bleibt, am Freitag.

DEVISENMARKT

DEVISEN        zuletzt +/- %   00:00    Do, 09:50 % YTD 
EUR/USD         1,1633  -0,3   1,1668     1,1712  -1,0 
EUR/JPY         184,50  -0,2   184,80     184,92  +0,3 
EUR/GBP         0,8717  +0,1   0,8707     0,8664  +0,0 
USD/JPY         158,57  +0,1   158,35     157,86  +1,2 
USD/KRW        1.504,90  +0,8  1.493,17    1.490,07  +4,5 
USD/CNY         6,8014  +0,2   6,7851     6,7868  -2,7 
USD/CNH         6,8037  +0,3   6,7864     6,7857  -2,5 
USD/HKD         7,8312  -0,0   7,8324     7,8328  +0,6 
AUD/USD         0,7157  -0,9   0,7220     0,7254  +7,3 
NZD/USD         0,5859  -0,9   0,5911     0,5935  +1,8 
BTC/USD       80.358,96  -1,3 81.379,82    79.831,71  -8,4 
 

Die überraschend stark gestiegenen Importpreise ließen den Dollar aufwerten. Der Dollarindex stieg um 0,4 Prozent. Der Euro fiel auf 1,1670 Dollar.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold         4.567,09  -1,8   -82,39    4.649,48 
Silber          78,29  -6,2   -5,19      83,48 
Platin        1.999,95  -2,7   -55,73    2.055,68 
Angaben ohne Gewähr 
 

Der Goldpreis gab um 0,7 Prozent auf 4.656 Dollar nach. Auf dem Edelmetall hätten der festere Dollar und das geringere Sicherheitsbedürfnis der Anleger angesichts der gestiegener Aktienmärkte gelastet, hieß es.

ÖL

ROHÖL         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex        103,33  +2,1    2,16     101,17 
Brent/ICE        107,65  +1,8    1,93     105,72 
 

Die Ölpreise zeigten sich in engen Grenzen volatil und notierten im späten US-Handel höher. Das Barrel Brentöl kostete 106,30 Dollar, 0,6 Prozent mehr als am Vortag. Dass die USA und China auf ihrem Gipfel die Bedeutung einer Öffnung der Straße von Hormus betonten, bewegte kaum. "Der Markt könnte zu viel Hoffnung darauf setzen, dass die Gespräche zwischen den USA und China einige positive Ergebnisse in Bezug auf den Iran bringen", hieß es von Analysten.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

USA - Geldpolitik

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

May 15, 2026 02:01 ET (06:01 GMT)

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

Stephen Miran ist aus dem Gouverneursrat der US-Notenbank zurückgetreten und hat damit einen Sitz in dem siebenköpfigen Gremium für den neuen Fed-Chef Kevin Warsh freigemacht. Miran, ehemaliger Wirtschaftsberater der Trump-Regierung, war der Fed am 16. September beigetreten und füllte die letzten Monate einer Amtszeit aus, die durch den Rücktritt einer anderen Gouverneurin vakant geworden war. In der ersten Phase seiner Amtszeit ließ sich Miran von seiner Funktion im Weißen Haus beurlauben, anstatt zurückzutreten. Das unkonventionelle Arrangement hatte Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed geweckt angesichts der Kampagne des Weißen Hauses zur Beeinflussung der Geldpolitik.

GIPFEL USA-CHINA

Beim Gipfel von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping hat nach Aussage der chinesischen Regierung "eine Reihe neuer gemeinsamer Übereinkünfte" mit den USA erzielt worden. "Die beiden Präsidenten einigten sich auf eine neue Vision für den Aufbau einer konstruktiven Beziehung zwischen China und den USA von strategischer Stabilität", die als Richtschnur für die Beziehungen "in den nächsten drei Jahren und darüber hinaus" dienen soll, teilte das chinesische Außenministerium am Freitag in einer Erklärung mit. In der Erklärung wurden keine Einzelheiten zu den "neuen gemeinsamen Übereinkünften" zwischen Trump und Xi genannt.

US-GELDPOLITIK

Der Gouverneur der US-Notenbank, Michael Barr, hat die Verringerung der Bilanzsumme als ein falsches Ziel für die Zentralbank bezeichnet. Viele der Vorschläge zur Erreichung dieses Ziels würden die Finanzstabilität gefährden, sagte der Notenbanker bei einer Veranstaltung in Midtown Manhattan. Barr reagierte damit auf die Bestätigung von Kevin Warsh als künftiger Chef der Federal Reserve.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/gos/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 15, 2026 02:01 ET (06:01 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
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