DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo-Geschäftsklima im Wohnungsbau bricht ein
Die Krise im deutschen Wohnungsbau hat sich im April massiv verschärft. Wie das Ifo-Institut mitteilte, ist das Geschäftsklima im Sektor so stark eingebrochen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Indexwert stürzte von minus 19,3 auf minus 28,4 Punkte, was den deutlichsten Rückgang seit April 2022 markiert. Vor allem die Erwartungen der Unternehmen trübten sich deutlich ein, aber auch die laufenden Geschäfte wurden schlechter beurteilt. "Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.
Fed-Gouverneur Barr: Verkleinerung der Bilanz ist "falsches Ziel"
Der Gouverneur der US-Notenbank, Michael Barr, hat die Verringerung der Bilanzsumme als ein falsches Ziel für die Zentralbank bezeichnet. Viele der Vorschläge zur Erreichung dieses Ziels würden die Finanzstabilität gefährden, sagte der Notenbanker bei einer Veranstaltung in Midtown Manhattan. Barr reagierte damit auf die Bestätigung von Kevin Warsh als künftiger Chef der Federal Reserve. Warsh hatte sich dafür ausgesprochen, die Bilanz der Fed zu verkleinern, um ihre große Präsenz an den Finanzmärkten zu reduzieren. Barr sagte, einige der Vorschläge zur Verkleinerung der Bilanz würden tatsächlich die Rolle der Fed an den Märkten vergrößern.
Miran erklärt Rücktritt aus der Fed vor Übergang zu Warsh
Stephen Miran ist aus dem Gouverneursrat der US-Notenbank Federal Reserve zurückgetreten und hat damit einen Sitz in dem siebenköpfigen Gremium für Kevin Warsh frei gemacht. Dieser wird Mirans Sitz übernehmen, wenn er sein Amt als neuer Fed-Vorsitzender antritt. Miran schickte ein Rücktrittsschreiben an die Fed, in dem er erklärte, dass sein Ausscheiden mit der Vereidigung von Warsh oder kurz zuvor wirksam wird.
Trump preist wirtschaftliche Abkommen als Ergebnis des China-Gipfels an
US-Präsident Trump hat in einem Interview die wirtschaftlichen Vereinbarungen hervorgehoben, die bei seinem zweitägigen Gipfel mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping erzielt wurden. Allerdings sind bislang nur wenige Abkommen bekanntgegeben worden. Bei einem früheren Treffen mit Xi seien drei Dutzend Vereinbarungen unterzeichnet worden, und "dieses Mal ist es viel größer als das", sagte er in einem Interview mit Fox News. Bislang gab es jedoch nur Ankündigungen über den Kauf von 200 Boeing-Flugzeugen durch die Chinesen, weit weniger als die erwarteten 500.
Trump: Xi und ich denken sehr ähnlich über den Iran
Der chinesische Staatschef Xi Jinping und Donald Trump denken nach Aussage des US-Präsidenten "sehr ähnlich" über den Iran. "Wir wollen, dass das endet. Wir wollen nicht, dass sie eine Atomwaffe besitzen", sagte Trump beim Gipfel in Peking. "Wir wollen, dass die Meerengen offen sind, und wir wollen, dass sie es beenden, denn es ist eine verrückte Sache." Er fügte hinzu: "Sie sind ein bisschen verrückt. Und das ist nicht gut. Das geht nicht. Sie dürfen keine Atomwaffe besitzen." Er habe mit dem chinesischen Staatschef über den Iran gesprochen.
China: Sehen keine Notwendigkeit für Fortsetzung des Krieges
Die chinesische Regierung hat Kritik am Krieg der USA gegen den Iran geübt. "Es gibt keine Notwendigkeit für eine Fortsetzung dieses Krieges, der gar nicht erst hätte ausbrechen dürfen", erklärte das Außenministerium in einer Stellungnahme am Morgen des zweiten Tages des Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Zuvor hatte das Weiße Haus mitgeteilt, Xi habe bei einem Treffen mit Trump seinen Widerstand gegen jegliche Bemühungen zum Ausdruck gebracht, die Straße von Hormus zu militarisieren oder eine Maut für die Durchfahrt von Schiffen durch die Wasserstraße zu erheben.
Chinas Kreditwachstumsdaten deuten auf stabilen Zinsausblick
Chinas Daten zum Kreditwachstum im April deuten auf eine gewisse Verlangsamung hin. Die neuen Yuan-Kredite sind gegenüber März zurückgegangen und die Gesamtkreditvergabe ist um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Gleichzeitig bleibt die Kreditnachfrage des Privatsektors schwach, weshalb ANZ an der Einschätzung festhält, dass sich die Gesamtkreditvergabe bis Ende 2026 verlangsamen wird.
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May 15, 2026 03:01 ET (07:01 GMT)
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