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MÄRKTE EUROPA/Schwach - Gewinnmitnahmen und höhere Zinsen bremsen

DJ MÄRKTE EUROPA/Schwach - Gewinnmitnahmen und höhere Zinsen bremsen

DOW JONES--Nach der jüngsten Aufwärtsbewegung geht es an den europäischen Aktienmärkten am Freitag nach unten. Der DAX verliert 1,1 Prozent auf 24.195 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,3 Prozent nach unten. Einige Börsen wie die in der Schweiz, die an Christi Himmelfahrt geschlossen hatten, holen Kursgewinne vom Vortag nach. Zum Wochenausklang pausiert nur noch die Börse in Kopenhagen pausiert am Brückentag.

Unter Druck stehen Aktien aus dem Technologiesektor, insbesondere Halbleiterwerte, die bereits im asiatischen Handel sehr schwach im Markt lagen. Ihr Stoxx-Subindex verliert 1,4 Prozent. Noch schwächer zeigt sich der Index der Rohstoffaktien mit einem Minus von fast 2 Prozent. Am besten schlagen sich angesichts wieder steigender Ölpreise Aktien aus dem Energiesektor, der insgesamt knapp behauptet tendiert.

Neben Gewinnmitnahmen bremsen laut Marktbeobachtern die zuletzt gestiegenen und tendenziell weiter steigenden Zinsen. Hintergrund sind immer neue Preisdaten, die eine noch stärkere Inflation zeigen als ohnehin wegen des Energierpreisschocks in Folge des Iran-Kriegs erwartet. Zuletzt fielen in den USA Verbraucher-, Erzeuger- und Importpreise höher als geschätzt aus. Als Folge halten die Spekulationen über Zinsanhebungen der Notenbanken an. Und höhere Zinsen bedeuten geringere Gewinnmargen bei den Unternehmen. Die deutsche Zehnjahresrendite liegt aktuell bei 3,05 Prozent, im Bereich eines 15-Jahreshochs.

Zu hören ist im Handel aber auch von Enttäuschung über den US-chinesischen Gipfel in Peking angesichts fehlender konkreter Vereinbarungen. UBS-Volkswirt Paul Donovan spricht von teurer Symbolpolitik, während die grundlegenden Konflikte ungelöst blieben. Chinas Präsident Xi spreche von einer Einigung, die Handelsbeziehungen stabil zu halten. "Stabilität" sei jedoch kein Begriff, den man normalerweise mit der US-Handelspolitik der vergangenen 15 Monate in Verbindung bringe. Bei den Themen Taiwan, technologische Vorherrschaft oder dem Iran-Krieg habe es keine greifbaren Ergebnisse gegeben.

Aktien von Chipherstellern leiden wie schon in Asien unter Zweifeln, ob die USA weitere Chipverkäufe nach China zulassen werden und ob China überhaupt vermehrt Chips importieren will. Dazu werden Technologieaktien wegen ihrer oft hohen Bewertungen vor dem Hintergrund des Zinsanstiegs kritischer gesehen. Infineon notieren 6 Prozent im Minus, Aixtron 5,6, STMicro 4,5 oder ASML 4,3 Prozent,

Rohstoffaktien leiden unter nachgebenden Preisen für Gold und Silber. Fresnillo und Hochschild Mining büßen je fast 6 Prozent ein. Die Schwäche bei den Edelmetallen wird ebenfalls auch auf die hohen Zinsen zurückgeführt, weil das zinslose Gold als Anlage an Attraktivität beispielsweise zu Anleihen verliert. Die Aktie des breiter aufgestellten Bergbaukonzerns Anglo American gibt um 3,9 Prozent nach, Glencore verlieren 2,4 Prozent.

Fraport verlieren 0,8 Prozent. Die Streiks bei der Lufthansa haben wie erwartet das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen im April erheblich geschmälert. Von den insgesamt sechs Streiktagen durch die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo im April waren rund 500.000 Fluggäste betroffen.

Beim IT-Dienstleister Nagarro hat sich im ersten Quartal die Phase der Nachfrageschwäche aus dem Vorquartal fortgesetzt, die Aktie verliert 5 Prozent. Nagarro hat gleichwohl den Ausblick bestätigt. Freenet gewinnen 1,2 Prozent. Das Unternehmen hat nach einem negativen Ergebniseffekt bei dem übernommenen Unternehmen Mobilezone im ersten Quartal wie erwartet weniger verdient. Freenet will nun "gezielte operative und kommerzielle Maßnahmen" ergreifen, um den Effekt im Hinblick auf die finanziellen Ziele für 2028 auszugleichen.

In Paris geben LVMH um 0,8 Prozent nach. Der Luxusgüterhersteller verkauft die Marke Marc Jacobs für 850 Millionen Dollar, worüber laut Analysten zuvor bereits spekuliert wurde, wobei teils höhere Preiserwartungen kursierten.

Stellantis verlieren in Mailand 1,6 Prozent, nachdem der französisch-italienische Autobauer einen rund 1 Milliarde Euro schweren Vertrag mit dem chinesischen Partner Dongfeng unterzeichnet hat, um Fahrzeuge der Marken Peugeot und Jeep in China zu produzieren.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.858,95  -1,3   -76,01    5.934,96    1,2 
Stoxx-50    5.082,92  -0,8   -42,60    5.125,52    3,4 
DAX      24.195,38  -1,1  -260,88    24.456,26    -1,2 
MDAX      31.460,29  -1,4  -433,59    27.039,42    2,8 
TecDAX     3.795,59  -1,6   -61,37    3.091,28    4,8 
SDAX      18.403,35  -1,1  -201,01    13.062,07    7,2 
FTSE      10.288,33  -0,8   -84,60    10.372,93    3,6 
CAC       8.007,88  -0,9   -74,39    8.082,27    -1,7 
SMI      13.283,07  +0,5   70,11    13.212,96    0,1 
ATX       5.895,91  -0,4   -25,89    5.921,80    10,7 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:05 
EUR/USD      1,1637  -0,3  -0,0031     1,1668   1,1733 
EUR/JPY      184,4  -0,2  -0,4000      184,8  184,9500 
EUR/CHF      0,9134  -0,1  -0,0010     0,9144   0,9168 
EUR/GBP      0,8708  +0,0   0,0001     0,8707   0,8676 
USD/JPY      158,44  +0,1   0,0900     158,35  157,6200 
GBP/USD      1,3363  -0,3  -0,0036     1,3399   1,3520 
USD/CNY      6,8027  +0,3   0,0176     6,7851   6,7920 
USD/CNH      6,8057  +0,3   0,0193     6,7864   6,7946 
AUS/USD      0,7168  -0,7  -0,0052      0,722   0,7227 
Bitcoin/USD  80.826,26  -0,7  -553,56    81.379,82 80.451,74 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     103,09  +1,9    1,92     101,17 
Brent/ICE     107,32  +1,5    1,60     105,72 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.573,89  -1,6   -75,59    4.649,48 
Silber       78,87  -5,5   -4,61      83,48 
Platin     2.000,60  -2,7   -55,08    2.055,68 
 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 15, 2026 04:18 ET (08:18 GMT)

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SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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