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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

TAGESTHEMA

Chinas Wirtschaftstätigkeit hat sich im April unerwartet abgekühlt. Trotz robuster Exporte gerät Peking damit zunehmend unter Druck, das Wachstum mit weiteren Maßnahmen anzukurbeln. Nach den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten stiegen die Einzelhandelsumsätze nur minimal, während die Industrieproduktion schlechter ausfiel als erwartet und die Sachanlageninvestitionen zurückgingen. Die staatlichen Subventionen für Konsumgüter seien in diesem Jahr nicht so stark wie im Vorjahr, wobei sich die Automobilverkäufe im April sichtlich abschwächten, sagte Zhiwei Zhang, Chefökonom bei Pinpoint Asset Management. "Die starke Entwicklung der Exporteure half zwar, die Schwäche der Inlandsnachfrage abzufedern, reichte jedoch nicht aus, um sie vollständig auszugleichen."

Die Einzelhandelsumsätze sind im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 0,2 Prozent gestiegen. Damit verlangsamte sich das Wachstum nach einem Plus von 1,7 Prozent im März. Volkswirte hatten nach einer Umfrage des Wall Street Journals mit einem Wachstum von 2,0 Prozent gerechnet. Die Sachanlageninvestitionen gingen im Zeitraum von Januar bis April im Jahresvergleich um 1,6 Prozent zurück. Damit verfehlten sie die Erwartungen der Ökonomen, die mit einem Anstieg von 1,6 Prozent gerechnet hatten. Der Rückgang war vor allem auf den anhaltenden Einbruch im chinesischen Immobiliensektor zurückzuführen. Die Immobilieninvestitionen sanken von Januar bis April im Jahresvergleich um 13,7 Prozent, während die Baubeginne um 22 Prozent einbrachen. Die Industrieproduktion stieg im April im Jahresvergleich um 4,1 Prozent nach 5,7 Prozent im Vormonat. Hier hatten die Ökonomen mit einem Anstieg von 5,9 Prozent gerechnet.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Keine relevanten Termine angekündigt.

AUSBLICK KONJUNKTUR

Keine relevanten Daten angekündigt.

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.388,25  -0,6 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.060,00  -0,6 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.511,80  -1,4 
Topix-500 (Tokio)      3.834,94  -0,8 
Kospi (Seoul)        5.093,54  +0,4 
Shanghai-Composite      4.130,69  -0,1 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.667,18  -1,1 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Zum Start in die neue Woche dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Auf der Stimmung lastet der andauernde Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit neuen Militärschlägen gedroht, falls es nicht zu einer Einigung kommt. Die Straße von Hormus ist derweil noch immer geschlossen, was die Ölpreise am Montag weiter in die Höhe treibt. Unter Druck stehen in der Region vor allem die Technologiewerte. Anleger warten gespannt auf die Geschäftszahlen von Nvidia im späteren Wochenverlauf. Der südkoreanische Aktienmarkt trotzt der negativen Tendenz in der Region, gestützt vom Schwergewicht Samsung Electronics. Dessen Kurs steigt um 4,5 Prozent mit der Nachricht, dass der Konzern die Verhandlungen mit den Gewerkschaften wieder aufgenommen hat. Das nährt die Hoffnung, dass ein Streik noch abgewendet werden kann.

WALL STREET

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA      49.526,17  -1,1  -537,29    50.063,46 
S&P-500     7.408,50  -1,2   -92,74    7.501,24 
NASDAQ Comp  26.225,15  -1,5  -410,08    26.635,22 
NASDAQ 100   29.125,20  -1,5  -455,10    29.580,30 
 
 
Umsatzdaten 
           Freitag  Donnerstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,43 Mrd  1,22 Mrd 
Gewinner        629   1.647 
Verlierer      2.148   1.098 
Unverändert       54     93 
 

Schwächer - Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hatte nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Zu den Themen Iran-Krieg, technologische Vorherrschaft und Taiwan-Frage habe es keine Fortschritte gegeben, so UBS-Volkswirt Paul Donovan. Positive Konjunkturdaten fanden kaum Beachtung. Bei den Einzeltiteln zeigten sich vor allem die Werte aus dem Technologiesektor mit kräftigen Abgaben. China hatte nach Aussage von US-Präsident Trump trotz der Freigabe durch die USA keine H200-Chips von Nvidia gekauft. Mit Nvidia ging es um 4,4 Prozent abwärts. Intel büßten 6,2 Prozent ein. Die Aktie des Börsenneulings und KI-Chipentwicklers Cerebras, die am Donnerstag bei ihrem Debüt um fast 70 Prozent nach oben geschossen war, fiel um gut 10 Prozent. Applied Materials (-0,9%) konnten sich der schlechten Stimmung nicht entziehen, obwohl das Unternehmen überraschend gute Zahlen für sein zweites Geschäftsquartal vorgelegt und einen optimistischen Ausblick gegeben hatte. Der US-Investor Bill Ackman hatte über seinen Hedgefonds Pershing Square eine Beteiligung an Microsoft aufgebaut. Microsoft stiegen um gut 3 Prozent.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre       4,08 +0,09    4,09      4,02 
5 Jahre       4,26 +0,14    4,27      4,16 
10 Jahre      4,60 +0,14    4,60      4,49 
 

Die Anleiherenditen zogen kräftig an. Marktteilnehmer verwiesen auf die jüngsten Inflationsdaten, die Zinserhöhungsspekulationen befeuert hätten.

DEVISEN

DEVISEN        zuletzt +/- %   00:00    Fr, 09:39 % YTD 
EUR/USD         1,1621  -0,0   1,1625     1,1639  -1,1 
EUR/JPY         184,68  +0,1   184,52     184,36  +0,4 
EUR/GBP         0,8721  -0,0   0,8722     0,8704  +0,1 
USD/JPY         158,90  +0,1   158,76     158,38  +1,4 
USD/KRW        1.502,41  +0,3  1.497,73    1.500,20  +4,3 
USD/CNY         6,8107  +0,0   6,8092     6,8026  -2,6 
USD/CNH         6,8138  +0,0   6,8126     6,8043  -2,3 
USD/HKD         7,8288  -0,0   7,8296     7,8298  +0,6 
AUD/USD         0,7131  -0,2   0,7148     0,7171  +6,9 
NZD/USD         0,5838  0,0   0,5838     0,5864  +1,4 
BTC/USD       76.970,79  -1,7 78.258,48    80.782,40 -12,2 
 

Der Dollar wertete auf - der Dollar-Index legte um 0,5 Prozent zu. Der Euro fiel auf 1,1620 Dollar. Die andauernden Spannungen mit dem Iran und jüngste, unerwartet hohe Preisdaten schürten die Spekulation, dass die US-Notenbank zu Zinserhöhungen übergehen könnte. Der Markt preist eine Zinserhöhung bis März 2027 vollständig ein, wie Daten von LSEG zeigten.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold         4.540,61  +0,1    2,59    4.538,02 
Silber          75,38  -0,7   -0,57      75,95 
Platin        1.968,90  -0,2   -4,55    1.973,45 
 

Der Goldpreis gab deutlicher nach. Die Feinunze reduzierte sich um 2,1 Prozent auf 4.550 Dollar. Die Aussicht auf steigende Zinsen und der feste Dollar belasteten.

ÖL

ROHOEL         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex        107,25  +1,7    1,83     105,42 
Brent/ICE        111,21  +1,8    1,95     109,26 
 

Die Ernüchterung über das magere Ergebnis des Treffens Trump-Xi und die ausbleibende Lösung zur Straße von Hormus trieben die Ölpreise nach oben. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um 4,2 Prozent auf 105,42 Dollar das Barrel. Der Brentpreis stieg um 3,3 Prozent auf 109,26 Dollar je Barrel. Am Montag geht es im asiatisch dominierten Handel mit den Preisen weiter nach oben, nachdem US-Präsident Trump weitere Militärschläge gegen den Iran angedroht hat.

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

FED

Die US-Notenbank hat mitgeteilt, dass der scheidende Vorsitzende Jerome Powell bis zur Vereidigung von Kevin Warsh, der vergangene Woche vom Senat für eine vierjährige Amtszeit bestätigt wurde, als kommissarischer Vorsitzender im Amt bleiben wird. Es ist unklar, wann Warsh vereidigt wird.

BIP THAILAND

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal um 2,8 Prozent zum Vorjahr. Volkswirte hatten im Konsens mit einem Wachstum um 2,35 Prozent gerechnet.

CHANGXIN MEMORY TECHNOLOGIES (CXMT)

hat im ersten Quartal einen Gewinnanstieg um das fast 17-fache verzeichnet. Das Unternehmen profitierte dabei von dem durch künstliche Intelligenz (KI) ausgelösten Preisanstieg bei Speicherchips und nimmt seine Pläne für einen Börsengang in Shanghai wieder auf.

NEXTERA ENERGY

führt nach Insiderangaben fortgeschrittene Gespräche über den Kauf des konkurrierenden Versorgers Dominion Energy. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, der Deal würde zu den größten des Jahres zählen und könnte bereits am Montag bekannt gegeben werden, sofern die Gespräche nicht noch scheiterten.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 18, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
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