DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Zahl der Baugenehmigungen steigt im März deutlich
Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist im März deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, wurde im März der Bau von insgesamt 21.800 Wohnungen genehmigt, was einem Zuwachs von 11,5 Prozent oder 2.200 Genehmigungen gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Auch der Neubau entwickelte sich positiv: Hier kletterte die Zahl der genehmigten Wohnungen um 8,2 Prozent beziehungsweise 1.300 auf insgesamt 17.600 Einheiten.
Fitch bestätigt Deutschland mit "AAA" - Ausblick stabil
Fitch Ratings hat die langfristigen Emittentenausfallratings (IDRs) Deutschlands mit "AAA" und stabilem Ausblick bestätigt. Das Rating spiegelt die große, wohlhabende und diversifizierte Wirtschaft, die außergewöhnliche Finanzierungsflexibilität als Benchmark-Emittent der Eurozone und eine langjährige Erfolgsbilanz umsichtiger Haushaltsführung wider, wie Fitch mitteilte. Diese Stärken würden weiterhin einen erheblichen fiskalischen Spielraum stützen, trotz trüberer Wachstumsaussichten, einer deutlichen Haushaltslockerung und zunehmender politischer Fragmentierung.
Chinas Industrie und Konsum verlieren im April an Fahrt
Chinas Wirtschaftstätigkeit hat sich im April unerwartet abgekühlt. Trotz robuster Exporte gerät Peking damit zunehmend unter Druck, das Wachstum mit weiteren Maßnahmen anzukurbeln. Die Einzelhandelsumsätze sind im April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um 0,2 Prozent gestiegen. Damit verlangsamte sich das Wachstum nach einem Plus von 1,7 Prozent im März. Volkswirte hatten nach einer Umfrage des Wall Street Journals mit einem Wachstum von 2,0 Prozent gerechnet. Die Sachanlageninvestitionen gingen im Zeitraum von Januar bis April im Jahresvergleich um 1,6 Prozent zurück. Damit verfehlten sie die Erwartungen der Ökonomen, die mit einem Anstieg von 1,6 Prozent gerechnet hatten.
Chinas schwache April-Daten deuten auf vorsichtiges Wachstumsmanagement hin
Chinas schwache Konjunkturdaten für April deuten darauf hin, dass das Wachstum des Landes vorsichtig gesteuert wird, schreiben die Strategen von ANZ Research in einem Kommentar. Die Konjunkturdaten der Wirtschaft hätten im vergangenen Monat auf breiter Front enttäuscht, was größtenteils eine nachlassende Unterstützung durch die Fiskalpolitik widerspiegle, so die Strategen. Chinas Haushaltsmittel würden zunehmend in die soziale Sicherheit und die Beschäftigung gelenkt, sagen sie und verweisen auf die Haushaltsdaten des Finanzministeriums für das erste Quartal.
Japans Wirtschaft dürfte im ersten Quartal moderat gewachsen sein
Die japanische Wirtschaft ist im Zeitraum Januar bis März dank einer Erholung der Exporte in die USA und eines robusten Binnenkonsums wahrscheinlich moderat gewachsen. Dies dürfte aus den am Dienstag erwarteten Regierungsdaten hervorgehen. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte laut einer Umfrage des Datenanbieters Quick unter Ökonomen um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal oder hochgerechnet auf das Jahr um 1,6 Prozent gestiegen sein. Im Schlussquartal 2025 hatte das Wachstum bei 0,3 Prozent bzw. 1,3 Prozent gelegen.
Iran beschlagnahmt chinesisches Sicherungsschiff nahe Hormus
Der Iran hat nahe der Straße von Hormus ein unter honduranische Flagge fahrendes chinesisches Sicherungsschiff beschlagnahmt. Anscheinend ist Teheran nicht bereit, bewaffneten Schutz selbst durch solche Schiffe zuzulassen, die im Auftrag seines stärksten Partners unterwegs sind. Laut dem Eigner Sinoguards Marine Security haben die iranischen Behörden das Schiff am Donnerstag festgesetzt, also am Tag des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking.
+++ Konjunkturdaten +++
Thailand BIP 1Q +2,8% gg Vorjahr (PROG +2,35%)
DJG/DJN/apo
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May 18, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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