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MÄRKTE EUROPA/Leichter - Steigende Renditen belasten

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - Steigende Renditen belasten

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind leichter in die Woche gestartet. So verliert der DAX am Morgen 0,4 Prozent auf 23.859 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert 0,8 Prozent tiefer. Aktuell mahnt der Anleihenmarkt zur Vorsicht, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg am Morgen auf 3,187 Prozent, dies ist der höchste Wert seit 2011. Vor allem das lange Ende wird momentan von Investoren gemieden, die Zinskurve versteilert sich damit. Damit verteuern sich die Finanzierungskosten deutlich - für Staaten wie auch für Unternehmen.

Während der Waffenstillstand im Persischen Golf weitgehend zu halten scheint, hält das Patt um die Straße von Hormus an. Wie Associated Press am Sonntag berichtete, stimmte sich Israel mit den USA über eine mögliche Wiederaufnahme von Luftangriffen gegen den Iran ab. In einem Social-Media-Post am Sonntag warnte US-Präsident Trump den Iran, einem Friedensabkommen zuzustimmen - andernfalls drohten Konsequenzen.

Abverkauf bei Anleihen hält an

Die Verkäufe bei Staatsanleihen setzen sich zum Wochenstart massiv fort. Die Renditen steigen weltweit auf neue Höchststände. Als Auslöser macht Marktstratege Chris Weston von Pepperstone die wachsende Angst vor einer anhaltenden Inflation und weiteren Zinserhöhungen der Fed aus. Die Markterwartung für den nächsten Zinsschritt habe erstmals die 4-Prozentmarke durchbrochen - und der Markt preise nun eine Erhöhung statt einer Senkung für Januar 2027 ein.

Ölpreis-Rally schürt unverändert Inflationsangst, Brent-Öl steigt auf 110 Dollar. Besonders kritisch sei dabei, dass auch längerfristige Öl-Terminkontrakte auf neue Zyklushöchs stiegen, was die mittel- und langfristigen Inflationserwartungen der Märkte massiv anheize, heißt es.

Von Unternehmensseite ist es am Morgen recht ruhig. Die Berichtssaison hat ihren Höhepunkt gesehen, aus dem Euro-Stoxx-600 legen diese Woche noch 33 Unternehmen ihre Geschäftszahlen für die ersten drei Monate des Jahres vor. Zum Wochenstart werden die Aktien von Air Liquide, BNP Paribas und Intesa Sanpaolo ex Dividende gehandelt.

Die Aktie von Sartorius legt 2 Prozent zu, hier stützt die Kreise-Meldung vom Wochenende, dass der aktivistische Investor Elliott Investment Management eine beträchtliche Beteiligung an Bio-Rad Laboratories aufgebaut habe. Die Beteiligung von Bio-Rad an Sartorius sei rund 5 Milliarden Dollar wert - was fast der gesamten Marktkapitalisierung von Bio-Rad von etwa 6,6 Milliarden Dollar entspricht. Elliott ist der Meldung zufolge der Ansicht, dass Sartorius ein qualitativ hochwertiges Unternehmen mit starken Wachstumsaussichten sei, so die informierten Personen.

Gegen den Trend geht es für die Aktie von Sonova um knapp 3 Prozent nach oben. Der Umsatz im zweiten Halbjahr lag laut Jefferies-Aanlysten im Rahmen der Erwartungen. Das bereinigte EBITA übertraf aber die Prognosen.

Für die Aktie von Ryanair geht es nach Zahlenausweis um 3 Prozent nach unten. Laut den Analysten von Bernstein blieb der Nettogewinn um 6 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Wie in diesem frühen Stadium des Jahres üblich gebe es keine Prognose für den Nettogewinn im Geschäftsjahr 2027. Der Billigflieger hebt die Kosteninflation in den kommenden Monaten hervor, da 20 Prozent der Treibstoffkosten nicht abgesichert seien. Dazu gebe 300 Millionen Euro an zusätzlichen Umweltauflagen sowie höhere Personalkosten.

=== 
INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  5.779,12  -0,8   -48,64    5.827,76    -0,2 
Stoxx-50    5.015,89  -0,6   -31,39    5.047,28    2,0 
DAX      23.858,68  -0,4   -91,89    23.950,57    -2,6 
MDAX      31.034,73  -1,1  -330,44    27.039,42    1,4 
TecDAX     3.809,30  +0,4   13,54    3.091,28    5,2 
SDAX      18.361,47  -0,0   -4,17    13.062,07    6,9 
FTSE      10.185,10  -0,1   -10,27    10.195,37    2,6 
CAC       7.869,45  -1,0   -83,10    7.952,55    -3,4 
SMI      13.128,61  -0,7   -91,56    13.220,17    -1,0 
ATX       5.843,12  -0,3   -16,82    5.859,94    9,7 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:01 
EUR/USD      1,1633  +0,1   0,0008     1,1625   1,1628 
EUR/JPY      184,84  +0,2   0,3200     184,52  184,4000 
EUR/CHF      0,9136  -0,1  -0,0009     0,9145   0,9143 
EUR/GBP      0,8712  -0,1  -0,0010     0,8722   0,8713 
USD/JPY      158,86  +0,1   0,1000     158,76  158,5900 
GBP/USD      1,335  +0,2   0,0029     1,3321   1,3343 
USD/CNY      6,8022  -0,1  -0,0070     6,8092   6,8092 
USD/CNH      6,8048  -0,1  -0,0078     6,8126   6,8118 
AUS/USD      0,7149  +0,0   0,0001     0,7148   0,7155 
Bitcoin/USD  76.994,00  -1,6 -1.264,48    78.258,48 79.139,91 
 
ROHÖL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     106,40  +0,9    0,98     105,42 
Brent/ICE     110,02  +0,7    0,76     109,26 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.545,68  +0,2    7,66    4.538,02 
Silber       75,96  +0,0    0,01      75,95 
Platin     1.974,36  +0,0    0,91    1.973,45 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

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May 18, 2026 03:57 ET (07:57 GMT)

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