DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Schweizer Wirtschaft wächst im ersten Quartal um 0,5 Prozent
Die Schweizer Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 gewachsen, doch der Krieg im Iran droht die Erholung des Landes in den kommenden Monaten zu gefährden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in den drei Monaten bis März um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und knüpfte damit an das Wachstum von 0,2 Prozent im letzten Quartal 2025 an, wie das Schweizer Bundesamt für Statistik in einer Schnellschätzung mitteilte.
Europäische Gaspreise steigen - Krieg im Iran dauert an
Die europäischen Erdgaspreise steigen über 50 Euro je Megawattstunde, da die Händler kaum Anzeichen für eine Lösung im Nahen Osten sehen. "Wir haben mehrfach darauf hingewiesen, dass der Gasmarkt das Ausmaß der Lieferauswirkungen aus dem Persischen Golf zu niedrig bewertet", meinen die Analysten von ING. "Asiatische Käufer werden auf den Spotmarkt ausweichen müssen, um gestörte vertraglich vereinbarte Lieferungen aus dem Persischen Golf zu ersetzen, was den Wettbewerb zwischen asiatischen und europäischen Käufern verschärft." Unterdessen liegen die Speicherstände in der Europäischen Union bei 36 Prozent ihrer Kapazität und damit deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 50 Prozent.
Treffen von Trump und Xi legt Grundlage für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit
Das Treffen von Trump und Xi hat den Grundstein für eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit gelegt, schreibt BofA Securities in einer Research Note. Eine Reihe von "schrittweisen, aber greifbaren Ergebnissen" bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit habe sich während der Treffen herauskristallisiert, meinen die Volkswirte. Kaufzusagen und eine selektive Lockerung der Handelskonflikte blieben die politisch machbarsten "quick wins" für beide Seiten, merken sie an. Jede konkrete Lockerung in diesem Bereich wäre positiv für die Märkte und könnte zu einem wichtigen Kanal für die Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen werden, meint BofA.
Wachstum in Asien dürfte unter Druck geraten
Das Wachstum in Asien dürfte stärker unter Druck geraten. Dies bringe die Zentralbanken in die Zwickmühle, ob und wie sie auf die stark steigenden Preise reagieren sollen, schreibt Frederic Neumann von HSBC in einer Research Note. Die vollen Auswirkungen des globalen Energieschocks auf das Wachstum seien in der Region noch nicht zu spüren, da sich die meisten Volkswirtschaften widerstandsfähig gezeigt hätten. Doch trotz einer baldigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus würden die Folgen der Schließung der Wasserstraße die asiatischen Volkswirtschaften in den kommenden Monaten beeinträchtigen. Steigender Preisdruck und schwächere Wechselkurse deuteten auf eine Straffung der Geldpolitik hin, meint der Ökonom.
Chinas Wirtschaft weiter auf Kurs für robustes Wachstum in diesem Jahr
Chinas Wirtschaft sei trotz der enttäuschenden Wirtschaftsdaten für April weiterhin auf Kurs, sich in diesem Jahr gut zu behaupten, schreibt Capital Economics in einer Research Note. Der Chefvolkswirt für China, Julian Evans-Pritchard, meint, die Verlangsamung der Industrieproduktion - das langsamste Tempo seit Mitte 2023 - scheine eine schwächere Binnennachfrage widerzuspiegeln. Gleichzeitig würden Spillover-Effekte aus dem Iran-Krieg die Raffinerietätigkeit und die petrochemische Produktion belasten. Das schwache Wachstum der Einzelhandelsumsätze deute auf die nachlassende Wirkung des chinesischen Programms zum Austausch von Konsumgütern hin.
DJG/DJN/apo
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May 18, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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