DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Erwerbstätigkeit in Deutschland sinkt im ersten Quartal weiter
Im ersten Quartal 2026 sind in Deutschland rund 45,6 Millionen Menschen erwerbstätig gewesen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 61.000 Personen oder minus 0,1 Prozent. Damit setzte sich der negative Trend der Vorquartale fort, nachdem die Erwerbstätigkeit bereits im dritten und vierten Quartal 2025 saisonbereinigt um jeweils 0,1 Prozent zurückgegangen war.
Japans Wirtschaftswachstum beschleunigt sich im ersten Quartal
Das japanische Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal 2026 beschleunigt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Zeitraum von Januar bis März um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie aus vorläufigen Regierungsdaten vom Dienstag hervorgeht. Das Wachstum fiel damit stärker aus als die Zunahme von 0,2 Prozent im vierten Quartal und übertraf die Prognose von Ökonomen, die mit 0,4 Prozent gerechnet hatten. Die Entwicklung stützt die Argumente für eine weitere Zinserhöhung, da der Nahostkonflikt die Inflationsrisiken erhöht.
Japans BIP-Daten stützen Zinserhöhung - Risiken nehmen jedoch zu
Die japanischen BIP-Daten für das erste Quartal stützen die Ansicht, dass sich das Wachstum erholt. Gleichzeitig nehmen jedoch die Risiken zu, da die Dynamik des Welthandels nachlässt und ein schwächerer Yen die Importkosten in die Höhe treibt, meinen die Volkswirte von HSBC. Die geldpolitische Normalisierung der Bank of Japan sei zwar auf Kurs und eine Zinserhöhung stehe wahrscheinlich bevor, doch dürfte die Zentralbank vorsichtig vorgehen wollen, schreiben sie in einem Kommentar. Trotz eines zweiten Wachstumsquartals in Folge sei das grundlegende Bild der Wirtschaft weniger eindeutig.
Wirtschaftswachstum Japans dürfte im Fiskaljahr 2027 bei 0,5 Prozent liegen
In einem Szenario, in dem die Spannungen im Nahen Osten kurzfristig nachlassen, dürfte das japanische Wirtschaftswachstum im Fiskaljahr bis März 2027 im Durchschnitt 0,5 Prozent betragen, meint der Ökonom Yoshimasa Maruyama von SMBC Nikko Securities. "Infolge nachlassender Angebotsengpässe dürften die WTI-Rohölpreise letztendlich fallen und sich im Geschäftsjahr 2026 im Durchschnitt bei etwa 82 US-Dollar pro Barrel einpendeln", sagt er. "Sollte der Konflikt im Nahen Osten jedoch andauern, dürfte ein Anstieg des durchschnittlichen Ölpreises für das Fiskaljahr 2026 unvermeidlich sein", fügt er hinzu.
Trump setzt angeblich für Dienstag geplanten Angriff auf Iran aus
US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend über seine sozialen Medien mitgeteilt, einen geplanten Militärschlag gegen den Iran auszusetzen. Der Angriff war laut Trump für Dienstag vorgesehen. Trump erklärte, er komme damit einer Bitte des Emirs von Katar, des Kronprinzen von Saudi-Arabien und des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate nach. Die drei Staatsoberhäupter hätten ihm mitgeteilt, dass ernsthafte Verhandlungen im Gange seien und eine Einigung möglich sei. Ein mögliches Abkommen müsse laut Trump auch ein Verbot von Atomwaffen für den Iran enthalten.
Trump-Xi-Gipfel dürfte Anlegersorgen um Beziehungen USA-China zerstreuen
Der Gipfel von Trump und Xi in der vergangenen Woche dürfte trotz des Ausbleibens größerer positiver Überraschungen dazu beitragen, die Sorgen der Anleger über die Beziehungen zwischen den USA und China zu zerstreuen, schreibt Julius Bär in einer Research Note. Analyst Richard Tang schreibt, das Treffen habe dazu beigetragen, den Handelsfrieden zwischen den beiden Supermächten zu verlängern, da ein Verhandlungsrahmen mit gemeinsamen Zielen geschaffen worden sei. Nennenswerte Fortschritte in anderen Bereichen seien jedoch begrenzt. Chinas Entscheidung, den Kauf von Nvidia-H200-Chips nicht zu genehmigen, hat Anleger beruhigt, die chinesische Technologie bevorzugen.
Neuer Fed-Chef Warsh wird am Freitag im Weißen Haus vereidigt
Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh wird im Weißen Haus vereidigt. US-Präsident Donald Trump wird am Freitag eine Vereidigungszeremonie ausrichten, wie ein Vertreter des Weißen Hauses mitteilte. Die Zeremonie unterstreicht das große persönliche Interesse Trumps an der Ernennung. Trumps Wahl für die Leitung der Fed in seiner ersten Amtszeit 2018, der nun scheidende Vorsitzende Jerome Powell, war in einer Zeremonie bei der Fed vereidigt worden, an der Trump nicht teilgenommen hatte.
+++ Konjunkturdaten +++
GB/Anträge auf Arbeitslosengeld Apr +26.500
GB/ILO-Arbeitslosenzahl 3 Mon per März -77.052, Quote 5,0%
GB/Durchschnittslöhne (inkl. Boni) 3 Mon per März +4,1%
Malaysia Verbraucherpreise Apr +1,9% (PROG: +1,9%) gg Vorjahr
Malaysia Verbraucherpreise Apr +0,4% gg Vormonat
DJG/DJN/apo
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May 19, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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