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MÄRKTE EUROPA/Fest - Trump sagt geplanten Angriff auf Iran ab

DJ MÄRKTE EUROPA/Fest - Trump sagt geplanten Angriff auf Iran ab

DOW JONES--Die europäischen Börsen sind mit Aufschlägen in den Handel am Dienstag gestartet. Aussagen von US-Präsident Donald Trump, ein für Dienstag geplanter Angriff auf den Iran sei zunächst ausgesetzt, werden als Hinweis gedeutet, dass die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA weitergehen. Trump warnte jedoch zugleich, dass er Verteidigungsminister Pete Hegseth und andere US-Militärvertreter weiterhin angewiesen habe, bereit zu sein, jederzeit einen vollständigen, groß angelegten Angriff auf den Iran durchzuführen, falls kein akzeptables Abkommen erreicht werde. "Ob es hinter den Kulissen tatsächlich Annäherungen (...) gibt, darüber kann nur spekuliert werden. Und solange hier vieles unklar bleibt, solange werden die Kursschwankungen in allen Assetklassen hoch bleiben", glaubt QC Partners.

Der DAX gewinnt 1,3 Prozent auf 24.626 Punkte. Stützend wirken Aufschläge der Schwergewichte SAP (+4,8%) und Rheinmetall (+4,3%). Damit setzen beide Titel die technische Erholung vom Vortag fort. Der Euro-Stoxx-50 kommt auf ein Plus von 0,9 Prozent. Weiter im Blick steht der Anleihemarkt, die Renditen geben leicht nach - ein Zeichen der Entspannung. Der jüngste Renditeanstieg auf Mehrjahreshochs hat nicht nur neue Stagflationsängste geschürt, sondern auch Sorgen über die Tragfähigkeit der hohen Staatsschulden ausgelöst. Die Verwerfungen an den Anleihemärkten dürften neben den geopolitschen Unsicherheiten Thema des am Vortag begonnenen Treffen der G7-Finanzminister und Zentralbank-Gouverneure in Paris sein.

Der Ölpreis der Sorte Brent notiert mit 110,50 Dollar das Fass etwas unter den Vortagesständen. Unternehmensnachrichten sind rar, größere Akzente könnten am Mittwoch die mit großer Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia setzen. Sie gelten als Benchmark für den gesamten KI-Sektor.

Positive Wirtschaftsdaten kommen aus Japan. Die dortigen BIP-Daten für das erste Quartal stützen die Ansicht, dass sich das Wachstum erholt. Gleichzeitig nehmen jedoch die Risiken zu, da die Dynamik des Welthandels nachlässt und ein schwächerer Yen die Importkosten in die Höhe treibt, meinen die Volkswirte von HSBC. Die geldpolitische Normalisierung der Bank of Japan sei zwar auf Kurs und eine Zinserhöhung stehe wahrscheinlich bevor, doch dürfte die Zentralbank vorsichtig vorgehen wollen, heißt es.

Ottobock starten mit Abschlägen von 11,8 Prozent in den Handel. Belastend wirkt ein Bericht des Finanzinvestors Grizzly Research. In diesem wird dem Prothesenhersteller eine "aggressive Bilanzierungsmetrik" vorgeworfen. Ottobock-Sprecherin Merle Florstedt erklärte auf Anfrage, dass das Unternehmen die Vorwürfe von Grizzly zurückweise. Am Dienstag findet die Hauptversammlung von Ottobock statt.

Trotz eines zurückhaltenden Ausblicks auf das laufende Geschäftsjahr 2026/27 geht es für Hornbach 2,1 Prozent nach oben. Das Unternehmen rechnet mit einem Nettoumsatz auf oder leicht über Vorjahresniveau von 6,4 Milliarden Euro sowie einem bereinigten EBIT auf dem Vorjahresniveau von 264,7 Millionen Euro. Laut Baader liegt die Konsenserwartung für den Umsatz aber bei 6,57 Milliarden Euro und für das bereinigte EBIT bei 276 Millionen Euro. Mit der Kursschwäche seit Mitte April scheint das aber offenbar eingepreist zu sein.

Standard Chartered (-0,4%) strebt mittelfristig höhere Renditen an und will Stellen in den Unternehmensfunktionen abbauen, während zugleich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ausgeweitet wird. Die in London ansässige Bank plant im Jahr 2028 eine Eigenkapitalrendite von mehr 15 Prozent. Bis 2030 soll dieser Wert auf etwa 18 Prozent steigen.

Daneben bewegen Analysten die Kurse. So hat die DZ Bank die Kion-Aktie (+2,1%) auf Kaufen von Halten erhöht, während die Citigroup das Votum für Knorr-Bremse (+2,6%) auf Kaufen angehoben hat. Bank of America hat derweil das Kursziel für die Deutsche Börse (+1,2%) leicht auf 305 von zuvor 300 Euro erhöht.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      5.903,30  +0,9   54,30    5.849,00    1,9 
Stoxx-50        5.113,86  +0,9   45,39    5.068,47    4,0 
DAX          24.626,08  +1,3   318,16    24.307,92    0,6 
MDAX          31.857,53  +1,3   417,44    27.039,42    4,0 
TecDAX         3.933,70  +1,8   69,24    3.091,28    8,6 
SDAX          18.520,97  +0,5   91,53    13.062,07    7,8 
FTSE          10.389,22  +0,6   65,47    10.323,75    4,6 
CAC           8.064,29  +1,0   76,80    7.987,49    -1,0 
SMI          13.394,60  +1,2   153,90    13.240,70    1,0 
ATX           5.873,79  -0,0   -0,80    5.874,59    10,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:05 
EUR/USD          1,1636  -0,2  -0,0019     1,1655   1,1647 
EUR/JPY          185,04  -0,1  -0,0900     185,13  185,0000 
EUR/CHF          0,9136  -0,1  -0,0006     0,9142   0,9150 
EUR/GBP          0,8678  +0,0   0,0003     0,8675   0,8673 
USD/JPY          159,01  +0,1   0,1800     158,83  158,8300 
GBP/USD          1,3402  -0,2  -0,0031     1,3433   1,3424 
USD/CNY          6,8031  +0,1   0,0031     6,8000   6,8000 
USD/CNH          6,8044  +0,1   0,0055     6,7989   6,8009 
AUS/USD          0,713  -0,5  -0,0036     0,7166   0,7157 
Bitcoin/USD      77.201,54  +0,4   332,99    76.868,55 76.272,57 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         108,12  -0,5   -0,54     108,66 
Brent/ICE         110,47  -1,5   -1,63     112,10 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.549,96  -0,4   -16,02    4.565,98 
Silber           76,20  -1,9   -1,47      77,67 
Platin         1.970,26  -0,5   -9,34    1.979,60 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/flf

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May 19, 2026 03:57 ET (07:57 GMT)

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