Bonn (www.anleihencheck.de) - In dieser Woche richtet sich der makroökonomische Fokus in der Eurozone auf Außenhandel, Inflation und Unternehmensumfragen, so Postbank Research. Die strukturelle Abhängigkeit der Eurozone von Energieimporten könnte die Handelsbilanzzahlen für März beeinflussen, da höhere Öl- und Gaspreise die Importkosten mechanisch in die Höhe treiben würden. Die Inflationsdaten dürften den endgültigen Verbraucherpreisindex für April bei 3,0% im Jahresvergleich bestätigen, nach 2,6% im März. Der Anstieg sei erneut energiegetrieben, während die Kerninflation auf rund 2,2% gesunken sei, was bislang auf begrenzten zugrunde liegenden Preisdruck hindeute. Dies stütze die Einschätzung, dass der jüngste Inflationsanstieg eher einen angebotsseitigen Schock als eine erneute Nachfragestärke widerspiegele. Die HCOB-Einkaufsmanagerindices für Mai würden weitere Hinweise auf das Wachstumsbild liefern. Im März habe der Composite-PMI leicht über der Expansionsschwelle gelegen, gestützt vom verarbeitenden Gewerbe, während die Dynamik im Dienstleistungssektor bereits nachgelassen habe. Jüngere Daten würden darauf hindeuten, dass sich das verarbeitende Gewerbe dank Lagerdynamiken weiter robust halte, während sich der Dienstleistungssektor weiter abgeschwächt habe, sodass der Composite-PMI kaum auf eine überzeugende Erholung hindeute. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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