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MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Software des Anlegers neuer Liebling

DJ MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Software des Anlegers neuer Liebling

DOW JONES--Weiter steigende Marktzinsen und eine negative Eröffnung der US-Börsen haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag gebremst. Am Nachmittag gaben sie ihre zuvor gesehenen Gewinne zum großen Teil wieder ab. Am Morgen wurde zunächst positiv gewertet, dass US-Präsident Donald Trump einen für Dienstag geplanten Angriff auf den Iran absagte, Hier wird darauf gesetzt, dass nun die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA weitergehen. "Ob es hinter den Kulissen tatsächlich Annäherungen (...) gibt, darüber kann nur spekuliert werden. Und solange hier vieles unklar bleibt, solange werden die Kursschwankungen in allen Assetklassen hoch bleiben", glaubt QC Partners.

Der DAX gewann 0,4 Prozent auf 24.603 Punkte und profitierte dabei von einem Plus in Höhe von 6 Prozent im DAX-Schwergewicht SAP. Der Euro-Stoxx-50 schloss behauptet bei 5.851 Zählern. Unternehmensnachrichten waren rar, größere Akzente könnten die mit großer Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia setzen, die am Mittwoch nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. Sie gelten als Benchmark für den gesamten KI-Sektor.

Anleger positionieren sich im Technologiesektor neu

Während Anleger in den vergangenen Wochen Aktien von Hardware- und Chipherstellern gegenüber den Softwareunternehmen im Technologiesektor bevorzugten, findet momentan ein Umdenken statt. Bisher galten Unternehmen aus dem Hardware-Bereich wie ASML, ASMI, Nokia oder Infineon als die großen Profiteure des KI-Hypes. Bei den Softwareanbietern würde die Arbeit des Geschäftsmodells "Software as a Service" zukünftig zunehmend von der KI erledigt, so die Befürchtungen der Anleger. Doch aktuell werden diese Umschichtungen zurückgedreht, ASML verloren 1,2 Prozent und Infineon 2,6 Prozent, dagegen legten SAP um 6 Prozent zu und Capgemini um 4,3 Prozent. Nemetschek stiegen um 10 und Atoss Software gewannen gleich 13,5 Prozent.

Für Nuways-Analyst Vincent Bischoff ist die Aktie von Atoss Software auf dem nun erreichten Bewertungsniveau ein Kauf. Atoss profitiere von KI nicht nur auf technologischer Ebene, sondern vor allem strukturell und wirtschaftlich. Das Unternehmen kombiniere proprietäre Daten, tiefe Kundenintegration, eine starke Cloud-Dynamik und ein hochprofitables SaaS-Modell. Damit verfüge es über das ideale Fundament, um als einer der großen europäischen Gewinner des nächsten KI-Transformationszyklus hervorzugehen.

Ottobock schlossen 11 Prozent im Minus. Belastend wirkte ein Bericht des Finanzinvestors Grizzly Research. In diesem wird dem Prothesenhersteller eine "aggressive Bilanzierungsmetrik" vorgeworfen. Ottobock-Sprecherin Merle Florstedt erklärte auf Anfrage, dass das Unternehmen die Vorwürfe von Grizzly zurückweise. Am Dienstag findet die Hauptversammlung von Ottobock statt.

Bund will sich von Uniper trennen

Gut dreieinhalb Jahre nach der staatlichen Milliarden-Rettung des Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper (+11%) leitet die Bundesregierung an diesem Dienstag den weitgehenden Wiederverkauf des Unternehmens ein. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (SZ) sieht das nun fertiggestellte Privatisierungskonzept des Finanzministeriums vor, dass der Bund seine Beteiligung an dem Gas- und Stromversorger vom Ende dieses Jahres an von heute 99,1 Prozent auf 25 Prozent plus eine Aktie reduziert.

Standard Chartered (-2,1 %) strebt mittelfristig höhere Renditen an und will Stellen in den Unternehmensfunktionen abbauen, während zugleich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ausgeweitet wird. Die in London ansässige Bank plant im Jahr 2028 eine Eigenkapitalrendite von mehr 15 Prozent. Bis 2030 soll dieser Wert auf etwa 18 Prozent steigen.

=== 
Index        Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     5.851        0,0          0,99 
Stoxx-50       5.084        0,3          3,06 
Stoxx-600        611        0,2          3,04 
DAX         24.401        0,4         -0,75 
FTSE-100 London   10.324        0,1          3,95 
CAC-40 Paris     7.987       -0,1         -1,99 
AEX Amsterdam     1.016        0,3          6,77 
ATHEX-20 Athen    5.671       -1,2          5,98 
BEL-20 Brüssel    5.423        0,1          6,79 
BUX Budapest    132.046       -0,2         18,93 
OMXH-25 Helsinki   6.334        0,2         11,05 
OMXC-20 Kopenhagen  1.521       -0,1         -5,44 
PSI 20 Lissabon    9.143        0,2         10,64 
IBEX-35 Madrid    17.755       -0,5          2,58 
FTSE-MIB Mailand   48.669       -0,7          8,29 
OBX Oslo       1.986        1,0         24,32 
PX Prag        2.546        0,2         -5,19 
OMXS-30 Stockholm   3.056        0,2          5,99 
WIG-20 Warschau   131.727       -1,2         13,75 
ATX Wien       5.875       -0,6         10,29 
SMI Zürich      13.241        0,9         -0,20 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:05 
EUR/USD          1,1599  -0,5  -0,0056     1,1655   1,1647 
EUR/JPY          184,26  -0,5  -0,8700     185,13  185,0000 
EUR/CHF          0,9158  +0,2  0,0016     0,9142   0,9150 
EUR/GBP          0,8661  -0,2  -0,0014     0,8675   0,8673 
USD/JPY          158,85  +0,0  0,0200     158,83  158,8300 
GBP/USD          1,3391  -0,3  -0,0042     1,3433   1,3424 
USD/CNY          6,8144  +0,2  0,0144     6,8000   6,8000 
USD/CNH          6,8178  +0,3  0,0189     6,7989   6,8009 
AUS/USD          0,7097  -1,0  -0,0069     0,7166   0,7157 
Bitcoin/USD      76.397,39  -0,6  -471,16    76.868,55 76.272,57 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         108,80  +0,1   0,14     108,66 
Brent/ICE         110,96  -1,0   -1,14     112,10 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.499,35  -1,5  -66,63    4.565,98 
Silber           74,25  -4,4   -3,42      77,67 
Platin         1.930,70  -2,5  -48,90    1.979,60 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

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May 19, 2026 12:15 ET (16:15 GMT)

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