Hamburg (ots) -
Damit Banken künftig Zahlungen in digitalem Euro für ihre Kunden abwickeln können, entwickelt die Hamburger PPI AG eine eigene Plattform. Die Software soll von den Instituten entweder selbst betrieben oder als "as a Service"-Modell genutzt werden. Zudem will PPI bestehende Produkte für den kontobasierten Zahlungsverkehr, die unter anderem von der DZ BANK eingesetzt werden, um Funktionen für den digitalen Euro erweitern.
Der digitale Euro wird als Zentralbankgeld ausgegeben, ähnlich wie Bargeld. Anders als Giralgeld, welches auf Girokonten bei den jeweiligen Geschäftsbanken geführt wird, bekommt der digitale Euro eigens dafür eingerichtete und geführte Konten bei der Zentralbank. Die Geschäftsbanken müssen deshalb sicherstellen, dass digital veranlasste Zahlungen auf den zentral verwalteten Konten tatsächlich ausgeführt werden. Neben den eigenen Kundenkonten müssen sie somit auch Transaktionen auf den Konten für den digitalen Euro steuern.
"Beim digitalen Euro übernehmen Banken eine wichtige Vermittlerrolle", sagt PPI-Vorstandvorsitzender Dr. Thorsten Völkel. "Die Institute identifizieren Kunden, beugen Geldwäsche und Betrug vor und melden dem Eurosystem zulässige Transaktionen. Sie müssen also die Vorarbeit leisten für ein System, das außerhalb ihrer eigenen IT-Hoheit liegt."
Darüber hinaus stellen Banken sogenannte Wallets für ihre Kunden bereit. Gemeint sind die digitalen Geldbörsen, um im Geschäft oder online zu bezahlen. Erwartet wird, dass diese Wallets in Online-Banking-Angebote und Apps integriert werden. Kunden können so ihren Kontostand jederzeit einsehen, Zahlungen vornehmen, Geld senden oder Guthaben aufladen. Ähnlich wie bei einer Geldkarte soll mit dem digitalen Euro auch offline bezahlt oder Geld gesendet werden können.
"Banken bekommen mit den Wallets einen weiteren Kundenkanal, den sie sicher verwalten müssen", so Völkel. "Dies schließt ein, dem Eurosystem mitzuteilen, wenn ein Kunde eine Wallet eröffnen oder schließen möchte."
Geplant ist, dass die Banken auch die Wallets steuern und sie mit den Girokonten ihrer Kunden verknüpfen. Das Ziel: Den digitalen Euro wie Bargeld nutzbar zu machen und die Privatsphäre der Verbraucher zu schützen. Deshalb soll die Zentralbank keine einzelnen Konten direkt einzelnen Personen zuordnen können. Völkel vergleicht das System mit der Arbeitsteilung beim Straßenbau. "Die Zentralbank stellt die Autobahn bereit, während die Banken Fahrzeuge und Tankstellen anbieten."
Die von PPI angebotene Plattform wird Transaktionen mit dem digitalen Euro erlauben und den Banken dabei helfen, Wallets für ihre Kunden zu verwalten. Die Software wird sich von den Banken entweder selbst oder als ausgelagerter Service von PPI betreiben lassen. "Wir bieten verschiedene Betriebsmodelle an und unterstützen Banken auch dabei, ihre Liquidität bei der Zentralbank zu steuern", sagt Völkel. Dies sei erforderlich, damit die Institute jederzeit ausreichend Mittel vorhalten, um etwa das Aufladen von Wallets in Echtzeit zu ermöglichen.
Das Angebot richtet sich an Banken in der Europäischen Union und soll unabhängig vom gewählten Betriebsmodell verfügbar sein.
Pressekontakt:
Geerd Lukaßen, Pressesprecher
T +49 1512 8788 227
geerd.lukassen@ppi.de
www.ppi-group.eu
Original-Content von: PPI AG, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/65143/6279167
Damit Banken künftig Zahlungen in digitalem Euro für ihre Kunden abwickeln können, entwickelt die Hamburger PPI AG eine eigene Plattform. Die Software soll von den Instituten entweder selbst betrieben oder als "as a Service"-Modell genutzt werden. Zudem will PPI bestehende Produkte für den kontobasierten Zahlungsverkehr, die unter anderem von der DZ BANK eingesetzt werden, um Funktionen für den digitalen Euro erweitern.
Der digitale Euro wird als Zentralbankgeld ausgegeben, ähnlich wie Bargeld. Anders als Giralgeld, welches auf Girokonten bei den jeweiligen Geschäftsbanken geführt wird, bekommt der digitale Euro eigens dafür eingerichtete und geführte Konten bei der Zentralbank. Die Geschäftsbanken müssen deshalb sicherstellen, dass digital veranlasste Zahlungen auf den zentral verwalteten Konten tatsächlich ausgeführt werden. Neben den eigenen Kundenkonten müssen sie somit auch Transaktionen auf den Konten für den digitalen Euro steuern.
"Beim digitalen Euro übernehmen Banken eine wichtige Vermittlerrolle", sagt PPI-Vorstandvorsitzender Dr. Thorsten Völkel. "Die Institute identifizieren Kunden, beugen Geldwäsche und Betrug vor und melden dem Eurosystem zulässige Transaktionen. Sie müssen also die Vorarbeit leisten für ein System, das außerhalb ihrer eigenen IT-Hoheit liegt."
Darüber hinaus stellen Banken sogenannte Wallets für ihre Kunden bereit. Gemeint sind die digitalen Geldbörsen, um im Geschäft oder online zu bezahlen. Erwartet wird, dass diese Wallets in Online-Banking-Angebote und Apps integriert werden. Kunden können so ihren Kontostand jederzeit einsehen, Zahlungen vornehmen, Geld senden oder Guthaben aufladen. Ähnlich wie bei einer Geldkarte soll mit dem digitalen Euro auch offline bezahlt oder Geld gesendet werden können.
"Banken bekommen mit den Wallets einen weiteren Kundenkanal, den sie sicher verwalten müssen", so Völkel. "Dies schließt ein, dem Eurosystem mitzuteilen, wenn ein Kunde eine Wallet eröffnen oder schließen möchte."
Geplant ist, dass die Banken auch die Wallets steuern und sie mit den Girokonten ihrer Kunden verknüpfen. Das Ziel: Den digitalen Euro wie Bargeld nutzbar zu machen und die Privatsphäre der Verbraucher zu schützen. Deshalb soll die Zentralbank keine einzelnen Konten direkt einzelnen Personen zuordnen können. Völkel vergleicht das System mit der Arbeitsteilung beim Straßenbau. "Die Zentralbank stellt die Autobahn bereit, während die Banken Fahrzeuge und Tankstellen anbieten."
Die von PPI angebotene Plattform wird Transaktionen mit dem digitalen Euro erlauben und den Banken dabei helfen, Wallets für ihre Kunden zu verwalten. Die Software wird sich von den Banken entweder selbst oder als ausgelagerter Service von PPI betreiben lassen. "Wir bieten verschiedene Betriebsmodelle an und unterstützen Banken auch dabei, ihre Liquidität bei der Zentralbank zu steuern", sagt Völkel. Dies sei erforderlich, damit die Institute jederzeit ausreichend Mittel vorhalten, um etwa das Aufladen von Wallets in Echtzeit zu ermöglichen.
Das Angebot richtet sich an Banken in der Europäischen Union und soll unabhängig vom gewählten Betriebsmodell verfügbar sein.
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Geerd Lukaßen, Pressesprecher
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