DJ Aktien Schweiz etwas fester - Swiss Re von Abstufung belastet
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Am Schweizer Aktienmarkt hat sich am Donnerstag eine freundliche Tendenz durchgesetzt. Der SMI legte um 0,4 Prozent auf 13.446 Punkte zu und reihte sich damit in der europäischen Tageswertung weit oben ein. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 15 Kursgewinner und 5 -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 20,42 (Mittwoch: 21,93) Millionen Aktien.
Am Vortag war der SMI noch hinterhergehinkt, weil die wenig zyklischen Indexschwergewichte wie Nestle, Roche und Novartis gebremst hatten. Am Donnerstag stabilisierten sie den Index mit Kursgewinnen von 0,5 bis 0,9 Prozent angesichts von Meldungen zum Nahost-Konflikt, konkret den Atomprogrammplänen des Iran, die Hoffnungen auf einen baldigen Frieden eher dämpften. Entsprechend zogen die Ölpreise auch wieder an und heizten Inflationssorgen an.
Größter Verlierer waren Swiss Re. Der Kurs des Rückversicherers sackte um 3,2 Prozent ab, nachdem die Analysten der UBS die Aktie auf Verkaufen von zuvor Neutral abgestuft hatten. Die jüngsten Quartalsberichte deuteten auf eine eher unterdurchschnittliche Kapitalrendite im Neugeschäft des laufenden Zyklus hin, so die Begründung. Dazu rechnen die Experten mit einer schwachen Erneuerungsrunde.
Swiss Life gewannen nach der Vorlage von Erstquartalszahlen 0,8 Prozent, Der Versicherer ist mit Wachstum in das Jahr gestartet und steigerte unter anderem das Prämienvolumen um 4 Prozent auf 8,2 Milliarden Franken.
Gemieden wurden Richemont, die um 0,4 Prozent nachgaben. Hier hätten die am Freitag anstehenden Geschäftszahlen für Abwarten gesorgt, hieß es. Auch die Bank Julius Bär öffnet zum Wochenausklang die Bücher. Im Vorfeld stieg der Kurs um 0,4 Prozent.
Im Technologiesektor ging es im SMI für Logitech nach stark ausgefallenen Geschäftszahlen des KI-Flaggschiffs Nvidia um 0,5 Prozent nach oben. Die Softwareaktie Temenos sackte dagegen um über 6 Prozent ab, wobei europaweit Softwareaktien eher schwach im Markt lagen. Hier dürften die starken Nvidia-Zahlen die Sorgen vor disruptiven Wirkungen von KI-Anwendungen auf die Softwareentwicklung wieder befeuert haben. Dazu passte die Meldung, dass das US-Softwareunternehmen Intuit massiv Stellen abbaut, und weiter in KI investiert.
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May 21, 2026 12:06 ET (16:06 GMT)
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