DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Stimmung der Verbraucher im Euroraum hellt sich auf
Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich im Mai verbessert. Der von der EU-Kommission ermittelte Index stieg um 1,6 auf minus 19,0 Punkte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Stand von minus 20,3 prognostiziert. Für die EU-27 verbesserte sich der Wert um 1,7 Punkte auf minus 18,2. Der endgültige Indexstand des Verbrauchervertrauens für Mai wird in der kommenden Woche veröffentlicht.
Philly-Fed-Index signalisiert Stagnation der Industrie im Mai
Das Wachstum der Industrie in der Region der Philadelphia Fed hat sich im Mai abgeschwächt. Die Unternehmen zeigten sich jedoch weiterhin optimistisch für die Zukunft. Der Leitindex des monatlichen Manufacturing Business Outlook Survey der Philadelphia Fed fiel in diesem Monat auf -0,4, nach 26,7 im April. Negative Werte deuten auf eine Schrumpfung des verarbeitenden Gewerbes hin. Das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen von Wall-Street-Analysten zurück, die einen Stand von 19 prognostiziert hatten.
Zahl der US-Arbeitslosenanträge vergangene Woche gesunken
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche gesunken. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der Arbeitsmarkt trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit durch den Krieg im Iran stabil bleibt. Die Zahl der Personen, die einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellten, sei in der Woche bis zum 16. Mai auf 209.000 gefallen, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag mit. In der Vorwoche waren es 212.000 gewesen. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit 210.000 neuen Anträgen gerechnet.
Zahl der US-Baubeginne im April gesunken
Die Zahl der Baubeginne in den USA ist im April angesichts einer rückläufigen Bautätigkeit gesunken. Nachfolgend die wichtigsten Punkte aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des US-Handelsministeriums: Die Baubeginne, ein Indikator für den Neubau von Wohnimmobilien, sanken im April um 2,8 Prozent auf 1,465 Millionen. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 1,42 Millionen prognostiziert.
Inflation erhöht Druck auf langlaufende globale Anleihen
Der Druck auf langlaufende globale Anleihen nimmt zu, da die Märkte sich mit einem hartnäckigeren und tiefer verwurzelten Energieangebotsschock abfinden, schreibt Mitch Reznick von Federated Hermes in einer Research Note. "Was anfangs als eine Verschiebung der Inflationserwartungen erschienen sei, schlage sich nun direkt in der realisierten Inflation nieder und bestärke die Ansicht, dass die Zentralbanken ihre Politik länger straff halten müssten, um die Preisstabilität wiederherzustellen", so der Leiter des Bereichs Fixed Income.
Industrieaktivität im Zentrum der USA wächst im Mai weiter - Kansas City Fed
Die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe im Zentrum der USA ist im Mai gewachsen, wenn auch etwas langsamer als im April. Dies ging aus einer am Donnerstag veröffentlichten monatlichen Umfrage hervor. Die Federal Reserve Bank of Kansas City teilte mit, dass der Gesamtindex ihrer Umfrage zur Produktion im zehnten Distrikt im Mai bei 8 lag, nach 10 im April. Die Nulllinie markiert die Grenze zwischen Expansion und Kontraktion in der Branche.
US-Wirtschaftsaktivität expandiert im Mai weiter bei anhaltendem Preisdruck
Die US-Wirtschaftsaktivität im Privatsektor ist im Mai weiter gewachsen. Gleichzeitig nahm der Preisdruck zu, wie eine am Donnerstag veröffentlichte monatliche Umfrage ergab. Der S&P Global Flash U.S. Composite PMI, der auf Umfragen bei Dienstleistungs- und Produktionsunternehmen basiert, lag mit 51,7 unverändert gegenüber April. Ein Wert von über 50 deutet auf ein anhaltendes Wachstum der Aktivität hin.
Fed/Barkin: Zinserhöhungen bekämpfen nicht Ursache angebotsbedingter Inflation
Der Präsident der Federal Reserve von Richmond, Thomas Barkin, hat am Donnerstag in einer Rede erklärt, dass Zinserhöhungen nicht die eigentliche Ursache einer angebotsbedingten Inflation bekämpfen. Sollten die Inflationsschocks jedoch anhalten, habe die Fed möglicherweise keine andere Wahl, als zu reagieren, fügte er hinzu.
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May 21, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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