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MÄRKTE USA/Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs dürfte weiter stützen

DJ MÄRKTE USA/Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs dürfte weiter stützen

DOW JONES--Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs dürften die US-Börsen auch am Freitag noch ein Stückchen weiter nach oben tragen. Der Aktienterminmarkt deutet eine etwas festere Eröffnung am Kassamarkt an. Unterstützung erhalten die Aktienkurse vom Anleihemarkt, wo die Renditen leicht nachgeben. Deutsche-Bank-Volkswirt Jim Reid weist auf die unübersichtliche Nachrichtenlage bezüglich der iranischen Bestände an angereichertem Uran hin.

Zwar habe es Berichte gegeben, dass Irans oberster Führer das angereicherte Uran im Land halten wolle. "Al Jazeera und andere Medien berichteten jedoch später über Dementis, wonach eine solche neue Richtlinie nicht erlassen worden sei", merkt der Marktstratege an.

Später habe es in den sozialen Medien Berichte gegeben, denen zufolge sich die USA und der Iran auf den Entwurf eines Abkommens geeinigt haben könnten, das die Atomgespräche auf einen späteren Zeitpunkt verschiebe. "Die Richtigkeit dieser Berichte blieb jedoch unklar", so Reid weiter. "Niedrigere Ölpreise und Anleiherenditen können Aktien kurzfristig stützen, auch wenn der längerfristige Ausblick von der vollständigen Wiedereröffnung der Straße von Hormus abhängt", ergänzt XTB-Analystin Kathleen Brooks.

Konjunkturseitig werden der Index der Frühindikatoren für April und der von der Uni Michigan ermittelte Index der Verbraucherstimmung für Mai veröffentlicht. Im Blick steht ferner der Wechsel an der Spitze der US-Notenbank. Deren neuer Chairman Kevin Warsh wird am Freitag vereidigt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 3 Basispunkte auf 4,55 Prozent. Anleger hoffen wie auch am Aktienmarkt auf ein Ende des Iran-Krieges und in der Folge auf eine Öffnung der Straße von Hormus. Sollten die Ölpreise dann deutlich fallen, dürfte auch die Inflation zurückgehen und mit ihr Zinserhöhungsspekulationen, heißt es. Manche setzen auch auf Warsh als geldpolitische Taube. Der Markt schließt vor dem Memorial-Day-Wochenende am Freitag um 14.00 Uhr US-Ostküstenzeit.

Der Dollar notiert nahe seiner jüngsten Mehrwochenhochs - der Dollar-Index gewinnt 0,1 Prozent. Gestützt werde er von robusten US-Wirtschaftsdaten und der Unsicherheit über die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, urteilt CEO Daniel Takieddine von Sky Links Capital. Jüngste US-Daten stärkten die Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinsen für längere Zeit höher halten werde, sagt er.

Die Ölpreise steigen trotz der Hoffnung auf eine Einigung zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten, sie bewegen sich aber klar unter den jüngsten Hochs. Rohöl der Sorte Brent verteuert sich um 2,1 Prozent auf 104,68 Dollar pro Barrel. "Es ist nicht das erste Mal, dass ein Abkommen zum Greifen nah schien, die Verhandlungen dann aber scheiterten", erklären die ING-Analysten die anziehenden Ölpreise. Der Goldpreis wird vom festen Dollar gebremst.

Am Aktienmarkt springen die Aktien von Estee Lauder vorbörslich um 11,1 Prozent nach oben, nachdem das Kosmetikunternehmen die Verhandlungen über eine Übernahme des spanischen Luxusgüterkonzerns Puig abgebrochen hat. Starke Erstquartalszahlen verhelfen der Workday-Aktie zu einem Aufschlag von 7,3 Prozent. Der Einsatz von KI beginne sich auszuzahlen, so die Erklärung des Unternehmens für die gute Geschäftsentwicklung.

Auch Zoom Communications (+8%) hat dank KI eine starke Auftaktperiode verbucht und ihre Ziele angehoben. Ross Stores hat nach einem Umsatzanstieg im ersten Quartal die Jahresprognose erhöht. Das wird mit einem Kursanstieg um 5 Prozent honoriert. Der Kurs von Take-Two Interactive Software legt um 3,1 Prozent zu. Der Videospielehersteller meldete einen geringer als befürchtet ausgefallenen Verlust im vierten Geschäftsquartal vor. Imax haussieren um 13,7 Prozent. Der Kinotechnikanbieter prüft laut Wall Street Journal einen Verkauf und hat Unterhaltungsunternehmen als potenzielle Käufer angesprochen.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,08 -0,01    4,10      4,07 
5 Jahre           4,23 -0,03    4,26      4,22 
10 Jahre          4,55 -0,03    4,58      4,55 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:29 
EUR/USD          1,1596  -0,2  -0,0022     1,1618   1,1593 
EUR/JPY          184,54  -0,1  -0,1300     184,67  184,5100 
EUR/CHF          0,9117  -0,2  -0,0021     0,9138   0,9146 
EUR/GBP          0,8641  -0,1  -0,0007     0,8648   0,8646 
USD/JPY          159,13  +0,1   0,1700     158,96  159,1400 
GBP/USD          1,3418  -0,1  -0,0011     1,3429   1,3406 
USD/CNY          6,7947  -0,1  -0,0078     6,8025   6,8025 
USD/CNH          6,7962  -0,1  -0,0034     6,7996   6,8032 
AUS/USD          0,7121  -0,4  -0,0026     0,7147   0,7136 
Bitcoin/USD      77.343,49  -0,4  -302,84    77.646,33 77.124,77 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         97,66  +1,4    1,31      96,35 
Brent/ICE         104,68  +2,1    2,10     102,58 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.519,47  -0,5   -22,03    4.541,50 
Silber           75,69  -1,3   -1,01      76,70 
Platin         1.931,33  -1,8   -34,58    1.965,91 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/apo

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May 22, 2026 08:20 ET (12:20 GMT)

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