DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Trend des Ifo-Index zeigt weiter abwärts
Der leichte Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex markiere noch keine Trendwende, schreibt Jörg Krämer von der Commerzbank in einer Research Note. Der Hauptindikator ist im Mai auf 84,9 von 84,5 im Vormonat gestiegen. Nach den Einbrüchen in den beiden Vormonaten weise der Trend aber weiterhin klar nach unten, so der Ökonom. Das deutsche BIP dürfte nun im zweiten Quartal schrumpfen, nachdem es im ersten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen sei, da die hohen Preise ihren Tribut forderten, so der Ökonom. "Wenn die Straße von Hormus nicht bald wieder geöffnet wird, droht nicht nur der Wirtschaft ein schwieriger Herbst. Hoffentlich werden sich die USA und der Iran schnell einigen", sagt er.
Verbraucherstimmung laut Uni Michigan auf neuem Tief
Höhere Benzinpreise und die angespannte Lage im Nahen Osten haben die Verbraucherstimmung im Mai auf ein neues Rekordtief gedrückt. Das geht aus der monatlichen Umfrage der University of Michigan hervor. Demnach wächst auch die Sorge vor der zukünftigen Inflation. Der Hauptindex der Umfrage fiel in diesem Monat auf 44,8 von 49,8 im April, wie aus den am Freitagmorgen veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Bereits der Aprilwert war zu diesem Zeitpunkt der niedrigste jemals verzeichnete Endwert. Eine erste Schätzung für Mai, die Anfang des Monats veröffentlicht wurde, lag bei 48,2.
Kanadas Einzelhandelsumsatz steigt im März um 0,9%
Die Einzelhandelsumsätze in Kanada sind im März gestiegen, angetrieben durch höhere Umsätze an Tankstellen und einen starken Anstieg der Kraftstoffpreise. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent auf saisonbereinigt 72,67 Milliarden kanadische Dollar, was etwa 52,73 Milliarden US-Dollar entspricht, wie die kanadische Statistikbehörde Statistics Canada am Freitag mitteilte.
Mexikos BIP für erstes Quartal nach oben revidiert
Die mexikanische Wirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres auf breiter Front geschrumpft. Der Rückgang fiel jedoch geringer aus als zunächst geschätzt, wie aus den vom nationalen Statistikinstitut Inegi veröffentlichten Daten hervorgeht. Das Bruttoinlandsprodukt, ein Maß für die Produktion von Waren und Dienstleistungen, sank saisonbereinigt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal, teilte Inegi mit. Die Industrieproduktion fiel um 1,0 Prozent, die Dienstleistungen sanken um 0,4 Prozent und die landwirtschaftliche Produktion ging um 1,7 Prozent zurück.
Mexikos Inflation schwächt sich Anfang Mai ab
Die Inflation in Mexiko hat sich in der ersten Maihälfte abgeschwächt. Gründe dafür waren ein saisonaler Rückgang der Energiekosten, niedrigere Preise für frische Lebensmittel und nur moderate Preissteigerungen bei den Kernwaren. Die Verbraucherpreise fielen in den ersten beiden Wochen des Monats um 0,16 Prozent. Dadurch sank die 12-Monats-Inflationsrate auf 4,11 Prozent, nach 4,37 Prozent in der zweiten Aprilhälfte, wie das nationale Statistikinstitut Inegi mitteilte.
US-Frühindikatoren im April leicht gestiegen
Die US-Frühindikatoren sind im April leicht gestiegen. Dies war laut einer Zusammenstellung monatlicher Wirtschaftsindikatoren hauptsächlich auf eine Erholung der Aktienkurse und einen Anstieg der Baugenehmigungen zurückzuführen. Der Index der Frühindikatoren (Leading Economic Index, LEI), der am Freitag von der Forschungsgruppe The Conference Board veröffentlicht wurde, stieg um 0,1 Prozent auf 97,4, nachdem er im März um 0,6 Prozent gefallen war.
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May 22, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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