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Wochenrückblick - Wechsel an der Spitze der Fed


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Zusammen mit Ihnen wollen wir einen Blick auf die aktuelle Wochenhistorie werfen. Was war wichtig? Was bewegte den Markt? Wir haben die wichtigsten Ereignisse übersichtlich für Sie zusammengefasst.

Die Aktienmärkte starteten schwächer in die Woche, drehten aber im Verlauf klar ins Plus und schlossen mit spürbarem Momentum. Politisch stand der Wechsel an der Fed-Spitze, ein neues EU-Handelsabkommen und die weiter angespannte Lage im Nahen Osten im Fokus. Unternehmensseitig prägten starke Tech-News, das Übernahmethema im europäischen Bankensektor und ein vorsichtiger Ausblick aus dem US-Konsum die Stimmung.

Globaler Aktienmarkt - schwache Wochenstarts mit starkem Ende

Der DAX konnte diese Woche zulegen. Nachdem der Index zu Wochenbeginn bei rund 23.833 Punkten eröffnet hatte, kam es am Dienstag und Donnerstag zwar zu leichten Rücksetzern, insgesamt blieb die Tendenz aber klar positiv. Am Freitagmittag notierte der DAX bei ungefähr 24.800 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von knapp 4%.
Der S&P 500 zeigte sich in dieser Woche insgesamt robust, auch wenn es zu Wochenbeginn zunächst etwas holprig zuging. Nach dem Start bei rund 7.445,11 Punkten rutschte der Index am Dienstag zwischenzeitlich bis auf etwa 7.333 Punkte ab. Die Schwächephase blieb jedoch nur von kurzer Dauer. Zum Wochenschluss kam dann zusätzlich Momentum in den Markt. Der SPX eröffnete am Freitag um 15:30 Uhr mit einer Kurslücke nach oben und legte in den ersten Minuten direkt auf über 7.468 Punkte zu. Auch der Nasdaq-100 Index spiegelte dieses Muster wider: Nach dem Wochenauftakt bei rund 29.191 Punkten ging es bis Dienstag zunächst leicht abwärts, mit einem Wochentief bei etwa 28.567 Punkten. Anschließend drehte der Index jedoch wieder nach oben und konnte die Verluste Schritt für Schritt aufholen. Am Freitag folgte dann - wie bei den anderen US-Indizes - ein dynamischer Start: Um 15:30 Uhr eröffnete der Nasdaq-100 Index mit einer Kurslücke nach oben bei rund 29.487 Punkten und schob sich in den ersten Handelsminuten direkt auf über 29.600 Punkte.
So ähnlich war es auch beim Dow Jones Industrial Average. Der verlief zu Wochenbeginn zunächst eher seitwärts. Nach dem Start bei etwa 49.930 Punkten fehlte zunächst der klare Impuls, bevor ab Mittwoch wieder mehr Aufwärtsbewegung kam. Zum Ende der Woche zeigte sich dann auch hier ein ähnliches Bild: Der Dow Jones Industrial Average eröffnete am Freitag ebenfalls mit einer Kurslücke nach oben, bei rund 50.434 Punkten und konnte in den ersten Minuten direkt mehr als 200 Punkte zulegen.

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Wichtige Entwicklungen auf politischer Ebene

Aus Sicht des Weltgeschehens richteten sich am Freitag viele Blicke in die USA, wo Präsident Trump Kevin Warsh als neuen Fed Chair vereidigte. Der Wechsel an der Spitze der mächtigsten Zentralbank der Welt könnte eine Zeitenwende markieren - weniger wegen der Debatte um mögliche politische Einflussnahme, sondern weil Warsh einen grundsätzlichen Umbau der Geldpolitik sowie eine neue Kommunikationsstrategie der Fed anstreben könnte.
Aus europäischer Sicht wurde diese Woche ein erweitertes Handelsabkommen zwischen der EU und Mexico unterzeichnet, das den Handel innerhalb von fünf Jahren um rund 35 % steigern soll. Währenddessen blieb Im Nahen Osten die Lage auch diese Woche weiterhin angespannt. Die Ölpreise gaben leicht nach, so fiel der Brent Crude Future mit Lieferung zum Juli von rund 110 USD zu Wochenbeginn auf etwa 105,30 USD am Freitag um 9 Uhr, während der WTI Crude Future (Juli) von etwa 107 USD auf rund 98,46 USD pro Barrel sank.

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Zentrale konjunkturelle Ereignisse

Am Freitag wurden in Deutschland neue Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) veröffentlicht. Von Januar bis März stieg die Wirtschaftsleistung um rund 0,3 % gegenüber dem Vorquartal, unter anderem gestützt durch den Außenhandel. Auch der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts konnte sich leicht verbessern und stieg auf rund 84,9 Punkte (April: 84,5). Belastend bleibt hingegen der Wohnungsmarkt: Der Neubau von Wohnungen fiel mit 206.600 Wohnungen auf den niedrigsten Stand seit 2012.
Im Wochenverlauf schwankte EUR/USD in beide Richtungen. Am Mittwoch fiel der Euro gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende April. Insgesamt zeigte sich das Währungspaar jedoch zum Ende der Woche am Freitagmorgen (9 Uhr) gegenüber dem Wochenstart nahezu unverändert.

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Bedeutende Unternehmensnachrichten

Nvidia legte am Mittwochabend nachbörslich Quartalszahlen vor. Im ersten Quartal bis zum 26. April 2026 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um rund 85 % auf etwa 81,6 Mrd. USD. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt das Data-Center-Geschäft. CEO Jensen Huang rechnet bei der nächsten Generation "Vera Rubin" mit anhaltenden Engpässen; erste Systeme sollen noch in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden. Nvidia kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 80 Mrd. USD an und erhöhte die Quartalsdividende von 0,01 auf 0,25 USD je Aktie. Für das laufende Quartal erwartet Nvidia rund 91 Mrd. USD Umsatz und klammert dabei Data-Center-Compute-Umsätze aus China aus. Das gilt, obwohl zuletzt wieder Liefermöglichkeiten an ausgewählte chinesische Unternehmen in Aussicht gestellten wurden. Trotz der starken Zahlen gab die Aktie am Folgetag um ca. 1,7 % nach.

Neben den US-Techwerten sorgte in Europa vor allem der Bankensektor für Schlagzeilen: Die Commerzbank hat das Übernahmeangebot von UniCredit zurückgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat begründeten dies damit, dass die Offerte "keine angemessene Prämie" enthalte und den Wert des Instituts nicht widerspiegele. UniCredit bot zuletzt 0,485 UniCredit-Aktien je Commerzbank-Aktie, was zum Zeitpunkt des Angebots unter dem Börsenkurs liegt. Parallel dazu baut UniCredit ihre Position weiter aus: direkt rund 26,77 %, über Total Return Swaps weitere 8,88 % (insgesamt bis zu 38,87 %). Das Tauschangebot läuft bis Mitte Juni, wurde bislang jedoch nur für rund 0,006 % der Aktien angenommen. Auf der Hauptversammlung der Commerzbank am Mittwoch riet CEO Bettina Orlopp nochmal ausdrücklich, das Angebot abzulehnen. Im Wochenverlauf fiel die Commerzbank-Aktie um über 1 %, während UniCredit um 1,2 % zulegte.

Ein Stimmungsbild zum US-Konsum lassen sich durch die Quartalszahlen von Walmart ableiten. Walmart übertraf im ersten Quartal die Umsatzprognosen, ein vorsichtiger Gewinnausblick belastete jedoch die Aktie. Zudem drücken steigende Kosten auf die Margen. Walmart gilt nicht nur als weltweit größter Einzelhandelskonzern mit einer Marktkapitalisierung von ca. 967,2 Mrd. USD, sondern auch als Indikator für die Konsumstärke in den USA. Die Zahlen liefern deshalb wichtige Hinweise darauf, wie robust der amerikanische Verbraucher tatsächlich noch ist. Trotz der guten Ergebnisse fällt die Prognose für die kommenden Monate verhalten aus. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem den Druck auf Konsumenten durch steigende Benzinpreise sowie auslaufende Steuereffekte, die das Konsumklima zusätzlich belasten könnten. Die Aktie verlor am Freita im vorbörslichen Handel etwa 7 %.

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Quelle: HSBC


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