SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Neue Hoffnung auf eine Friedensvereinbarung im Iran-Krieg hat am Montag die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte gestützt. Spürbar wurde dies vor allem in Japan, wo der Nikkei 225 nach einigen Tagen Pause einen erneuten Rekord aufstellte. Der japanische Leitindex stieg um 2,9 Prozent auf 65.158,19 Punkte und profitierte dabei auch von weiter steigenden Technologiewerten, die laut der Commerzbank mit KI-Fantasie ein wichtiger Treiber bleiben. In etwas mehr als einem Jahr hat sich der Nikkei mehr als verdoppelt.
Schub gab zu Wochenbeginn, dass die USA nach Angaben von Präsident Donald Trump in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vor einem Rahmenabkommen mit Teheran stehen. Es sei "weitgehend" ausgehandelt, schrieb der US-Präsident am Wochenende auf der Plattform Truth Social. Trump sprach von geordneten und konstruktiven Verhandlungen, dämpfte aber zunächst noch die Hoffnung auf einen ganz schnellen Durchbruch.
Mit den Trump-Aussagen verbunden sind fallende Ölpreise und die Hoffnung auf eine baldige Wiederöffnung der Straße von Hormus, die für den globalen Öl- und Gashandel von großer Bedeutung ist. Der Preis für ein Barrel der Öl-Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli fiel deshalb im asiatischen Handel um fast sechs Prozent unter die 100 Dollar-Marke. Das ist der niedrigste Stand seit gut zwei Wochen.
Die Märkte außerhalb Japans zeigten sich auch freundlich, aber weniger stark. An den chinesischen Festland-Börsen notierte der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen zuletzt 1,3 Prozent höher bei 4.906 Punkten. In der Sonderverwaltungszone Hongkong wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt - genauso wie später auch an den US-Börsen.
Der australische S&P ASX 200 hat am Montag 0,4 Prozent höher bei 8.692 Punkten geschlossen./tih/men
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